Holzzerstörende Pilzarten beeinträchtigen die Festigkeit des Holzes. Ihre Sporen befinden sich sowohl im Boden, als auch in der Luft. Sie verursachen Defekte im Holzkörper des Stammes, an den Ästen der Krone und auch im Wurzelbereich, wobei der Holzabbau äußerlich zunächst nicht zu erkennen ist.
Hier folgt auf Teil 1 des Beitrags aus dem Greenkeepers Journal 1/20 mit allgemeinen Angaben und zu Pilzen an Stammbasis und Wurzeln der 2. Teil mit Pilzen an Stamm und an Starkästen. Dabei handelt es sich bei allen vorgestellten Arten um Porlinge. Die Porlinge bilden derbe meistens über mehrere Jahre am Holz wachsende Pilzfruchtkörper, so dass sie das ganze Jahr über zu finden sind.
Holzzerstörende Pilzarten beeinträchtigen die Festigkeit des Holzes. Ihre Sporen befinden sich sowohl im Boden, als auch in der Luft. Sie verursachen Defekte im Holzkörper des Stammes, an den Ästen der Krone und auch im Wurzelbereich, wobei der Holzabbau äußerlich zunächst nicht zu erkennen ist.
Hier folgt auf Teil 1 des Beitrags aus dem Greenkeepers Journal 1/20 mit allgemeinen Angaben und zu Pilzen an Stammbasis und Wurzeln der 2. Teil mit Pilzen an Stamm und an Starkästen. Dabei handelt es sich bei allen vorgestellten Arten um Porlinge. Die Porlinge bilden derbe meistens über mehrere Jahre am Holz wachsende Pilzfruchtkörper, so dass sie das ganze Jahr über zu finden sind.
Die Rosskastanie wurde vom Kuratorium des Baumes 2005 zum Baum des Jahres gewählt.
Die Rosskastanie ist ein sommergrüner Laubbaum von stattlicher Gestalt. Sie ist schnellwüchsig und erreicht eine Höhe von bis zu 30 Metern mit einer Kronenbreite von 15-20 Metern. Die Krone kann etwas unregelmäßig geformt sein, weil einige Äste aus dem sogenannten Kronenverbund herauswachsen; dadurch entsteht eine wolkig aussehende Oberfläche der Krone. Die Baumkrone sitzt auf einem relativ kurzen Stamm, der sich frühzeitig am Stammkopf verzweigt. Eine durchgehende Hauptachse ist in der Krone nicht zu finden.
Vor den Eiszeiten war die Rosskastanie bei uns einheimisch, hat aber eine „Rückwanderung“ nicht vollzogen. Erst Ende des 16. Jahrhunderts erhielt der Botaniker und Arzt Carolus Clusius in Wien einige Samen, 1603 soll sie in den Gärten des Schönbrunner Schlosses in Wien zum ersten Mal erblüht sein. In der Barockzeit war sie sehr beliebt; sie wurde in Gärten und als Alleebaum kultiviert. Im 17. Jahrhundert kamen dann Samen nach England, Frankreich und Holland.
Natürliche Vorkommen der Rosskastanie in Nordgriechenland wurden erst 1879 entdeckt, ein paar Jahre später wurde sie auch in Bulgarien nachgewiesen. Heute ist sie mit zerstreuten Vorkommen in Berg- und Schluchtwäldern der nördlichen Balkanhalbinsel (Albanien, Bulgarien und Griechenland) verbreitet.
Die Gattung Aesculus umfasst 13 Arten, die in Nordamerika, Südosteuropa und Süd- und Ostasien vorkommen. Einige werden auch bei uns kultiviert.
In Bauernhöfen wurde die Rosskastanie als sogenannter Hofbaum, meistens in der Nähe der landwirtschaftlichen Gebäude, gepflanzt. Schließlich erlangte sie in Biergärten große Beliebtheit, vor allem wegen des intensiven Schattens, den sie mit ihren großen Blättern spendet. Die Rosskastanie verbinden wir aber auch mit einem Innenhof oder einem Garten und einer Bank rings um den Stamm, eine gemütliche Atmosphäre ausstrahlend.
Echter Zunderschwamm
Der Echte Zunderschwamm (Fomes fomentarius (L.: Fr.) Fr.) wächst als Schwächeparasit in Mitteleuropa vor allem an Buche, in Nordeuropa an der Birke, im Mittelmeerraum an Eiche und auch weiteren Laubholz-Arten, aber sehr selten an Nadelhölzern.
Die gelblichen Sporen des Zunderschwammes werden in großer Zahl gebildet (Abbildung 2). Sie dringen über Wunden in der Rinde, in das ungeschützte Holz bei Astabbrüchen und Ästungswunden ein. Die mehrjährigen Fruchtkörper können bis 50 Zentimeter breit werden und stehen am Stamm und an Starkästen.
Echter Zunderschwamm
Der Echte Zunderschwamm (Fomes fomentarius (L.: Fr.) Fr.) wächst als Schwächeparasit in Mitteleuropa vor allem an Buche, in Nordeuropa an der Birke, im Mittelmeerraum an Eiche und auch weiteren Laubholz-Arten, aber sehr selten an Nadelhölzern.
Die gelblichen Sporen des Zunderschwammes werden in großer Zahl gebildet (Abbildung 2). Sie dringen über Wunden in der Rinde, in das ungeschützte Holz bei Astabbrüchen und Ästungswunden ein. Die mehrjährigen Fruchtkörper können bis 50 Zentimeter breit werden und stehen am Stamm und an Starkästen.
Abb. 2: Die Fruchtkörper sind konsolenförmig gestaltet, oberseits mit sehr harter Kruste und deutlichen Zuwachsrillen. Aus den Röhren kommen große Mengen Sporen.
Die Rosskastanie wurde vom Kuratorium des Baumes 2005 zum Baum des Jahres gewählt.
Die Rosskastanie ist ein sommergrüner Laubbaum von stattlicher Gestalt. Sie ist schnellwüchsig und erreicht eine Höhe von bis zu 30 Metern mit einer Kronenbreite von 15-20 Metern. Die Krone kann etwas unregelmäßig geformt sein, weil einige Äste aus dem sogenannten Kronenverbund herauswachsen; dadurch entsteht eine wolkig aussehende Oberfläche der Krone. Die Baumkrone sitzt auf einem relativ kurzen Stamm, der sich frühzeitig am Stammkopf verzweigt. Eine durchgehende Hauptachse ist in der Krone nicht zu finden.
Vor den Eiszeiten war die Rosskastanie bei uns einheimisch, hat aber eine „Rückwanderung“ nicht vollzogen. Erst Ende des 16. Jahrhunderts erhielt der Botaniker und Arzt Carolus Clusius in Wien einige Samen, 1603 soll sie in den Gärten des Schönbrunner Schlosses in Wien zum ersten Mal erblüht sein. In der Barockzeit war sie sehr beliebt; sie wurde in Gärten und als Alleebaum kultiviert. Im 17. Jahrhundert kamen dann Samen nach England, Frankreich und Holland.
