Bayern für Insektenschutz und Lebensraum Golfplatz

Chance für ein naturnahes Golfimage

Stark in ihrem Engagement im grünen Bereich: der Golfclub Abenberg in Mittelfranken. (Foto: GCA)

 

Golfplätze schaffen durch ihre, nicht unmittelbar zum Spiel gehörenden, Flächen wertvolle Lebensräume für Flora und Fauna. Dieser engagierte Beitrag zum Naturschutz verdient eine positive Wahrnehmung, nicht nur in der Gesellschaft.

In Baden-Württemberg startete im Januar 2020, mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit dem Umweltministerium Baden-Württemberg, das Pilotprojekt zur Förderung der Artenvielfalt auf Golfanlagen. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Herausforderungen und Einschränkungen verlangsamten weitere Aktivitäten und geplante Gespräche in Bezug auf die bundesweite Ausweitung des Projektes. Im Juni 2020 unterzeichnete der Bayerische Golfverband einen Kooperationsvertrag mit dem Bayrischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz im Rahmen des „Blühpaktes Bayern“.

Ziel ist es, im Rahmen des vom Deutschen Golf Verband (DGV) aufgelegten bundesweiten Projektes „Lebensraum Golfplatz“, weitere Landesgolfverbände für ähnliche Kooperationen mit den Ministerien der Länder zu gewinnen. Gespräche mit LGVs, DGV und Landesregierungen werden derzeit geführt, zudem haben Golfanlagen außerhalb Baden-Württembergs und Bayerns bereits ihr Interesse an einer Mitwirkung bekundet.

 

Für die angestrebte Anerkennung der Leistung auf Bundesebene braucht es im zweiten Schritt ein einheitliches Engagement der Golfanlagen, natürlich unter Einbeziehung der bestehenden ländertypischen Naturschutzstrategien.

 

Neben Baden-Württemberg hat nun also Bayern die so wichtige Zusammenarbeit mit der Landesregierung vereinbart. Wie der Bayerische Golfverband mitteilte, ist das gemeinsame Ziel, „unsere heimischen Insekten besser zu schützen und ihnen neue Lebensräume anzubieten. Der Schutz von Insekten ergänzt die Bemühungen des Verbandes um mehr Naturschutz auf Golf­anlagen sowie das erfolgreich etablierte Programm ‚Golf& Natur‘. Mit mehr als 10.000 Hektar Fläche bieten Bayerns vielfältige Golfplätze dafür zudem beste Voraussetzungen. Die Aktivitäten unseres Verbandes mit dem Umweltministerium sollen auch einen Beitrag zur Umsetzung des Volksbegehrens ‚Rettet die Bienen‘ leisten. Grundlage der Zusammenarbeit ist der ‚Blühpakt Bayern‘, den die Staatsregierung 2018 zum besseren Schutz von Insekten ins Leben gerufen hat.“

 

Gerade jetzt, in den durch Corona-bedingt schweren Monaten, hatten und haben die Menschen, die ihre ursprünglichen Urlaubspläne modifizieren mussten, unseren Recherchen zufolge ein verstärktes Interesse, regionale Outdoor-Freizeitaktivitäten wahrzunehmen. Dem Golfsport – in urlaubsgleich – herrlicher Natur bietet sich somit eine nicht zu unterschätzende Chance. Es liegt an den Landesgolfverbänden und/oder Golfclubs, die Chance eines derart imageträchtigen und von der Politik unterstützten Projektes zu nutzen. Denn wie formulierte der baden-württembergische Staatssekretär Dr. Andre Baumann zu Beginn 2020 bereits: „Die Golfanlagen sind Teil der Lösung bei einem unser drängendsten Probleme im kommenden Jahrzehnt, dem Artenschutz, indem sie als Trittsteinbiotope fungieren können.“

 

Autor: Stefan Vogel | golfmanager 5/2020

 

Marc Biber führte im Zusammenhang mit dem Abschluss des Blühpaktes Bayern für den golfmanager mit Axel Markus, Präsident Gerd Kehrbach, Clubmanager Michael Schalt, und Head- Greenkeeper Werner Nißlein ein Gespräch:

 

 

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