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Echter Zunderschwamm

Steckbrief – Holzzerstörende Pilz-Arten

Der Echte Zunderschwamm gehört in die Gruppe der Porlinge im weiteren Sinne. Diese haben in der Regel zähe bis holzartige Fruchtkörper, die auf der Unterseite des Hutes je nach Pilzart unterschiedlich geformte Poren haben.

 

Aussehen

Der Echte Zunderschwamm zählt zu den auffälligsten Großporlingen und bildet konsolenartige Fruchtkörper, die 10 bis 50 cm breit und viele Jahre alt werden können. Die Hutoberseite ist bei älteren Fruchtkörpern grau bis schwärzlich gefärbt (Abbildung 1). Im jungen Stadium zeigen sie eine bräunliche Färbung (Abbildung 2). Die Hutoberseite zeigt die für den Zunderschwamm typischen Wülste.

Der Echte Zunderschwamm gehört in die Gruppe der Porlinge im weiteren Sinne. Diese haben in der Regel zähe bis holzartige Fruchtkörper, die auf der Unterseite des Hutes je nach Pilzart unterschiedlich geformte Poren haben.

 

Aussehen

Der Echte Zunderschwamm zählt zu den auffälligsten Großporlingen und bildet konsolenartige Fruchtkörper, die 10 bis 50 cm breit und viele Jahre alt werden können. Die Hutoberseite ist bei älteren Fruchtkörpern grau bis schwärzlich gefärbt (Abbildung 1). Im jungen Stadium zeigen sie eine bräunliche Färbung (Abbildung 2). Die Hutoberseite zeigt die für den Zunderschwamm typischen Wülste.

 

Die Blätter sind handförmig geteilt, in der Regel besteht ein Laubblatt aus fünf bis sieben Fiederblättern, die allesamt am Ende des Stieles stehen, aber unterschiedliche Größe haben; in jedem Fall ist das mittlere Fiederblatt das Größte. Diese sind in der Winterknospe „sorgfältig“ entlang der Blattnerven gefaltet und tragen in diesem Stadium ein dichtes Haarkleid (Abbildung 3). Im Laufe der nächsten Tage schieben sie sich vollständig aus der Knospe; zunächst hängen die Fiederblätter schlaff herunter (Abbildung 4). In diesem Stadium sind bereits einige Blütenstände zu sehen; diese stehen am Ende des in diesem Jahr gebildeten Sprossabschnittes und beschließen das diesjährige Sprosswachstum. Die Blütenknospen zeigen sich zu diesem Zeitpunkt nur als kleine Kugeln, die Kegelform der Blütenstände ist aber bereits zu erkennen. Es ist bewundernswert, dass der gesamte diesjährige Trieb samt Blütenstand in der Winterknospe vorhanden ist und bei entsprechenden Temperaturen nur aus der Knospe „herausgeschoben“ werden muss (Abbildung 5).

 

In den Blättern ist das Festigungsgewebe nunmehr erstarkt, so dass diese ihre endgültige Position einnehmen. Diesen ganzen Vorgang können Sie innerhalb weniger Tage Anfang April verfolgen, gewissermaßen in der Zeitlupe werden Sie die Entwicklung sehen und vielleicht sogar staunen.

 

Die großen Blütenstände (Abbildung 6) sind bereits Ende April voll entwickelt. Sie bestehen aus zahlreichen Teilblütenständen, die entlang der aufrechten Blütenstandsachse stehen. Innerhalb eines Teilblütenstandes erfolgt das Aufblühen in strenger Abfolge, die innersten Blüten starten zuerst.

Die Rosskastanie wurde vom Kuratorium des Baumes 2005 zum Baum des Jahres gewählt.

 

Die Rosskastanie ist ein sommergrüner Laubbaum von stattlicher Gestalt. Sie ist schnellwüchsig und erreicht eine Höhe von bis zu 30 Metern mit einer Kronenbreite von 15-20 Metern. Die Krone kann etwas unregelmäßig geformt sein, weil einige Äste aus dem sogenannten Kronenverbund herauswachsen; dadurch entsteht eine wolkig aussehende Oberfläche der Krone. Die Baumkrone sitzt auf einem relativ kurzen Stamm, der sich frühzeitig am Stammkopf verzweigt. Eine durchgehende Hauptachse ist in der Krone nicht zu finden.

 

Vor den Eiszeiten war die Rosskastanie bei uns einheimisch, hat aber eine „Rückwanderung“ nicht vollzogen. Erst Ende des 16. Jahrhunderts erhielt der Botaniker und Arzt Carolus Clusius in Wien einige Samen, 1603 soll sie in den Gärten des Schönbrunner Schlosses in Wien zum ersten Mal erblüht sein. In der Barockzeit war sie sehr beliebt; sie wurde in Gärten und als Alleebaum kultiviert. Im 17. Jahrhundert kamen dann Samen nach England, Frankreich und Holland.