Natürliche Vorkommen der Rosskastanie in Nordgriechenland wurden erst 1879 entdeckt, ein paar Jahre später wurde sie auch in Bulgarien nachgewiesen. Heute ist sie mit zerstreuten Vorkommen in Berg- und Schluchtwäldern der nördlichen Balkanhalbinsel (Albanien, Bulgarien und Griechenland) verbreitet.
Die Gattung Aesculus umfasst 13 Arten, die in Nordamerika, Südosteuropa und Süd- und Ostasien vorkommen. Einige werden auch bei uns kultiviert.
In Bauernhöfen wurde die Rosskastanie als sogenannter Hofbaum, meistens in der Nähe der landwirtschaftlichen Gebäude, gepflanzt. Schließlich erlangte sie in Biergärten große Beliebtheit, vor allem wegen des intensiven Schattens, den sie mit ihren großen Blättern spendet. Die Rosskastanie verbinden wir aber auch mit einem Innenhof oder einem Garten und einer Bank rings um den Stamm, eine gemütliche Atmosphäre ausstrahlend.
Sie können in großer Zahl (Abbildung 1) auftreten, sind konsolenförmig gestaltet, oberseits mit sehr harter Kruste und deutlichen Zuwachsrillen, die Wachstumsschüben im Laufe des Jahres entsprechen und nicht etwa als jährlicher Zuwachs anzusehen sind (Abbildung 3). Die Ernährungsgrundlage, die Menge des noch unzersetzten Holzes zeigt sich in der Stärke des Zuwachses (Abbildung 4). Die Farbe reicht von dunkel- über hellgrau, beige bis braun. Die Fruchtkörper wachsen streng geotropisch, fällt ein Baum mit Fruchtkörpern um, dann ändert sich im Weiteren die Orientierung des neuen Fruchtkörpers (Abbildung 5). Der Pilz zeigt somit an, wie er am stehenden Baum gewachsen ist und dass er am umgefallenen Baum die Orientierung geändert hat – für die Schadensbegutachtung ein wichtiges Merkmal.
Sie können in großer Zahl (Abbildung 1) auftreten, sind konsolenförmig gestaltet, oberseits mit sehr harter Kruste und deutlichen Zuwachsrillen, die Wachstumsschüben im Laufe des Jahres entsprechen und nicht etwa als jährlicher Zuwachs anzusehen sind (Abbildung 3). Die Ernährungsgrundlage, die Menge des noch unzersetzten Holzes zeigt sich in der Stärke des Zuwachses (Abbildung 4). Die Farbe reicht von dunkel- über hellgrau, beige bis braun. Die Fruchtkörper wachsen streng geotropisch, fällt ein Baum mit Fruchtkörpern um, dann ändert sich im Weiteren die Orientierung des neuen Fruchtkörpers (Abbildung 5). Der Pilz zeigt somit an, wie er am stehenden Baum gewachsen ist und dass er am umgefallenen Baum die Orientierung geändert hat – für die Schadensbegutachtung ein wichtiges Merkmal.
Abb. 1: Alte Buche, die etliche Fruchtkörper des Zunderschwammes zeigt. (Alle Fotos: I. Hagemann)
Die Blätter sind handförmig geteilt, in der Regel besteht ein Laubblatt aus fünf bis sieben Fiederblättern, die allesamt am Ende des Stieles stehen, aber unterschiedliche Größe haben; in jedem Fall ist das mittlere Fiederblatt das Größte. Diese sind in der Winterknospe „sorgfältig“ entlang der Blattnerven gefaltet und tragen in diesem Stadium ein dichtes Haarkleid (Abbildung 3). Im Laufe der nächsten Tage schieben sie sich vollständig aus der Knospe; zunächst hängen die Fiederblätter schlaff herunter (Abbildung 4). In diesem Stadium sind bereits einige Blütenstände zu sehen; diese stehen am Ende des in diesem Jahr gebildeten Sprossabschnittes und beschließen das diesjährige Sprosswachstum. Die Blütenknospen zeigen sich zu diesem Zeitpunkt nur als kleine Kugeln, die Kegelform der Blütenstände ist aber bereits zu erkennen. Es ist bewundernswert, dass der gesamte diesjährige Trieb samt Blütenstand in der Winterknospe vorhanden ist und bei entsprechenden Temperaturen nur aus der Knospe „herausgeschoben“ werden muss (Abbildung 5).
In den Blättern ist das Festigungsgewebe nunmehr erstarkt, so dass diese ihre endgültige Position einnehmen. Diesen ganzen Vorgang können Sie innerhalb weniger Tage Anfang April verfolgen, gewissermaßen in der Zeitlupe werden Sie die Entwicklung sehen und vielleicht sogar staunen.
Die großen Blütenstände (Abbildung 6) sind bereits Ende April voll entwickelt. Sie bestehen aus zahlreichen Teilblütenständen, die entlang der aufrechten Blütenstandsachse stehen. Innerhalb eines Teilblütenstandes erfolgt das Aufblühen in strenger Abfolge, die innersten Blüten starten zuerst.
Abb. 3: Die Fruchtkörper des Zunderschwammes können in großer Zahl den Wirtsbaum besiedeln.
Abb. 4: Die Menge des noch unzersetzten Holzes lässt sich an der Stärke des Zuwachses am Fruchtkörper ablsesen.
Abb. 5: Die streng geotropisch wachsenden Fruchtköper ändern am liegenden Stamm ihre Wuchsrichtung.
Der Zunderschwamm erzeugt eine intensive Weißfäule im Stamm. Bei starker Ausbreitung der Fäule können die Stämme brechen, zunächst erfolgt eine Holzversprödung, später Holzerweichung. Der Stamm bzw. Stämmling bricht vorzugsweise in der Nähe des Fruchtkörpers, so dass oftmals ein Stammrest von mehreren Metern Höhe stehenbleibt.
Die Fruchtkörper des Zunderschwammes wurden früher zum Anfachen des Feuers verwendet (Name!).
Der Zunderschwamm erzeugt eine intensive Weißfäule im Stamm. Bei starker Ausbreitung der Fäule können die Stämme brechen, zunächst erfolgt eine Holzversprödung, später Holzerweichung. Der Stamm bzw. Stämmling bricht vorzugsweise in der Nähe des Fruchtkörpers, so dass oftmals ein Stammrest von mehreren Metern Höhe stehenbleibt.
Die Fruchtkörper des Zunderschwammes wurden früher zum Anfachen des Feuers verwendet (Name!).
Die Rosskastanie wurde vom Kuratorium des Baumes 2005 zum Baum des Jahres gewählt.
