25 Jahre GMVD

Festrede von GMVD-Gründungsmitglied und -Ehrenmitglied Matthias Nicolaus

Ein herzliches Willkommen an all die, die heute Abend dabei sind, 25 Jahre Golf Management Verband Deutschland (GMVD) zu feiern. Also auf einen tollen Abend, liebe Kolleginnen und Kollegen und damit schließe ich auch alle Gäste und Partner des Verbandes ein, die heute Abend hier in Oberursel präsent sind – Kolleginnen und Kollegen, die die Herzensangelegenheit Golf in den Mittelpunkt ihres Schaffens stellen.

 

Erst einmal auch einen herzlichen Dank an den jetzigen Vorstand und insbesondere Dir, Korbinian, der den Wunsch an mich herangetragen hat, heute als einer der „Oldies“ ein paar Worte zu 25 Jahren GMVD zu sagen. Es ist mir eine Ehre.

25 Jahre oder auch ein Viertel Jahrhundert zeigt uns, die seit der ersten Stunde dabei sind, dass wir doch ein wenig älter geworden sind und wie sich mit uns nun mal auch unsere Sportart und die Rahmenbedingungen gewaltig verändert haben. Ich werde heute keine chronologische Abhandlung über die Entwicklung des GMVDs geben, nein, dafür gibt es die Spezialausgabe – die Jubiläumszeitschrift, in der wunderbar die Entwicklungsschritte und die Schwerpunkte der Arbeit des Verbands zusammengestellt sind. Ich denke, eine tolle redaktionelle Arbeit, die es sich lohnt, in ein paar ruhigen Minuten bei einem Gläschen Wein zu lesen. Eine schöne Gelegenheit, auf die vergangenen Jahre zurückzublicken. Bitte lachen Sie aber nicht zu sehr über unsere Outfits von damals.

 

In den nächsten Minuten möchte ich einige Geschichten und Eindrücke aus den Jahren meiner aktiven Zeit als Vorstandsmitglied und als Mitglied, die vielen tollen Momente im Verband betreffend, zum Besten geben. In meinen Ausführungen stehen die Menschen im GMVD und diejenigen, mit denen wir etwas bewegt oder mit denen wir in Sachen Golfmanagement kommuniziert haben, im Mittelpunkt. So ist der GMVD nicht der Verband der Vereine oder der Betreiber, nein, er ist der Verband, der den Menschen, der hauptberuflich auf der Golfanlage arbeitet, in den Mittelpunkt seines Handelns stellt.

 

Das ist der Fokus der ersten Stunde und sollte auch der der nächsten 25 Jahren bleiben.

 

Die erste Stunde des GMVDs fiel in eine Zeit der Wartelisten, der überwiegend gesellschaftlichen Orientierung der Sportart Golf – die Clubs konnten sich erlauben, eine Auswahl bei den Antragstellern auf eine Mitgliedschaft zu stellen, das Thema Gemeinnützigkeit war ein Dauerthema bei vielen Hearings im DGV. Die Einzelkämpfer unter den Kollegen waren aufgrund der fehlenden Strukturen in der Überzahl.

 

Die ersten Kontakte unter den Kollegen bestanden, die Vergleichbarkeit von Kostenstrukturen der Vereine führte auf NRW-Ebene vor unserer Verbandsgründung zu einem ersten Treffen in den Räumlichkeiten des Landessportbundes NRW in Duisburg. Schon damals war Wolfgang Klingenberg, unser CCM-Experte, aktiv als Triebfeder eines strukturierten Betriebsvergleichs – jedoch betrachteten wir nur die Kostenseite, denn an die Offenlegung der Einnahmen trauten wir uns damals nicht heran.

 

Wir führten Umfragen durch, um das eigene Handeln auf den Golfanlagen mit Vergleichszahlen zu unterlegen. Damit stiegen auch die Vertrautheit und die Kollegialität, auch wenn nicht alle aktiv den offenen Informationsaustausch pflegten.