 

Natürliche Vorkommen der Rosskastanie in Nordgriechenland wurden erst 1879 entdeckt, ein paar Jahre später wurde sie auch in Bulgarien nachgewiesen. Heute ist sie mit zerstreuten Vorkommen in Berg- und Schluchtwäldern der nördlichen Balkanhalbinsel (Albanien, Bulgarien und Griechenland) verbreitet.

 

Die Gattung Aesculus umfasst 13 Arten, die in Nordamerika, Südosteuropa und Süd- und Ostasien vorkommen. Einige werden auch bei uns kultiviert.

 

In Bauernhöfen wurde die Rosskastanie als sogenannter Hofbaum, meistens in der Nähe der landwirtschaftlichen Gebäude, gepflanzt. Schließlich erlangte sie in Biergärten große Beliebtheit, vor allem wegen des intensiven Schattens, den sie mit ihren großen Blättern spendet. Die Rosskastanie verbinden wir aber auch mit einem Innenhof oder einem Garten und einer Bank rings um den Stamm, eine gemütliche Atmosphäre ausstrahlend.

Die Röhren auf der Hutunterseite sind sehr feinporig und graubraun- bis cremefarbig. Jährlich entwickelt sich auf der Hutunterseite eine neue, etwa 1 cm starke, neue Röhrenschicht, so dass sich über die Jahre der Hut in seiner Höhe ständig vergrößert und insgesamt eine Röhrenschichtdicke von ca. 12 cm erreichen kann. Aus dieser Röhrenschicht stäuben im Frühjahr und Herbst aus den feinen Öffnungen unter günstigen Bedingungen täglich riesige Sporenmengen aus, siehe (Abbildung 3).

 

Jeder einzelne Fruchtkörper gibt auf Grund seines Aussehens Auskunft über die Ernährungslage im Holzkörper. Auf der Oberseite des Hutes befinden sich ringartige Furchen, an denen aber nicht das Alter des Fruchtköpers abgelesen werden kann, denn pro Jahr können mehrere Wachstumsschübe hinzukommen. 

Die Röhren auf der Hutunterseite sind sehr feinporig und graubraun- bis cremefarbig. Jährlich entwickelt sich auf der Hutunterseite eine neue, etwa 1 cm starke, neue Röhrenschicht, so dass sich über die Jahre der Hut in seiner Höhe ständig vergrößert und insgesamt eine Röhrenschichtdicke von ca. 12 cm erreichen kann. Aus dieser Röhrenschicht stäuben im Frühjahr und Herbst aus den feinen Öffnungen unter günstigen Bedingungen täglich riesige Sporenmengen aus, siehe (Abbildung 3).

 

Jeder einzelne Fruchtkörper gibt auf Grund seines Aussehens Auskunft über die Ernährungslage im Holzkörper. Auf der Oberseite des Hutes befinden sich ringartige Furchen, an denen aber nicht das Alter des Fruchtköpers abgelesen werden kann, denn pro Jahr können mehrere Wachstumsschübe hinzukommen. 

Die Rosskastanie wurde vom Kuratorium des Baumes 2005 zum Baum des Jahres gewählt.

 

Die Rosskastanie ist ein sommergrüner Laubbaum von stattlicher Gestalt. Sie ist schnellwüchsig und erreicht eine Höhe von bis zu 30 Metern mit einer Kronenbreite von 15-20 Metern. Die Krone kann etwas unregelmäßig geformt sein, weil einige Äste aus dem sogenannten Kronenverbund herauswachsen; dadurch entsteht eine wolkig aussehende Oberfläche der Krone. Die Baumkrone sitzt auf einem relativ kurzen Stamm, der sich frühzeitig am Stammkopf verzweigt. Eine durchgehende Hauptachse ist in der Krone nicht zu finden.

 

Vor den Eiszeiten war die Rosskastanie bei uns einheimisch, hat aber eine „Rückwanderung“ nicht vollzogen. Erst Ende des 16. Jahrhunderts erhielt der Botaniker und Arzt Carolus Clusius in Wien einige Samen, 1603 soll sie in den Gärten des Schönbrunner Schlosses in Wien zum ersten Mal erblüht sein. In der Barockzeit war sie sehr beliebt; sie wurde in Gärten und als Alleebaum kultiviert. Im 17. Jahrhundert kamen dann Samen nach England, Frankreich und Holland.

 

Natürliche Vorkommen der Rosskastanie in Nordgriechenland wurden erst 1879 entdeckt, ein paar Jahre später wurde sie auch in Bulgarien nachgewiesen. Heute ist sie mit zerstreuten Vorkommen in Berg- und Schluchtwäldern der nördlichen Balkanhalbinsel (Albanien, Bulgarien und Griechenland) verbreitet.