Die Rosskastanie ist ein sommergrüner Laubbaum von stattlicher Gestalt. Sie ist schnellwüchsig und erreicht eine Höhe von bis zu 30 Metern mit einer Kronenbreite von 15-20 Metern. Die Krone kann etwas unregelmäßig geformt sein, weil einige Äste aus dem sogenannten Kronenverbund herauswachsen; dadurch entsteht eine wolkig aussehende Oberfläche der Krone. Die Baumkrone sitzt auf einem relativ kurzen Stamm, der sich frühzeitig am Stammkopf verzweigt. Eine durchgehende Hauptachse ist in der Krone nicht zu finden.
Vor den Eiszeiten war die Rosskastanie bei uns einheimisch, hat aber eine „Rückwanderung“ nicht vollzogen. Erst Ende des 16. Jahrhunderts erhielt der Botaniker und Arzt Carolus Clusius in Wien einige Samen, 1603 soll sie in den Gärten des Schönbrunner Schlosses in Wien zum ersten Mal erblüht sein. In der Barockzeit war sie sehr beliebt; sie wurde in Gärten und als Alleebaum kultiviert. Im 17. Jahrhundert kamen dann Samen nach England, Frankreich und Holland.
Natürliche Vorkommen der Rosskastanie in Nordgriechenland wurden erst 1879 entdeckt, ein paar Jahre später wurde sie auch in Bulgarien nachgewiesen. Heute ist sie mit zerstreuten Vorkommen in Berg- und Schluchtwäldern der nördlichen Balkanhalbinsel (Albanien, Bulgarien und Griechenland) verbreitet.
Die Gattung Aesculus umfasst 13 Arten, die in Nordamerika, Südosteuropa und Süd- und Ostasien vorkommen. Einige werden auch bei uns kultiviert.
In Bauernhöfen wurde die Rosskastanie als sogenannter Hofbaum, meistens in der Nähe der landwirtschaftlichen Gebäude, gepflanzt. Schließlich erlangte sie in Biergärten große Beliebtheit, vor allem wegen des intensiven Schattens, den sie mit ihren großen Blättern spendet. Die Rosskastanie verbinden wir aber auch mit einem Innenhof oder einem Garten und einer Bank rings um den Stamm, eine gemütliche Atmosphäre ausstrahlend.
Birkenporling
Der Birkenporling (Piptoporus betulinus (Bull.: Fr.) P. Karst.) wächst als Parasit an Birken, wobei für diesen Pilz nur die Birke als Wirtsbaum in Betracht kommt – er gilt als wirtsspezifisch. Da er nur bereits geschädigte Bäume befällt, gilt er als Schwächeparasit. Der Birkenporling ist auf der Nordhalbkugel weit verbreitet.
Die Fruchtkörper sind einjährig, hell bis beige gefärbt. Sie bilden sich an Stamm und Ästen (Abbildung 6). Die Pilzsporen dringen über Aststummel oder freiliegendes Holz in den Stamm ein. Die Fruchtkörper wachsen an einem Stil aus dem Stamm heraus. Der Pilz zerstört das Holz, ohne vorher sichtbar zu sein, er arbeitet gewissermaßen im Verborgenen. Die Fruchtkörper erscheinen erst, wenn die Stammbereiche schon abgestorben sind. Im jungen Stadium sind sie kugelförmig, später halbkreis- bis nierenähnlich geformt und können eine Breite von 30 Zentimetern erreichen (Abbildung 7). Sie zeigen keinerlei Zonierung, zunächst sind sie rein weiß, später färbt sich die ledrig-häutige Pilzoberseite graubraun bis zimtfarben, die Unterseite der konsolenartigen Fruchtkörper ist grauweiß.
Birkenporling
Der Birkenporling (Piptoporus betulinus (Bull.: Fr.) P. Karst.) wächst als Parasit an Birken, wobei für diesen Pilz nur die Birke als Wirtsbaum in Betracht kommt – er gilt als wirtsspezifisch. Da er nur bereits geschädigte Bäume befällt, gilt er als Schwächeparasit. Der Birkenporling ist auf der Nordhalbkugel weit verbreitet.
Die Fruchtkörper sind einjährig, hell bis beige gefärbt. Sie bilden sich an Stamm und Ästen (Abbildung 6). Die Pilzsporen dringen über Aststummel oder freiliegendes Holz in den Stamm ein. Die Fruchtkörper wachsen an einem Stil aus dem Stamm heraus. Der Pilz zerstört das Holz, ohne vorher sichtbar zu sein, er arbeitet gewissermaßen im Verborgenen. Die Fruchtkörper erscheinen erst, wenn die Stammbereiche schon abgestorben sind. Im jungen Stadium sind sie kugelförmig, später halbkreis- bis nierenähnlich geformt und können eine Breite von 30 Zentimetern erreichen (Abbildung 7). Sie zeigen keinerlei Zonierung, zunächst sind sie rein weiß, später färbt sich die ledrig-häutige Pilzoberseite graubraun bis zimtfarben, die Unterseite der konsolenartigen Fruchtkörper ist grauweiß.
Abb. 6: Die einjährigen Fruchtköper des Birkenporlings sind knollen- bis konsolenförmig und zunächst weiß bis gelblich gefärbt.
Die Blätter sind handförmig geteilt, in der Regel besteht ein Laubblatt aus fünf bis sieben Fiederblättern, die allesamt am Ende des Stieles stehen, aber unterschiedliche Größe haben; in jedem Fall ist das mittlere Fiederblatt das Größte. Diese sind in der Winterknospe „sorgfältig“ entlang der Blattnerven gefaltet und tragen in diesem Stadium ein dichtes Haarkleid (Abbildung 3). Im Laufe der nächsten Tage schieben sie sich vollständig aus der Knospe; zunächst hängen die Fiederblätter schlaff herunter (Abbildung 4). In diesem Stadium sind bereits einige Blütenstände zu sehen; diese stehen am Ende des in diesem Jahr gebildeten Sprossabschnittes und beschließen das diesjährige Sprosswachstum. Die Blütenknospen zeigen sich zu diesem Zeitpunkt nur als kleine Kugeln, die Kegelform der Blütenstände ist aber bereits zu erkennen. Es ist bewundernswert, dass der gesamte diesjährige Trieb samt Blütenstand in der Winterknospe vorhanden ist und bei entsprechenden Temperaturen nur aus der Knospe „herausgeschoben“ werden muss (Abbildung 5).
In den Blättern ist das Festigungsgewebe nunmehr erstarkt, so dass diese ihre endgültige Position einnehmen. Diesen ganzen Vorgang können Sie innerhalb weniger Tage Anfang April verfolgen, gewissermaßen in der Zeitlupe werden Sie die Entwicklung sehen und vielleicht sogar staunen.
