Toro: Die High-Tech-Steuerung

Nippenburg setzt auf Toro Lynx

 

Wenn Tobias Bareiß früh morgens zur Arbeit kommt, setzt er sich als erstes an den Computer. Auf dem Monitor hat er dann das gesamte Gelände vor sich und sieht genau, wie viel Wasser seine Bahnen in der Nacht bekommen haben. Es ist die moderne zentrale Steuerungsanlage Lynx von Toro, die dem Head-Greenkeeper der Golfanlage Schloss Nippenburg diesen Überblick bietet und mit der er die Beregnung exakt auf den Bedarf der Pflanzen ausrichten kann.

 

Austragungsort der German Open

Man muss nicht weit fahren, um von der Stuttgarter City zur wunderschön gelegenen Golfanlage Schloss Nippenburg zu gelangen. In rund 20 Minuten ist die Golf-Idylle erreichbar. Neben dem 18-Löcher-Meisterschaftsplatz bietet die Anlage auf dem 94 Hektar großen Gelände auch eine Übungsanlage mit Driving Range, Putting- und Chipping-Greens sowie zwei Übungsbunkern. Federführend war bei der Planung kein anderer als die deutsche Golf-Legende Bernhard Langer. Wer sich auf die Bahnen begibt, den erwartet daher ein spielerisch und optisch reizvoller Par-71-Course über 6.045 Meter. Erhöhte Abschläge, in eine durchwegs hügelige Landschaft eingebettete, enge Fairways und weitläufige, aber pfeilschnelle Grüns machen den Platz sportlich anspruchsvoll. Colin Montgomerie, Langers „Big-Five“-Kollege Ian Woosnam und der Spanier Ignacio Garrido trugen sich in die Siegerlisten der 1995 bis 1997 dort ausgetragenen German Open ein.

 

Das war kurz nach der Eröffnung 1994. Schon damals setzte man bei der Beregnung auf Toro. Insgesamt sind über 800 Regner auf der Anlage installiert, manche davon tatsächlich schon seit 22 Jahren. Heute finden auf der Anlage neben zahlreichen kleineren Turnieren im Jahr etwa zehn Firmenturniere von renommierten Unternehmen aus dem Großraum Stuttgart statt. Gemeinsam mit dem Stuttgarter Golf-Club Solitude ist Nippenburg auch der Austragungsort des Mercedes-Benz Trophy World Final. Zudem erwarten rund 1.200 Mitglieder einen tadellos bespielbaren Rasen. Der Anspruch an das Greenkeeper-Team ist also hoch.

Starke Partner als Erfolgs-Garanten

Elke Weishaupt ist seit 20 Jahren im Management für Golf-Anlagen tätig, seit 2005 zeichnet sie als Geschäftsführerin mit ihrem Team für die wirtschaftliche und operative Entwicklung der Golfanlage Schloss Nippenburg verantwortlich. Sie hat weiterhin die klare Positionierung der Anlage im Premium-Segment im Blick.

Die Anzahl der gespielten Greenfee-Runden liegt 50 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, auch das spiegelt die Attraktivität der Adresse auf dem deutschen Golfatlas wieder. Dafür legt sie Wert auf Qualität in der Ausstattung und auf starke zuverlässige Partner. „Wir haben uns von Toro in der Zusammenarbeit immer sehr gut betreut gefühlt“, sagt sie. Im vergangenen Jahr stand eine Modernisierung der Beregnung auf dem Programm, das System kam auf den Prüfstand. Dafür kam auch Markus Blind, Vertriebsleiter für Deutschland und die Schweiz bei Toro, auf die Anlage. „Ein ganz entscheidendes Argument ist die Steuerung über 23 Satelliten, wobei jeder Satellit eine autarke Beregnungsanlage darstellt“, erläutert Elke Weishaupt einen der Vorzüge der Toro-Beregnung. Fällt also eine Satelliten-Einheit aus, etwa durch einen Blitzeinschlag, dann sind die anderen Einheiten davon nicht betroffen und funktionieren weiter.