 

Unser Gründungstreffen 1994 in Bonn hatte zum Ziel, die Kommunikation der hauptamtlichen Mitarbeiter zu verbessern, die Thematik Aus- und Weiterbildung zu bearbeiten sowie ein einheitliches Berufsbild zu schaffen. Mit der unkomplizierten Einrichtung der Geschäftsstelle in den Räumlichkeiten des Köllen-Verlags hatten wir einen guten Start, mitgliederorientiert und budgetschonend unsere Ideen in den ersten Jahren umzusetzen. Diese Partnerschaft besteht seit unserer Gründung und auch dieses Jahr – lieber Bastian – präsentiert Ihr Euch zusammen mit anderen Partnern als Co-Sponsor. Schon einmal vorab hierfür ein großes Dankeschön für Eure jahrelange Treue und die professionelle Zusammenarbeit. (Anm. d. Red.: An dieser Stelle führte Matthias Nicolaus – nicht ohne Schmunzeln – die Anekdote einer Lochspiel-Golfwette im GC Hösel an: Der heutige Köllen-Geschäftssführer Bastian Bleek „zockte“ mit seinem Mitarbeiter Norbert Hausen gegen ihn und Dirk-Müller Haastert – und verlor. Einsatz der Wette war das sicher nicht leicht gefallene, öffentliche Eingeständnis der Niederlage im golfmanager.)

 

Es gab noch Golfmessen und Golfinfotage, die Aussteller im Golfbereich waren zahlreich und die großen Tageszeitungen hatten eine Vielzahl von Golfsonderbeilagen dank des wachsenden Marktes. Die jährlichen Zuwachsraten lagen – wenn ich mich recht erinnern kann – bei immerhin 8-9%. Der Deutsche Golf Verband (DGV) zählte 427 Mitglieder und 225.000 Golfer.

 

Und dann kam der erste große Wurf des GMVD: die erste Herbsttagung in Bad Griesbach im Jahre 1995. Dank der Regie von Frank Thonig, wurde diese mit 80 Kolleginnen und Kollegen zu einem „Knaller“ – inhaltlich und gesellschaftlich, das Wir-Gefühl und die Aufbruchstimmung waren die Kennzeichnen dieser ersten Veranstaltung. Das Thema Course Rating war ein heißes Eisen, zu dem der Referent Albert Böck als Course Rating-Spezialist des DGV jedoch auf Anweisung der Wiesbadener Geschäftsstelle noch nicht alle Details zum Besten geben sollte. Aber letztendlich haben wir einen Kompromiss für beide Seiten gefunden.

 

Und da war auch noch die Teilnehmerin, die leider nie die Seminarräume fand und sich in den Thermalbädern von Bad Griesbach ein wenig mehr vom Stress der abgelaufenen Saison erholte. Wir haben sie dann nur noch „Kurgast“ genannt. Sie hatte immerhin Kraft geschöpft für die vielen Aufgaben, die in ihrem Club nach der Tagung auf sie warteten. Auch 1996 pilgerten wir nach Bad Griesbach. Dr. Hardt gab alles und wer ihn kennt, glaubt gerne: Es blieb kein Auge trocken. Die nächtlichen Caipirinhas taten ein Übriges – schade, dass Gunther heute nicht hier sein kann.

 

Die Anfänge wurden begleitet durch eine Vielzahl von Barrieren. Die Suche nach Akzeptanz als Berufsverband in einem sehr traditionellen golferischen Umfeld, die Reduzierung unserer neu gegründeten Organisation auf die Funktion einer „Gewerkschaft“ und die langwierigen Prozesse gehörten in vielen Phasen der Verbandsentwicklung zur leider notwendigen Entwicklungsgeschichte. Unsere Schritte auf dem politischen Parkett waren zu dem damaligen Zeitpunkt etwas „glitschig“ und somit auch nicht immer sicher.

 

Und trotzdem haben wir es immer wieder geschafft, wichtige Anstöße zu geben und für notwendige Veränderungen zu sorgen – so auch mit unserem ersten Seminar in Bad Griesbach, das die Alarmglocken beim DGV in Wiesbaden läuten ließ, dass scheinbar ein Bedarf bestand, ein Fortbildungsangebot für die Zielgruppe der hauptamtlichen Mitarbeiter auf Golfanlagen zu schaffen.

 

Dies war dann auch der Startschuss für die heute noch existierenden Aus- und Weiterbildungsangebote des DGV und des IST. Gerade der Bereich der Aus- und Weiterbildung war und ist der Bereich, in dem es gilt, gemeinsam Angebote zu formulieren und marktgerechte Inhalte zu vermitteln. Es gab im Laufe der Jahre immer wieder Ansätze für einen runden Tisch der verschiedenen Verbände und Organisationen – leider war der Weg sehr steinig und mühsam, die Kräfte der Ausbildungsanbieter zu bündeln und Synergien zu schaffen.