Die großen Blütenstände (Abbildung 6) sind bereits Ende April voll entwickelt. Sie bestehen aus zahlreichen Teilblütenständen, die entlang der aufrechten Blütenstandsachse stehen. Innerhalb eines Teilblütenstandes erfolgt das Aufblühen in strenger Abfolge, die innersten Blüten starten zuerst.
Abb. 7: Ältere Fruchtkörper haben eine ledrig-häutige Pilzoberseite in graubraun bis zimtfarben.
Abb. 8: Am liegenden Holz bildet der Birkenporling noch einige Zeit neue Fruchtkörper.
Der Birkenporling verursacht eine intensive Braunfäule, die sich zur Stammbasis hin ausbreitet. Diese führt zu einer Holzversprödung und schließlich zum Stammbruch. Bleiben die Stammteile liegen, dann kann der Birkenporling noch einige Jahre Pilzfruchtkörper bilden (Abbildung 8).
Doch Achtung, wenn Fruchtkörper erscheinen, ist bereits die Bruchsicherheit nicht mehr gegeben, deshalb sind Birken mit Pilzfruchtkörpern umgehend zu fällen.
Schuppiger Porling
Der Schuppige Porling (Polyporus squamosus (Hudson.: Fr.) Fr.) wächst an verschiedenen Laubbaumarten, insbesondere an Linde, Weide, Ahorn, Esche und Pappel, wobei er als Wundparasit das Kernholz von Starkästen, Stämmlingen und Stämmen befällt.
Die Fruchtkörper können sich bis zu 40 Zentimeter breiten halbkreisförmigen Hüten entwickeln. Sie sind einjährig, stehen einzeln oder dachziegelartig beieinander (Abbildung 9). Die gestielten Pilzkonsolen haben eine hellgelbliche Hutoberseite mit dunkleren Schuppen (Name!), die eine konzentrische Anordnung zeigen (Abbildung 10). Die Poren auf der Hutunterseite sind eckig bis oval geformt und aufgrund ihrer Größe deutlich zu erkennen (Abbildung 11).
Der Birkenporling verursacht eine intensive Braunfäule, die sich zur Stammbasis hin ausbreitet. Diese führt zu einer Holzversprödung und schließlich zum Stammbruch. Bleiben die Stammteile liegen, dann kann der Birkenporling noch einige Jahre Pilzfruchtkörper bilden (Abbildung 8).
Doch Achtung, wenn Fruchtkörper erscheinen, ist bereits die Bruchsicherheit nicht mehr gegeben, deshalb sind Birken mit Pilzfruchtkörpern umgehend zu fällen.
Schuppiger Porling
Der Schuppige Porling (Polyporus squamosus (Hudson.: Fr.) Fr.) wächst an verschiedenen Laubbaumarten, insbesondere an Linde, Weide, Ahorn, Esche und Pappel, wobei er als Wundparasit das Kernholz von Starkästen, Stämmlingen und Stämmen befällt.
Die Fruchtkörper können sich bis zu 40 Zentimeter breiten halbkreisförmigen Hüten entwickeln. Sie sind einjährig, stehen einzeln oder dachziegelartig beieinander (Abbildung 9). Die gestielten Pilzkonsolen haben eine hellgelbliche Hutoberseite mit dunkleren Schuppen (Name!), die eine konzentrische Anordnung zeigen (Abbildung 10). Die Poren auf der Hutunterseite sind eckig bis oval geformt und aufgrund ihrer Größe deutlich zu erkennen (Abbildung 11).
Abb. 9: Die Fruchtkörper des Schuppigen Porlings sind einjährig, stehen einzeln oder dachziegelartig beieinander und ...
Abb. 10: … zeigen eine konzentrische Anordnung der Schuppen.
Abb. 11: Die Poren auf der Hutunterseite sind eckig bis oval geformt und deutlich zu erkennen.
Der Schuppige Porling verursacht eine ausgeprägte Weißfäule, die zu einer erheblichen Verringerung der Bruchsicherheit führt.
Eichen-Feuerschwamm
Der Eichen-Feuerschwamm (Fomitoporia robusta (P. Karst.) Bourd. & Galz.) wächst als Parasit an den Stämmen älterer Eichen und auch an Edelkastanien.
Die Fruchtkörper sind mehrjährig, hart, konsolenförmig (Abbildung 12) oder knollenförmig mit zimtgelben Poren (Abbildung 13). Sie können eine Höhe von 20 Zentimetern erreichen. Oftmals entstehen um die Fruchtkörper durch ein Wachstumsdefizit des Holzes nekrotische Rindenrinnen. Unterhalb alter Fruchtkörper zimmern Spechte ihre Höhlen, da das faule Holz geringen Widerstand bietet.
Der Schuppige Porling verursacht eine ausgeprägte Weißfäule, die zu einer erheblichen Verringerung der Bruchsicherheit führt.
Eichen-Feuerschwamm
Der Eichen-Feuerschwamm (Fomitoporia robusta (P. Karst.) Bourd. & Galz.) wächst als Parasit an den Stämmen älterer Eichen und auch an Edelkastanien.
Die Fruchtkörper sind mehrjährig, hart, konsolenförmig (Abbildung 12) oder knollenförmig mit zimtgelben Poren (Abbildung 13). Sie können eine Höhe von 20 Zentimetern erreichen. Oftmals entstehen um die Fruchtkörper durch ein Wachstumsdefizit des Holzes nekrotische Rindenrinnen. Unterhalb alter Fruchtkörper zimmern Spechte ihre Höhlen, da das faule Holz geringen Widerstand bietet.
Abb.12: Die Fruchtkörper des Eichen-Feuerschwamms sind mehrjährig, hart und konsolenförmig oder auch …
Abb. 13: … knollenförmig. Sie haben auf der Hutunterseite zimtfarbene Poren.
Abb. 14: Der Eichen-Feuerschwamm verursacht eine Weißfäule zuerst im Splintholz, später auch im Kernholz.
Die Rosskastanie wurde vom Kuratorium des Baumes 2005 zum Baum des Jahres gewählt.
Die Rosskastanie ist ein sommergrüner Laubbaum von stattlicher Gestalt. Sie ist schnellwüchsig und erreicht eine Höhe von bis zu 30 Metern mit einer Kronenbreite von 15-20 Metern. Die Krone kann etwas unregelmäßig geformt sein, weil einige Äste aus dem sogenannten Kronenverbund herauswachsen; dadurch entsteht eine wolkig aussehende Oberfläche der Krone. Die Baumkrone sitzt auf einem relativ kurzen Stamm, der sich frühzeitig am Stammkopf verzweigt. Eine durchgehende Hauptachse ist in der Krone nicht zu finden.
