Wiesenrispe

(Poa pratensis L.)

Die Wiesenrispe ist aufgrund ihrer Verwendung in Gebrauchs-, Strapazier- und Landschaftsasen ein wichtiges Rasengras. Die von der Züchtung hervorgebrachten schmalblättrigen Sorten eignen sich auch für Zierrasenflächen.

 

Eigenschaften

Wiesenrispe bildet ein dichtes Netz von unterirdischen Ausläufern (Rhizome), mit denen sie den Boden festigt und der Grasnarbe eine hohe Stabilität und Scherfestigkeit verleiht. Diese Eigenschaften machen sie zu einem unerlässlichen Mischungspartner für Strapazierrasen, vor allem beim Auftreten von Scherkräften. Die Belastbarkeit (Trittfestigkeit) ist als gut einzustufen, reicht aber nicht an die des Deutschen Weidelgrases heran.

 

Aufgrund ihrer guten Trockenheitsverträglichkeit ist sie wichtiger Bestandteil der Mischungen für Trockenstandorte. Die durchschnittliche Keimzeit von etwa drei Wochen erfordert eine sorgfältige Saatbettvorbereitung und ausreichende Wasserversorgung. Für eine dauerhafte Etablierung ist eine hohe Stickstoffversorgung erforderlich. Staunässe sowie ein Befall mit Blattflecken und Rost können die Anteile an Wiesenripse stark reduzieren.

 

Erkennungsmerkmale

Die Wiesenrispe wird im Grasbestand auf den ersten Blick häufig übersehen. Grund hierfür ist die eher am Boden verlaufende, waagerechte Blattstellung. Bei der Bestandsanalyse ist es daher ratsam, die Grasnarbe bis zum Boden zu öffnen.

 

Die Spelzfrucht von Poa pratensis ist ca. 2,2-3 mm lang, 0,6-0,8 mm breit und 0,3-0,6 mm dick. Auffällig ist die dreikantige Form. Die Deckspelze ist scharf gekielt. Stielchen 0,3-1,5 mm lang, meist kurz, dick und zylindrisch. Tausendkorngewicht 0,25 bis 0,3 g.

 

 

Autor: Dr. Harald Nonn | Greenkeepers Journal 1/2021

 

 

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Foto: Eurogreen
Grafik: DRG

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