 

Neben den zentralen Weiterbildungsangeboten des GMVD – wie unsere legendären Herbstseminare oder neuerdings Golfkongresse genannt –, gibt es heute vielfältige Weiterbildungs- und Informationsmöglichkeiten in unseren Regionalkreisen, in denen eine hervorragende Basisarbeit geleistet wird. Mit der Regionalkreisarbeit haben wir seit Jahren eine immens wichtige Säule unserer Verbandsarbeit geschaffen – dank des Engagements unserer Regionalkreisverantwortlichen.

 

Klein haben wir angefangen mit der Organisation der Fortbildungsveranstaltungen, später wurden diese kombiniert mit der GMVD-Meisterschaft, Hausmessen, Business-Cups und einem Rahmenprogramm, welches am zweiten Seminartag des Öfteren den ein oder anderen Teilnehmer bewog, sich doch noch ein Stündchen mehr Schlaf zu gönnen – zum Leidwesen des ersten Referenten. Immer wieder wurden neue Formate gewählt, um möglichst viele Teilnehmer zu erreichen. Der ehemalige Geschäftsführer des DGV, Klaus Dallmeyer, war gerne als Vertreter des DGV Gast bei unseren Seminaren und genoss das kollegiale Miteinander und die ausgelassene Stimmung nach dem inhaltlichen Teil. Sein Resümee nach den ersten Besuchen war mit Blick insbesondere auf unser Rahmenprogramm: ,,Das habt Ihr wirklich drauf – da seid Ihr die Größten.“ Mal sehen, ob sich dies auch heute Abend wieder bestätigt.

 

Die Entscheidung, nach Prüfung anderer möglicher Kooperationsmodelle, eine hauptamtliche Geschäftsstelle in München unter der Leitung von Andreas Dorsch einzurichten, war ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Verbandsentwicklung. Die Vielfalt an Aufgaben, die steigende Erwartungshaltung, die Vielzahl an Veranstaltungen konnte nur durch diese strukturelle Änderung gelöst werden. Ich erinnere mich noch genau, als Frank Thonig und ich die Bewerbungen bei mir daheim in Krefeld sichteten und uns dann für Andreas entschieden. Frank hatte als mein Gast das Vergnügen, als Bayern-Fan in der BVB-Bettwäsche meines Sohnes zu schlafen. An dieser Stelle, lieber Andreas, ein großes Dankeschön an Dich und Deine Mitarbeiter für die jahrelange Arbeit und Euren tollen Einsatz für uns Mitglieder!

 

Unser langjähriger Ausbildungspartner IST nutzte die gemeinsam konzipierten Ausbildungsinhalte, um diese in China anzubieten. Unter anderem hatten Frank Thonig und Alexander Schulte das Vergnügen, im Reich der Mitte die Grundlagen des Golfbetriebsmanagements zu vermitteln. Hierzu gibt es wirklich abendfüllende Geschichten, was unsere beiden Kollegen dort erlebten. Nicht geheizte Seminarräume, Irrfahrten vom Hotel zu den Seminargebäuden, schlafende Schüler und vieles mehr.

 

International geht es weiter, denn im Laufe der Zeit wurde auch der amerikanische Berufsverband auf uns aufmerksam und lud uns zu seiner Jahrestagung – zur World Conference – ein. Frank Thonig als damals aktives Vorstandsmitglied machte den Auftakt und berichtete eindrucksvoll von den Tagen in Miami. Mit im Gepäck brachte er die Idee des CCM – des Certified Club Manager – sozusagen die Keimzelle für unser im Jahre 2008 eingeführtes Graduierungssystem. Mit der Installierung des Systems hatten wir damit die zweite wichtige Säule in unserer Verbandsarbeit geschaffen.

 

Ich selbst nahm dreimal an der Tagung teil. In Honolulu, Orlando und New Orleans. Tagungen mit 2.500 Teilnehmern, Eröffnungsveranstaltungen mit großem Pomp, ein Tagungsprogramm für alle Zielgruppen und ein Rahmenprogramm vom Feinsten. Die besondere Herausforderung als internationaler Gast war, die vielfältigen Award-Übergaben tapfer durchzustehen und beim Internationalen Breakfast die Rede als nationaler Vertreter so zu gestalten, dass die 200 geladenen Gäste im Saal den Witz in der Rede verstanden und den Raum mit einem lauten Gelächter füllten. Der Kontakt und Austausch – unter anderem zu den Kollegen aus China, Schweden, Belgien, Russland und Amerika – war eine dankbare Erfahrung.