Vor den Eiszeiten war die Rosskastanie bei uns einheimisch, hat aber eine „Rückwanderung“ nicht vollzogen. Erst Ende des 16. Jahrhunderts erhielt der Botaniker und Arzt Carolus Clusius in Wien einige Samen, 1603 soll sie in den Gärten des Schönbrunner Schlosses in Wien zum ersten Mal erblüht sein. In der Barockzeit war sie sehr beliebt; sie wurde in Gärten und als Alleebaum kultiviert. Im 17. Jahrhundert kamen dann Samen nach England, Frankreich und Holland.
Natürliche Vorkommen der Rosskastanie in Nordgriechenland wurden erst 1879 entdeckt, ein paar Jahre später wurde sie auch in Bulgarien nachgewiesen. Heute ist sie mit zerstreuten Vorkommen in Berg- und Schluchtwäldern der nördlichen Balkanhalbinsel (Albanien, Bulgarien und Griechenland) verbreitet.
Die Gattung Aesculus umfasst 13 Arten, die in Nordamerika, Südosteuropa und Süd- und Ostasien vorkommen. Einige werden auch bei uns kultiviert.
In Bauernhöfen wurde die Rosskastanie als sogenannter Hofbaum, meistens in der Nähe der landwirtschaftlichen Gebäude, gepflanzt. Schließlich erlangte sie in Biergärten große Beliebtheit, vor allem wegen des intensiven Schattens, den sie mit ihren großen Blättern spendet. Die Rosskastanie verbinden wir aber auch mit einem Innenhof oder einem Garten und einer Bank rings um den Stamm, eine gemütliche Atmosphäre ausstrahlend.
Der Eichen-Feuerschwamm verursacht eine, zunächst auf das Splintholz begrenzte Weißfäule, erst in einem späteren Stadium wird auch das Kernholz befallen (Abbildung 14). Da der Holzabbau nur langsam voran geht, können die betroffenen Bäume noch lange erhalten werden. Letztendlich kommt es zum Sprödbruch, oft in der Nähe der Fruchtkörper.
Kiefern-Feuerschwamm
Der Kiefern-Feuerschwamm (Phellinus pini (Brot.: Fr.) A. Ames) ist ein gefürchteter Stammfäuleerreger. Er befällt ältere Kiefernstämme, in die er über Stammwunden oder tote Aststummel, oftmals in größerer Stammhöhe, eindringt.
Die Fruchtkörper sind mehrjährig, hart, knollenförmig oder konsolenförmig (Abbildung 15). Sie werden bis 12 Zentimeter breit. Der Hut ist auf der Oberseite zunächst rostbraun, später dunkelbraun und hat eine filzige Oberfläche.
Der Kiefern-Feuerschwamm erzeugt im Holz eine Fäule, die auf bestimmte Ringzonen beschränkt ist. Sie hat zunächst eine rötlichbraune Farbe (Abbildung 16), später bilden sich weiße Flecken und schließlich kommt es zu einer Weißlochfäule.
Mit dem Kiefern-Feuerschwamm befallene Bäume können plötzlich und ohne weitere Anzeichen umkippen.
Schwefelporling
Der Schwefelporling (Laetiporus sulphureus (Bull.: Fr.) Murill), ein parasitisch im Kernholz der Stämme und an dickeren Ästen wachsender Pilz, kommt vor allem an Robinie, Eiche und Weide am gesamten Stamm vor (Abbildung 17).
Der Eichen-Feuerschwamm verursacht eine, zunächst auf das Splintholz begrenzte Weißfäule, erst in einem späteren Stadium wird auch das Kernholz befallen (Abbildung 14). Da der Holzabbau nur langsam voran geht, können die betroffenen Bäume noch lange erhalten werden. Letztendlich kommt es zum Sprödbruch, oft in der Nähe der Fruchtkörper.
Kiefern-Feuerschwamm
Der Kiefern-Feuerschwamm (Phellinus pini (Brot.: Fr.) A. Ames) ist ein gefürchteter Stammfäuleerreger. Er befällt ältere Kiefernstämme, in die er über Stammwunden oder tote Aststummel, oftmals in größerer Stammhöhe, eindringt.
Die Fruchtkörper sind mehrjährig, hart, knollenförmig oder konsolenförmig (Abbildung 15). Sie werden bis 12 Zentimeter breit. Der Hut ist auf der Oberseite zunächst rostbraun, später dunkelbraun und hat eine filzige Oberfläche.
Der Kiefern-Feuerschwamm erzeugt im Holz eine Fäule, die auf bestimmte Ringzonen beschränkt ist. Sie hat zunächst eine rötlichbraune Farbe (Abbildung 16), später bilden sich weiße Flecken und schließlich kommt es zu einer Weißlochfäule.
Mit dem Kiefern-Feuerschwamm befallene Bäume können plötzlich und ohne weitere Anzeichen umkippen.
Schwefelporling
Der Schwefelporling (Laetiporus sulphureus (Bull.: Fr.) Murill), ein parasitisch im Kernholz der Stämme und an dickeren Ästen wachsender Pilz, kommt vor allem an Robinie, Eiche und Weide am gesamten Stamm vor (Abbildung 17).
Abb. 15: Auch der Kiefern-Feuerschwamm hat konsolenförmige Fruchtkörper, deren Oberseite zunächst rostbraun, später dunkelbraun gefärbt ist.
Abb. 16: Die Fäule im Holz ist auf bestimmte Ringzonen beschränkt. Sie hat zunächst eine rötlichbraune Farbe.
Die Blätter sind handförmig geteilt, in der Regel besteht ein Laubblatt aus fünf bis sieben Fiederblättern, die allesamt am Ende des Stieles stehen, aber unterschiedliche Größe haben; in jedem Fall ist das mittlere Fiederblatt das Größte. Diese sind in der Winterknospe „sorgfältig“ entlang der Blattnerven gefaltet und tragen in diesem Stadium ein dichtes Haarkleid (Abbildung 3). Im Laufe der nächsten Tage schieben sie sich vollständig aus der Knospe; zunächst hängen die Fiederblätter schlaff herunter (Abbildung 4). In diesem Stadium sind bereits einige Blütenstände zu sehen; diese stehen am Ende des in diesem Jahr gebildeten Sprossabschnittes und beschließen das diesjährige Sprosswachstum. Die Blütenknospen zeigen sich zu diesem Zeitpunkt nur als kleine Kugeln, die Kegelform der Blütenstände ist aber bereits zu erkennen. Es ist bewundernswert, dass der gesamte diesjährige Trieb samt Blütenstand in der Winterknospe vorhanden ist und bei entsprechenden Temperaturen nur aus der Knospe „herausgeschoben“ werden muss (Abbildung 5).
In den Blättern ist das Festigungsgewebe nunmehr erstarkt, so dass diese ihre endgültige Position einnehmen. Diesen ganzen Vorgang können Sie innerhalb weniger Tage Anfang April verfolgen, gewissermaßen in der Zeitlupe werden Sie die Entwicklung sehen und vielleicht sogar staunen.