 

Die Gattung Aesculus umfasst 13 Arten, die in Nordamerika, Südosteuropa und Süd- und Ostasien vorkommen. Einige werden auch bei uns kultiviert.

 

In Bauernhöfen wurde die Rosskastanie als sogenannter Hofbaum, meistens in der Nähe der landwirtschaftlichen Gebäude, gepflanzt. Schließlich erlangte sie in Biergärten große Beliebtheit, vor allem wegen des intensiven Schattens, den sie mit ihren großen Blättern spendet. Die Rosskastanie verbinden wir aber auch mit einem Innenhof oder einem Garten und einer Bank rings um den Stamm, eine gemütliche Atmosphäre ausstrahlend.

Der Zustand des Holzkörpers lässt sich anhand des Zuwachses ablesen. Ist das Substrat aufgebraucht, werden die Zuwächse des Pilzfruchtkörpers immer kleiner.

 

Wird ein Stamm gefällt oder er fällt um, so kann der Zunderschwamm noch etliche Jahre weitere Fruchtkörper bilden. Die Hutoberseite der neu gebildeten Fruchtkörper zeigt nach oben, sie ist demnach um neunzig Grad gedreht. Somit ist deutlich zu sehen, welche Fruchtkörper in welchem Stadium entstanden sind (Abbildung 4). Die Ausrichtung der Fruchtkörper kann für einen Gutachter im Schadensfalle von Bedeutung sein.

 

Vorkommen und Verbreitung

Der Echte Zunderschwamm wächst vorwiegend an der Rotbuche, aber auch an Birke, Erle und Pappel. Er dringt durch Astabbrüche und Rindenschäden in das Holz bereits geschwächter Bäume ein. Seine Fruchtkörper entwickeln sich am Stamm, wobei zahlreiche Fruchtkörper in verschiedener Höhe an einem Stamm stehen können (Abbildung 5).

 

Holzveränderung und Fäuletyp

Der Zunderschwamm bewirkt eine Weißfäule, die mit einer Holzversprödung beginnt, zu einem späteren Zeitpunkt setzt Holzerweichung ein. Es kommt zu Sprödbrüchen, die meistens in Fruchtkörpernähe im oberen Stammbereich oder an Starkästen erfolgen. Im befallenen Holz sind beigefarbene Grenzlinien zu erkennen, die das weißfaule Holz gegen das gesunde Holz abgrenzen.

 

Autorin: Dr. Isolde Hagemann | Greenkeepers Journal 1/2013

Der Zustand des Holzkörpers lässt sich anhand des Zuwachses ablesen. Ist das Substrat aufgebraucht, werden die Zuwächse des Pilzfruchtkörpers immer kleiner.

 

Wird ein Stamm gefällt oder er fällt um, so kann der Zunderschwamm noch etliche Jahre weitere Fruchtkörper bilden. Die Hutoberseite der neu gebildeten Fruchtkörper zeigt nach oben, sie ist demnach um neunzig Grad gedreht. Somit ist deutlich zu sehen, welche Fruchtkörper in welchem Stadium entstanden sind (Abbildung 4). Die Ausrichtung der Fruchtkörper kann für einen Gutachter im Schadensfalle von Bedeutung sein.

 

Vorkommen und Verbreitung

Der Echte Zunderschwamm wächst vorwiegend an der Rotbuche, aber auch an Birke, Erle und Pappel. Er dringt durch Astabbrüche und Rindenschäden in das Holz bereits geschwächter Bäume ein. Seine Fruchtkörper entwickeln sich am Stamm, wobei zahlreiche Fruchtkörper in verschiedener Höhe an einem Stamm stehen können (Abbildung 5).

 

Holzveränderung und Fäuletyp

Der Zunderschwamm bewirkt eine Weißfäule, die mit einer Holzversprödung beginnt, zu einem späteren Zeitpunkt setzt Holzerweichung ein. Es kommt zu Sprödbrüchen, die meistens in Fruchtkörpernähe im oberen Stammbereich oder an Starkästen erfolgen. Im befallenen Holz sind beigefarbene Grenzlinien zu erkennen, die das weißfaule Holz gegen das gesunde Holz abgrenzen.

 

Autorin: Dr. Isolde Hagemann | Greenkeepers Journal 1/2013

Eine ausführliche Version zum „Echten Zunderschwamm“ aus dem Greenkeepers Journal 1/2021 finden Sie HIER (Download PDF).

Eine ausführliche Version zum „Echten Zunderschwamm“ aus dem Greenkeepers Journal 1/2021 finden Sie HIER (Download PDF).