 

Eine besondere Aufmerksamkeit als deutscher Ehrengast erfuhr ich bei meinen Besuchen der World Conference, da zu dieser Zeit Martin Kaymer die Nr. 1 im Golfsport war.

 

Auch zu diesen Tagungen gibt es eine kleine Geschichte zu berichten. Traditionsgemäß organisieren die Amerikaner einen Charity Breakfast-Run. Somit gingen Andreas Dorsch und ich als Hobbyläufer morgens früh an den Start, den Mississippi entlang, lockere 5-6 km, wenn ich mich richtig erinnere. Leider musste unser Geschäftsführer Andreas Dorsch ca. 1 km vor dem Ziel sein eigenes Tempo laufen, so dass es einen Sieg des „Ehrenamtlers“ gab. Bis heute beschuldigt er mich eines Fehlstarts. Andreas, diesen Irrtum wollte ich hier ein für alle Mal richtig stellen.

 

Auf europäischer Ebene tauschten wir uns mit einigen europäischen Kollegen im Jahre 2007 im Wittelsbacher Golfclub aus. Hier ging es unter anderem um die unterschiedlichen Ansätze der Ausbildungen und um die Frage, ob wir analog des amerikanischen Berufsverbands ein einheitliches europäisches System einführen könnten. Diese Idee wurde nicht realisiert, jedoch haben die Kollegen im Rahmenprogramm die bayerische Kultur in vollen Zügen beim Oktoberfest genossen. Trotz einiger Maß Bier saßen alle Teilnehmer pünktlich und mit exakt gebundener Krawatte um 18 Uhr abends beim Dinner im Wittelsbacher Golfclub. Der Ausflug zum Oktoberfest ist allen Teilnehmern bestimmt noch heute in bester Erinnerung – ob sie sich an die inhaltlichen Themen noch so genau erinnern, möchte ich bezweifeln.

 

Ein ganz wesentlicher Vorteil unserer Gemeinschaft ist das Networking durch die Vielzahl an Veranstaltungen, die im Laufe der Jahre konzipiert wurden. Der Austausch bei den Seminaren, bei den Business-Talks, auf den Hausmessen, bei Verbandstreffen, bei der gemeinsamen Golfrunde, den gemeinsamen Golfreisen, aber auch die vielen Kontakte untereinander sind die „Big Points“, die unseren Verband ausmachen. Hilfestellungen im Alltag, interne Umfragen zu aktuellen Themen, gemeinsame Arbeitsgruppen, die Betreuung von Nachwuchskräften, Unterstützung in Notfällen (Brand/Überschwemmung), die Weitergabe eigener und erfolgreicher Best Practice-Beispiele sind weitere Merkmale unserer Gemeinschaft.

 

Rahmenbedingungen für einen professionellen Berufsalltag zu schaffen, war das Thema der Vorstände in den zurückliegenden 25 Jahren – sei es als Alleinkämpfer oder auch als Partner mit anderen Verbänden oder Organisationen. Nicht immer entsprachen die Ergebnisse den gewünschten Erwartungen – verständlich, da die Ausgangspositionen und Zielsetzungen in einer Partnerschaft oft unterschiedlich waren und sind. Nach einer innovativen Phase erfolgte manchmal eine längere Orientierungsphase, bevor der nächste Step umgesetzt werden konnte.

 

Hier konnte der GMVD leider öfter nur kleine Brötchen backen, die Ideen – unter anderem im Bildungsbereich (beispielsweise Konzeption einer Wissensdatenbank oder die intensivere individuelle fachliche Betreuung der Mitglieder) scheiterte leider aufgrund der recht kleinen Budgets in unserem Verband. Ich habe immer wieder Ansätze unternommen, an die gut gefüllten Töpfe der VcG für Bildungszwecke heranzukommen, leider ist mir dies in meiner Amtszeit nicht gelungen. Damals hüteten Marco Paeke und Klaus Dallmeyer den Schatz der VcG mit Vehemenz. Vielleicht bringt die Initiative „Wir bewegen Golf“ mal wieder etwas mehr Schwung in diese Thematik.