Die großen Blütenstände (Abbildung 6) sind bereits Ende April voll entwickelt. Sie bestehen aus zahlreichen Teilblütenständen, die entlang der aufrechten Blütenstandsachse stehen. Innerhalb eines Teilblütenstandes erfolgt das Aufblühen in strenger Abfolge, die innersten Blüten starten zuerst.
Abb. 17: Der Schwefelporling ist mit seinen gelben Fruchtkörpern schon von Ferne zu sehen.
Abb. 18: Sie sind einjährig, von fleischiger Konsistenz, gelb bis orange gefärbt und stehen konsolenartig übereinander.
Die Fruchtkörper sind einjährig, von fleischiger Konsistenz, gelb bis orange gefärbt und stehen konsolenartig übereinander (Abbildung 18). Sie können bis zu 35 Zentimeter breit werden und am gesamten Stamm auftreten. Sie erscheinen von Mai bis zum Herbst.
Der Schwefelporling dringt über Wunden in den Stamm ein und erzeugt eine intensive Braunfäule im Kernholz, das dann eine würfelartige Konsistenz zeigt. Die Bruchsicherheit ist erheblich beeinträchtigt; schließlich kommt es zum plötzlichen Versagen durch einen Sprödbruch.
Zottiger Schillerporling
Der Zottige Schillerporling (Ionotus hispidus (Bull.: Fr.) P. Karst.) wächst vorzugsweise an alten Eschen, Platanen, Walnuss- und Apfelbäumen, und zwar als Parasit an Wunden von Stämmlingen und Stämmen.
Die Fruchtkörper sind einjährig, anfangs weich und mit wulstigem Rand (Abbildung 19), gelblich bis rostrot, später zeigen sie einen dünnen Rand und färben sich dunkelbraun. Die Hutoberfläche ist von einem zottigen Filz bedeckt. Sie bilden bis zu 30 Zentimeter breite Konsolen, die oftmals in größerer Zahl zusammenstehen (Abbildung 20).
Die Fruchtkörper sind einjährig, von fleischiger Konsistenz, gelb bis orange gefärbt und stehen konsolenartig übereinander (Abbildung 18). Sie können bis zu 35 Zentimeter breit werden und am gesamten Stamm auftreten. Sie erscheinen von Mai bis zum Herbst.
Der Schwefelporling dringt über Wunden in den Stamm ein und erzeugt eine intensive Braunfäule im Kernholz, das dann eine würfelartige Konsistenz zeigt. Die Bruchsicherheit ist erheblich beeinträchtigt; schließlich kommt es zum plötzlichen Versagen durch einen Sprödbruch.
Zottiger Schillerporling
Der Zottige Schillerporling (Ionotus hispidus (Bull.: Fr.) P. Karst.) wächst vorzugsweise an alten Eschen, Platanen, Walnuss- und Apfelbäumen, und zwar als Parasit an Wunden von Stämmlingen und Stämmen.
Die Fruchtkörper sind einjährig, anfangs weich und mit wulstigem Rand (Abbildung 19), gelblich bis rostrot, später zeigen sie einen dünnen Rand und färben sich dunkelbraun. Die Hutoberfläche ist von einem zottigen Filz bedeckt. Sie bilden bis zu 30 Zentimeter breite Konsolen, die oftmals in größerer Zahl zusammenstehen (Abbildung 20).
Die Blätter sind handförmig geteilt, in der Regel besteht ein Laubblatt aus fünf bis sieben Fiederblättern, die allesamt am Ende des Stieles stehen, aber unterschiedliche Größe haben; in jedem Fall ist das mittlere Fiederblatt das Größte. Diese sind in der Winterknospe „sorgfältig“ entlang der Blattnerven gefaltet und tragen in diesem Stadium ein dichtes Haarkleid (Abbildung 3). Im Laufe der nächsten Tage schieben sie sich vollständig aus der Knospe; zunächst hängen die Fiederblätter schlaff herunter (Abbildung 4). In diesem Stadium sind bereits einige Blütenstände zu sehen; diese stehen am Ende des in diesem Jahr gebildeten Sprossabschnittes und beschließen das diesjährige Sprosswachstum. Die Blütenknospen zeigen sich zu diesem Zeitpunkt nur als kleine Kugeln, die Kegelform der Blütenstände ist aber bereits zu erkennen. Es ist bewundernswert, dass der gesamte diesjährige Trieb samt Blütenstand in der Winterknospe vorhanden ist und bei entsprechenden Temperaturen nur aus der Knospe „herausgeschoben“ werden muss (Abbildung 5).
In den Blättern ist das Festigungsgewebe nunmehr erstarkt, so dass diese ihre endgültige Position einnehmen. Diesen ganzen Vorgang können Sie innerhalb weniger Tage Anfang April verfolgen, gewissermaßen in der Zeitlupe werden Sie die Entwicklung sehen und vielleicht sogar staunen.
Die großen Blütenstände (Abbildung 6) sind bereits Ende April voll entwickelt. Sie bestehen aus zahlreichen Teilblütenständen, die entlang der aufrechten Blütenstandsachse stehen. Innerhalb eines Teilblütenstandes erfolgt das Aufblühen in strenger Abfolge, die innersten Blüten starten zuerst.
Abb. 19: Die Fruchtkörper des Zottigen Schillerporlings sind einjährig, anfangs weich und mit wulstigem Rand.
Abb. 20: Sie bilden bis 30 Zentimeter breite Konsolen, die oftmals in größerer Zahl zusammenstehen.
Die Rosskastanie wurde vom Kuratorium des Baumes 2005 zum Baum des Jahres gewählt.
Die Rosskastanie ist ein sommergrüner Laubbaum von stattlicher Gestalt. Sie ist schnellwüchsig und erreicht eine Höhe von bis zu 30 Metern mit einer Kronenbreite von 15-20 Metern. Die Krone kann etwas unregelmäßig geformt sein, weil einige Äste aus dem sogenannten Kronenverbund herauswachsen; dadurch entsteht eine wolkig aussehende Oberfläche der Krone. Die Baumkrone sitzt auf einem relativ kurzen Stamm, der sich frühzeitig am Stammkopf verzweigt. Eine durchgehende Hauptachse ist in der Krone nicht zu finden.
Vor den Eiszeiten war die Rosskastanie bei uns einheimisch, hat aber eine „Rückwanderung“ nicht vollzogen. Erst Ende des 16. Jahrhunderts erhielt der Botaniker und Arzt Carolus Clusius in Wien einige Samen, 1603 soll sie in den Gärten des Schönbrunner Schlosses in Wien zum ersten Mal erblüht sein. In der Barockzeit war sie sehr beliebt; sie wurde in Gärten und als Alleebaum kultiviert. Im 17. Jahrhundert kamen dann Samen nach England, Frankreich und Holland.
