Rasengräser kennen und erkennen

Bestimmung von Gräserarten – kurz und knapp

Dr. Harald Nonn,
Eurogreen GmbH
57520 Rosenheim/Ww
E-Mail: harald.nonn@­eurogreen.de

In dieser Rubrik sollen die wichtigsten Gräserarten für die Rasennutzung vorgestellt werden. Neben ihren grundsätzlichen Eigenschaften werden Erkennungsmerkmale und Einsatzbereiche beschrieben. Für den Greenkeeper ist das exakte Bestimmen der Gräser ein absolutes Muss, da er nur so die Leistungsfähigkeit seiner Rasenflächen erkennen und eventuell erforderliche Maßnahmen zur Optimierung ergreifen kann.

 

Genetische Eigenschaften

Das Leistungspotenzial eines Rasens ist in der Genetik der jeweiligen Grasart und in der Sorte definiert. Von Natur aus besitzen die Gräserarten unterschiedliche Eigenschaften z. B. hinsichtlich Keim- und Etablierungsgeschwindigkeit, Blattbreite, Wurzelbildung, Trittfestigkeit, Regenerationsvermögen, Wuchsverhalten, Schnittverträglichkeit, Narbenfarbe und Krankheitstoleranz. Für besondere Anwendungsbereiche kann diese Liste noch um weitere Eigenschaften erweitert werden.

 

Gräserzüchtung und Sortenlisten

Mit der züchterischen Bearbeitung findet eine auf die jeweiligen Zuchtziele ausgerichtete, gezielte Selektion statt, die letztendlich in vermarktungsfähige Sorten für die Rasennutzung mündet.

 

Informationen zu den Rasensorten finden sich u. a. in folgenden Literaturquellen:

  • Beschreibende Sortenliste Rasengräser. Hg.: Bundessortenamt (BSA). www.bundessortenamt.de.
  • Grasgids. Hg.: Plantum. www.grasgids.nl.
  • Turfgrass Seed. Hg.: British Society of Plant Breeders Limited (BSPB). www.bspb.co.uk.
  • L’évaluation et l’inscription des variétés de gazon. Hg.: GEVES. www.choixdugazon.fr.
  • National Turfgrass Evaluation Program (NTEP). Hg.: Beltsville Agricultural Research Center (BARC). www.ntep.org.

 

Die im allgemeinen Sprachgebrauch als „Samen“ bezeichneten „Grasfrüchte“ bestehen aus der Karyopse (= Frucht, Korn) und die sie umgebenden Spelzen. Da die Spelzen bei den meisten Gräsern fest mit der Frucht verbunden sind, werden sie auch als „Spelzfrüchte“ bezeichnet.

 

Literatur

BROUWER, W. u. A. STÄHLIN, 1975: Handbuch der Samenkunde. 2. Aufl. DLG-Verlag, Frankfurt.

CONERT, H.J., 2000: Pareys Gräserbuch. Die Gräser Deutschlands bestimmen und kennen. Parey, Berlin.

HUBBARD, C.E., 1973: Gräser. Ulmer, Stuttgart. Übersetzt von P. Boeker, Bonn.

KLAPP, E. u. W. OPITZ von BOBERFELD, 2020: Gräserbestimmungsschlüssel für die häufigsten Grünland- und Rasengräser. 7. Aufl. Ulmer, Stuttgart.

KLAPP, E. u. W. OPITZ von BOBERFELD, 2013: Taschenbuch der Gräser - Erkennung und Bestimmung, Standort und Vergesellschaftung. 14. Aufl. Ulmer, Stuttgart.

 

Autor: Dr. Harald Nonn | Greenkeepers Journal 1/2021

Die wichtigsten Gräserarten für die Rasennutzung:

  • Rotschwingel (Festuca rubra L.) folgt in Kürze

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