 

Mit den vielfältigen Aufgaben stellt sich immer wieder die Frage der Finanzierung der Verbandsarbeit. Bereits im Jahre der Gründung konnten wir mit unserem Partner, dem Köllen-Verlag, mit seinem damaligen Verleger Hans-Jürgen Bleeck unser erstes Fördermitglied begrüßen. Mit der Gründung der Marketing GmbH im Jahre 2009 schafften wir die notwendige strukturelle Änderung, um die wirtschaftlichen Aktivitäten auszugliedern. Ein Dankeschön an dieser Stelle allen Fördermitgliedern des GMVD für ihre finanzielle Unterstützung. Ohne diese wäre unsere Verbandsarbeit in diesem Umfang und dieser Qualität nicht möglich!

 

Mit dem Graduierungssystem haben wir nun seit über zehn Jahren ein anerkanntes, sehr differenziertes und transparentes System, den Werdegang unserer Mitglieder zu bewerten und zu klassifizieren. Die Erkenntnis – je genauer, desto differenzierter die Bewertungsmaßstäbe – gilt auch zehn Jahre nach der Einführung. Hier wünschen sich die Initiatoren und die zuständigen Vorstände auch zukünftig ein wenig mehr Eigeninitiative unserer Mitglieder, zu aktualisieren, umzustufen bzw. ins System einzusteigen. Zehn Jahre Graduierungssystem bedeuten auch, kritisch den heutigen Stand zu reflektieren, Graduierungsbedingungen für die nächsten zehn Jahre anzupassen und die Motivation zum lebenslangen Lernen noch stärker als Verbandsziel herauszuarbeiten.

 

Immer öfter fällt der Begriff „Fachkräftemangel“ in den verschiedenen Publikationen und der Tagespresse. Als „alter Hase“ in der Branche und als Referent in den Ausbildungsgängen bei IST und DGV sehe ich gewisse Tendenzen, die womöglich auch Auswirkungen auf unser Berufsfeld haben. Vakante Positionen bei den Greenkeepern, schnelle Wechsel in den Sekretariaten, Schwierigkeit bei der Besetzung der ehrenamtlichen Positionen, andere Lebenskonzepte der Y-Generation – all dies sind Merkmale, die es zu erkennen gilt und mögliche Lösungen gemeinsam zu erarbeiten.

 

In der heutigen Gesellschaft wird Individualität sehr groß geschrieben – eine Identität in unseren Clubs zu schaffen, ein Wir-Gefühl zu vermitteln, ist ein hartes Stück Arbeit.

 

Für dieses Wir-Gefühl unseres Verbands haben viele, viele Menschen im Vorstand, den Gremien und in den Regionalkreisen ihre Freizeit gerne investiert. Der offene Austausch über die Besonderheiten des Arbeitsfeldes, der „Kollegentipp“, die Insiderinformation, die Warnung vor unsoliden Geschäftspraktiken einiger Marktteilnehmer sind Kennzeichen für unser Wir-Gefühl.

 

Dem jetzigen Vorstand wünsche ich die richtigen strategischen Entscheidungen, wählt die richtigen Kampagnen und nutzt die Synergien mit Euren Partnern!

 

Uns allen wünsche ich, dass der Golfsport endlich das Image bekommt, das er verdient und viele Menschen diesen Sport beginnen und ihm treu bleiben.

 

Lasst uns trotz steigender Konkurrenzsituation daran arbeiten, unser Wir-Gefühl und unsere Solidargemeinschaft zu erhalten und auszubauen. Die Mitwirkung bei den Aufgaben im Verband ist eine hervorragende Möglichkeit, unsere Solidargemeinschaft zu stärken. Bringt Euch ein und setzt Eure Ideen in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle und den ehrenamtlichen Funktionsträgern um.

 

„Vom Verwalter zum Gestalter“ war einer der Leitsprüche unseres Verbands. An dieser Stelle richte ich noch einmal ein großes Dankeschön an alle „Gestalter“, die an der Entwicklung des GMVD mitwirken oder in den vergangenen Jahren mitgewirkt haben.

 

Ich bedanke mich für die tollen Momente in 25 Jahren, die wichtigen Freundschaften, die ich über die Tätigkeit im Verband geschlossen habe und wünsche allen einen wunderbaren Abend, viele interessante Geschichten in den nächsten 25 Jahren und morgen noch einen interessanten Seminartag.

 

Vielen herzlichen Dank!

 

(Anm. der Red.: Die frei in der Rede von Matthias Nicolaus ergänzten Anekdoten aus den Gründerjahren konnten leider nicht alle hier mit aufgeführt werden; bei Interesse lohnt sich ein Plausch mit dem Festredner oder dem ein oder anderen aus dieser Zeit!)

 

Stand: Oktober 2019

 

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