Natürliche Vorkommen der Rosskastanie in Nordgriechenland wurden erst 1879 entdeckt, ein paar Jahre später wurde sie auch in Bulgarien nachgewiesen. Heute ist sie mit zerstreuten Vorkommen in Berg- und Schluchtwäldern der nördlichen Balkanhalbinsel (Albanien, Bulgarien und Griechenland) verbreitet.
Die Gattung Aesculus umfasst 13 Arten, die in Nordamerika, Südosteuropa und Süd- und Ostasien vorkommen. Einige werden auch bei uns kultiviert.
In Bauernhöfen wurde die Rosskastanie als sogenannter Hofbaum, meistens in der Nähe der landwirtschaftlichen Gebäude, gepflanzt. Schließlich erlangte sie in Biergärten große Beliebtheit, vor allem wegen des intensiven Schattens, den sie mit ihren großen Blättern spendet. Die Rosskastanie verbinden wir aber auch mit einem Innenhof oder einem Garten und einer Bank rings um den Stamm, eine gemütliche Atmosphäre ausstrahlend.
Auch nach dem Absterben bleiben die Fruchtkörper noch länger am Baum, allerdings sind sie dann schwarz gefärbt und sehen aus, als wären sie verkohlt (Abbildung 21). Der Zottige Schillerporling bewirkt eine intensive Weißfäule, durch die es zu einem Sprödbruch kommt.
Schmetterlingstramete
Die Schmetterlingstramete (Trametes versicolor (L.: Fr.) Pilat) wächst vor allem an Laubbäumen und zwar als Wundparasit an freiliegendem Holz, das durch Anfahrschäden und Astabschnitte ungeschützt ist. Die Fruchtkörper sind einjährig, dünn – sie werden nur zwei Millimeter dick – jedoch das ganze Jahr über vorhanden. Nicht ausgewachsene Fruchtkörper können im Frühjahr weiter wachsen. Sie stehen konsolenartig in großer Zahl übereinander und zeigen helle sowie dunkelgraue Bänderung und samtigen Überzug (Abbildung 22), aber auch Fruchtkörper mit gelblicher und rötlicher Bänderung sind zu finden (Abbildung (23).
Auch nach dem Absterben bleiben die Fruchtkörper noch länger am Baum, allerdings sind sie dann schwarz gefärbt und sehen aus, als wären sie verkohlt (Abbildung 21). Der Zottige Schillerporling bewirkt eine intensive Weißfäule, durch die es zu einem Sprödbruch kommt.
Schmetterlingstramete
Die Schmetterlingstramete (Trametes versicolor (L.: Fr.) Pilat) wächst vor allem an Laubbäumen und zwar als Wundparasit an freiliegendem Holz, das durch Anfahrschäden und Astabschnitte ungeschützt ist. Die Fruchtkörper sind einjährig, dünn – sie werden nur zwei Millimeter dick – jedoch das ganze Jahr über vorhanden. Nicht ausgewachsene Fruchtkörper können im Frühjahr weiter wachsen. Sie stehen konsolenartig in großer Zahl übereinander und zeigen helle sowie dunkelgraue Bänderung und samtigen Überzug (Abbildung 22), aber auch Fruchtkörper mit gelblicher und rötlicher Bänderung sind zu finden (Abbildung (23).
Abb. 21: Nach dem Absterben bleiben die Fruchtkörper noch länger am Baum, allerdings sind sie dann schwarz gefärbt.
Die Blätter sind handförmig geteilt, in der Regel besteht ein Laubblatt aus fünf bis sieben Fiederblättern, die allesamt am Ende des Stieles stehen, aber unterschiedliche Größe haben; in jedem Fall ist das mittlere Fiederblatt das Größte. Diese sind in der Winterknospe „sorgfältig“ entlang der Blattnerven gefaltet und tragen in diesem Stadium ein dichtes Haarkleid (Abbildung 3). Im Laufe der nächsten Tage schieben sie sich vollständig aus der Knospe; zunächst hängen die Fiederblätter schlaff herunter (Abbildung 4). In diesem Stadium sind bereits einige Blütenstände zu sehen; diese stehen am Ende des in diesem Jahr gebildeten Sprossabschnittes und beschließen das diesjährige Sprosswachstum. Die Blütenknospen zeigen sich zu diesem Zeitpunkt nur als kleine Kugeln, die Kegelform der Blütenstände ist aber bereits zu erkennen. Es ist bewundernswert, dass der gesamte diesjährige Trieb samt Blütenstand in der Winterknospe vorhanden ist und bei entsprechenden Temperaturen nur aus der Knospe „herausgeschoben“ werden muss (Abbildung 5).
In den Blättern ist das Festigungsgewebe nunmehr erstarkt, so dass diese ihre endgültige Position einnehmen. Diesen ganzen Vorgang können Sie innerhalb weniger Tage Anfang April verfolgen, gewissermaßen in der Zeitlupe werden Sie die Entwicklung sehen und vielleicht sogar staunen.
Die großen Blütenstände (Abbildung 6) sind bereits Ende April voll entwickelt. Sie bestehen aus zahlreichen Teilblütenständen, die entlang der aufrechten Blütenstandsachse stehen. Innerhalb eines Teilblütenstandes erfolgt das Aufblühen in strenger Abfolge, die innersten Blüten starten zuerst.
Abb. 22: Die zarten Fruchtkörper der Schmetterlings-Tramete stehen konsolenartig in großer Zahl übereinander; sie zeigen helle sowie dunkelgraue Bänderung und samtigen Überzug …
Abb. 23: … oder sie haben eine gelbliche und rötliche Bänderung.
Die Schmetterlingstramete gilt als einer der wichtigsten holzerstörenden Pilze, sie bewirkt eine intensive Weißfäule.
Eichenwirrling
Der Eichenwirrling (Daedalea quercina (L.: Fr.) Fr.) ist ein Schwächeparasit, der an unseren Eichen-Arten, vor allem am Stamm und an Starkästen, aber auch als Saprophyt an liegendem Holz und an Stubben vorkommt. Dabei bevorzugt er Stellen, an denen das Kernholz nicht von Rinde geschützt ist. Er wächst auch an der Amerikanischen Rot-Eiche, die gern als Straßen- und Parkbaum bei uns gepflanzt wird.
Die Fruchtkörper sind derb, mehrjährig und wachsen konsolenfömig. Sie können bis zu 20 Zentimeter groß werden. Die Oberseite ist flach, beigefarben und zeigt durch unterschiedliche Strukturen deutliche Zonen (Abbildung 24). Die Unterseite ist mit labyrinthartig verzweigten Röhren sehr einzigartig; diese Lamellen sind ein eindeutiges Erkennungsmerkmal (Abbildung 25).