 

Dazu wird nun mit Toro Lynx die Beregnung über ein top-modernes System gesteuert. „Das intelligente System bietet mit neuesten Technologien, der Kombination von verschiedenen Informationsquellen und detaillierten Lageplanfunktionen stets eine fundierte Grundlage für schnelle und sichere Entscheidungen bezüglich des Grünflächenmanagements. So lassen sich Ressourcen einsparen bei gleichzeitiger Erhöhung von Bespielbarkeit und Ästhetik der Plätze“, konstatiert Blind.

 

Der Mann mit dem grünen Daumen

Diese Entscheidungen trifft auf der Golfanlage Schloss Nippenburg seit diesem Jahr Tobias Bareiß. Er ist auf dem Grün groß geworden, schon mit sieben Jahren begann er, Golf zu spielen. Er fühlte sich auf dem Rasen so wohl, dass er nach seiner Ausbildung noch diverse Fortbildungen absolvierte, um schließlich Head-Greenkeeper zu werden. Eine intensive Schulung durchlief er auch für die neue High-Tech-Beregnung. „Anfangs hatte ich erstmal Respekt vor dem Umfang des Systems, doch nach der Einführung wird es dann wirklich intuitiv“, sagt er. Heute gibt ihm der Platzbericht jeden Morgen den vollen Überblick und zeigt alle wichtigen Beregnungs-Informationen übersichtlich aufbereitet an. Ist irgendwo ein Fehler aufgetreten, wird ihm sofort durch ein rotes Licht angezeigt, wo er ansetzen muss. Die Grundstruktur der Anlage wurde dabei von Toro hinterlegt. Mit diversen Wahlmöglichkeiten von Kontrollkästchen und einer dynamischen Detaillierung kann Bareiß die Beregnungs-Programme schnell erstellen und anpassen. Dabei werden die Laufzeiten stets auf die Sekunde genau ausgeführt und nicht auf ganze Minuten aufgerundet. Die Beregnung steuert er über die Einstellung der Laufzeiten nach Menge oder Zeit, die Berechnung der anderen Werte übernimmt das System. „So wissen wir stets, wie viel Wasser auf welchen Bereich in welcher Zeit aufgebracht wurde“, betont er.

 

Mit den detaillierten Berichten von Lynx kann er potenzielle Beschädigungen des Platzes von vornherein vermeiden. Aber er spart auch Ressourcen ein. „Je präziser die Einstellung der Düsen und der Steuerung, desto größer sind auch die Einsparungen“, erklärt er. Für eine weitere Optimierung des Wasserverbrauchs plant er zudem in nächster Zukunft die Funktion der Pumpensteuerung einzusetzen, mit der die bestmögliche Auslastung der Pumpe berechnet wird. Zudem stimmt er ­das Bewässerungsprogramm auch auf Regen ab. Dass er das jederzeit und von jedem Ort aus tun kann, dafür sorgt NSN-Connect. Damit hat er via Internet Zugriff auf das System und kann per Smartphone oder Tablet auch kurzfristig auf die aktuelle Wetterlage reagieren, indem er etwa bei plötzlichem Gewitter die Beregnung aussetzt. Insgesamt erwartet Bareiß über das Jahr eine Reduktion des Wassereinsatzes um etwa 20 Prozent. Das freut nicht nur die Umwelt, sondern auch seine Chefin. Und wie Elke Weishaupt zeigt auch er sich sehr zufrieden vom Support im Alltag: „Da hat man an sieben Tagen der Woche rund um die Uhr ein kompetentes Team an der Seite, das auch über Fernwartung via Remoteunterstützung den reibungslosen Betrieb des Beregnungssystems sicherstellt.

 

Den Tag auf der Anlage beendet Bareiß so, wie er ihn begonnen hat, mit Lynx auf dem Bildschirm. Dann synchronisiert er alle Daten und kann entspannt nach Hause gehen. Wie die Beregnung in der Nacht dann gelaufen ist, das sieht er ja am nächsten Morgen ganz detailliert.

 

Weitere Informationen:www.toro.com

 

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