Die Schmetterlingstramete gilt als einer der wichtigsten holzerstörenden Pilze, sie bewirkt eine intensive Weißfäule.
Eichenwirrling
Der Eichenwirrling (Daedalea quercina (L.: Fr.) Fr.) ist ein Schwächeparasit, der an unseren Eichen-Arten, vor allem am Stamm und an Starkästen, aber auch als Saprophyt an liegendem Holz und an Stubben vorkommt. Dabei bevorzugt er Stellen, an denen das Kernholz nicht von Rinde geschützt ist. Er wächst auch an der Amerikanischen Rot-Eiche, die gern als Straßen- und Parkbaum bei uns gepflanzt wird.
Die Fruchtkörper sind derb, mehrjährig und wachsen konsolenfömig. Sie können bis zu 20 Zentimeter groß werden. Die Oberseite ist flach, beigefarben und zeigt durch unterschiedliche Strukturen deutliche Zonen (Abbildung 24). Die Unterseite ist mit labyrinthartig verzweigten Röhren sehr einzigartig; diese Lamellen sind ein eindeutiges Erkennungsmerkmal (Abbildung 25).
Die Blätter sind handförmig geteilt, in der Regel besteht ein Laubblatt aus fünf bis sieben Fiederblättern, die allesamt am Ende des Stieles stehen, aber unterschiedliche Größe haben; in jedem Fall ist das mittlere Fiederblatt das Größte. Diese sind in der Winterknospe „sorgfältig“ entlang der Blattnerven gefaltet und tragen in diesem Stadium ein dichtes Haarkleid (Abbildung 3). Im Laufe der nächsten Tage schieben sie sich vollständig aus der Knospe; zunächst hängen die Fiederblätter schlaff herunter (Abbildung 4). In diesem Stadium sind bereits einige Blütenstände zu sehen; diese stehen am Ende des in diesem Jahr gebildeten Sprossabschnittes und beschließen das diesjährige Sprosswachstum. Die Blütenknospen zeigen sich zu diesem Zeitpunkt nur als kleine Kugeln, die Kegelform der Blütenstände ist aber bereits zu erkennen. Es ist bewundernswert, dass der gesamte diesjährige Trieb samt Blütenstand in der Winterknospe vorhanden ist und bei entsprechenden Temperaturen nur aus der Knospe „herausgeschoben“ werden muss (Abbildung 5).
In den Blättern ist das Festigungsgewebe nunmehr erstarkt, so dass diese ihre endgültige Position einnehmen. Diesen ganzen Vorgang können Sie innerhalb weniger Tage Anfang April verfolgen, gewissermaßen in der Zeitlupe werden Sie die Entwicklung sehen und vielleicht sogar staunen.
Die großen Blütenstände (Abbildung 6) sind bereits Ende April voll entwickelt. Sie bestehen aus zahlreichen Teilblütenständen, die entlang der aufrechten Blütenstandsachse stehen. Innerhalb eines Teilblütenstandes erfolgt das Aufblühen in strenger Abfolge, die innersten Blüten starten zuerst.
Abb. 24: Die Fruchtkörper des Eichen-Wirrlings sind flach, beigefarben und zeigen unterschiedliche Strukturen auf der Hutoberseite.
Abb. 25: Die Hutunterseite ist mit ihren labyrinthähnlich verzweigten Röhren einzigartig.
Der Eichenwirrling bewirkt eine Braunfäule mit intensiver Holzzersetzung im Kernholz und schließlich einen Sprödbruch.
Fazit
Holzzerstörende Pilze können wie bereits der Name sagt, für große Schäden an den befallenen Bäumen sorgen, zudem stehen sie im Focus im Hinblick auf die Verkehrssicherheit. Deshalb sollte beim Auftreten von Pilzfruchtkörpern festgestellt werden, um welche Pilzart es sich handelt, damit die geeigneten Maßnahmen unternommen werden, beispielsweise eine weitergehende Untersuchung. Diese soll klären, wie stark der Baum bereits geschädigt und ob gegebenenfalls eine Fällung angezeigt ist.
Die hier vorgenommene Gliederung des Beitrags in „Pilze an Stammbasis und Wurzeln“ und „Pilze am Stamm und an Starkästen“ (= vorliegender Teilbeitrag) hat einen ganz praktischen Grund. Sie soll dazu dienen, holzzerstörende Pilze aufgrund ihres Vorkommens am Baum leichter zu bestimmen, denn die allermeisten Arten kommen nur an bestimmten Stellen vor, wodurch die Anzahl der infrage kommenden Pilzarten bereits eingeschränkt ist.
Autorin: Dr. Isolde Hagemann | Greenkeepers Journal 2/2020
Literatur
BUTIN, H., 1996: Krankheiten der Wald- und Parkbäume. Georg Thieme Verlag Stuttgart, New York. 261 S.
JAHN, H., 2005: Pilze an Bäumen. Patzer Verlag. 275 S.
WEBER, K. und C. MATTHECK, 2001: Taschenbuch der Holzfäulen im Baum. Forschungszentrum Karlsruhe GmbH. 127 S.
Der Eichenwirrling bewirkt eine Braunfäule mit intensiver Holzzersetzung im Kernholz und schließlich einen Sprödbruch.
Fazit
Holzzerstörende Pilze können wie bereits der Name sagt, für große Schäden an den befallenen Bäumen sorgen, zudem stehen sie im Focus im Hinblick auf die Verkehrssicherheit. Deshalb sollte beim Auftreten von Pilzfruchtkörpern festgestellt werden, um welche Pilzart es sich handelt, damit die geeigneten Maßnahmen unternommen werden, beispielsweise eine weitergehende Untersuchung. Diese soll klären, wie stark der Baum bereits geschädigt und ob gegebenenfalls eine Fällung angezeigt ist.
Die hier vorgenommene Gliederung des Beitrags in „Pilze an Stammbasis und Wurzeln“ und „Pilze am Stamm und an Starkästen“ (= vorliegender Teilbeitrag) hat einen ganz praktischen Grund. Sie soll dazu dienen, holzzerstörende Pilze aufgrund ihres Vorkommens am Baum leichter zu bestimmen, denn die allermeisten Arten kommen nur an bestimmten Stellen vor, wodurch die Anzahl der infrage kommenden Pilzarten bereits eingeschränkt ist.
Autorin: Dr. Isolde Hagemann | Greenkeepers Journal 2/2020
Literatur
BUTIN, H., 1996: Krankheiten der Wald- und Parkbäume. Georg Thieme Verlag Stuttgart, New York. 261 S.
JAHN, H., 2005: Pilze an Bäumen. Patzer Verlag. 275 S.
WEBER, K. und C. MATTHECK, 2001: Taschenbuch der Holzfäulen im Baum. Forschungszentrum Karlsruhe GmbH. 127 S.