Neues von der PGA Show 2022

Gerade im Wachstum sind persönliche Kontakte wichtig

Während in Deutschland, Österreich und der Schweiz derzeit Golfmessen aufgrund geltender Corona-Restriktionen reihenweise abgesagt oder verschoben werden und auch die weltgrößte Tourismusmesse ITB Berlin im März erneut nur als virtuelle Ausgabe stattfinden wird, kehren andere Länder wieder zu Präsenzmessen zurück. So übertraf die Reisemesse Fitur in Madrid sämtliche Erwartungen der Messeveranstalter, statt der erwarteten 62.000 Fachbesucher waren es am Ende mehr als 81.000, zudem nutzen rund 30.000 Endkunden die Möglichkeit, sich vor Ort über künftige Urlaubsziele zu informieren. Auch die weltgrößte Golfmesse, die PGA Show, kehrte nach ihrer virtuellen Premiere 2021 wieder zum Konzept der Präsenzmesse zurück. Was Fitur und PGA Show eint: Grundlage waren klare Sicherheitskonzepte, welche auch Anpassungen beim Messebau umfassten. Und so wurde Orlando Ende Januar erneut zum Treffpunkt der weltweiten Golfszene. Letztlich kamen nach Angaben der Messeveranstalter insgesamt rund 15.000 PGA-Professionals und sonstige Branchenvertreter in das Orange County Convention Center, über 600 Aussteller präsentierten ihre Produkte.

 

Natürlich war die diesjährige PGA Show eine andere Messe als vor der Pandemie. Das zeigte sich nicht nur an der im Vergleich zu den Vorjahren geringeren Aussteller- und Besucherzahl, sondern auch am durchgängigen Gesundheits- und Sicherheitskonzept – auf dem Gelände wurde immer wieder an die Maskenpflicht erinnert, wer keine zur Hand hatte, bekam diese von eigens dafür abgestellten Ordnern gestellt. Und doch: Spätestens beim Gespräch am Stand oder in den Besprechungsräumen der Aussteller wurde das Maskentragen zur persönlichen Entscheidung – wer sie beibehalten wollte, wurde selbstverständlich respektiert, die meisten Gesprächspartner entschieden sich jedoch – oft mit dem Verweis auf erfolgte Im-pfungen – für einen Maskenverzicht während des Gesprächs. Die Stände wurden großzügiger über das Messegelände verteilt, so dass mehr Platz für breitere Gänge blieb. Gefühlt dürfte die Ausstellungsfläche zwischen der Hälfte und zwei Drittel früherer Messen gelegen haben. Gerade Aussteller aus Asien, aber auch Besucher aus Deutschland beziehungsweise Europa waren dieses Jahr deutlich seltener anzutreffen. Und überhaupt: Schon nach wenigen Minuten auf der Messe wurde deutlich, dass gerade die ganz großen Golf-Ausrüster wie Footjoy, Titleist, Callaway und Adidas, aber auch einige bekannte Ausrüster wie Polo Ralph Lauren, dieses Jahr mit Abwesenheit glänzten. Manch anderer Aussteller war zwar präsent, aber mit einem im Vergleich zu den Vorjahren deutlich kleineren Stand. Das Fehlen etlicher Schlägerhersteller machte sich am deutlichsten im Rahmen des zum 19. Mal durchgeführten Demo Days bemerkbar – noch dazu sorgte nasskaltes Wetter ausgerechnet an diesem Tag für wenig Florida-Feeling. Überhaupt, das Wetter: Selten präsentierte sich Florida über die gesamte Show-Woche so kühl und regnerisch – wer den Messebesuch zu einer Golfrunde im Golfmekka Florida nutzen wollte, brauchte daher entweder etwas Glück und eine Sonnenlücke oder gute Regenbekleidung. Man kann natürlich auch sagen: Selten zuvor hat das Wetter so motivierend hinsichtlich einer Indoor-Veranstaltung gewirkt ...

Medienpräsenz, nicht zuletzt dank Weiterbildungsmaßnahmen

Unverändert ist jedoch die Medienpräsenz. Der Radiosender Sirius XM sendete seine Golfshows live vom Messegelände, der Golf Channel präsentierte seine Golf Today-Show live vor Ort und auch CBS war mit einem eigenen Stand vertreten und strahlte seine Sendung CBS Sports HQ live aus. Um die PGA Show insgesamt zu verstehen, ist es jedoch wichtig, sich ihr Gesamtkonzept vor Augen zu halten. Denn die Ausstellung ist nur ein Teil des Gesamtkonzepts. Pa-rallel finden, so auch dieses Jahr, zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen für die Golflehrer der PGA of America statt. Und auch die NGCOA (National Golf Course Owners Association, quasi das amerikanische Pendant zum BVGA) führt rund um das Event seine Golf Business Conference mit hochwertigen Rednern durch. So wird deutlich, dass die PGA Show eine reine B2B-Golfmesse ist – ein vergleichbares Konzept ist in Europa derzeit schlicht nicht existent. Daher konnten die Besucher auch das Fehlen gerade der großen Schlägeranbieter deutlich leichter verschmerzen als dies bei einer Endkunden-Golfmesse der Fall gewesen wäre. Die PGA Show ist der Treffpunkt der (vor allem US-amerikanischen) Golfbranche, hier geht es um Training und Trainingshilfen, aber auch um Pro-Shop-Gestaltung und -Ausstattung sowie das operative Golf- und Clubmanagement. Oder, wie es ein Aussteller formulierte: „Wir brauchen an unserem Stand keine 30.000 Golfer oder Golflehrer, sondern 300 Entscheider aus dem Clubmanagement.“

Golfmarkt boomt spürbar in den USA

Legt man diesen Maßstab zugrunde, bot die diesjährige PGA Show erneut viele interessante Produkte und Neuigkeiten. Auffällig im Vergleich zu früheren Messen: der Hype rund um CBD-Produkte (einem legalen Cannabis-Derivat) scheint schon wieder abgeklungen, die oft exotischen Messeneuheiten vor allem aus China und zahlreichen Copy- & Paste-Produkte aus Asien fehlten dieses Mal. Die Grundstimmung der Messe war ausgezeichnet, denn weltweit erlebt Golf derzeit einen ungeahnten Boom, auch in den USA spricht man längst nicht mehr über durchschnittlich eine Anlagenschließung pro Woche, sondern über ein Wachstum, wie man es seit den Anfangszeiten der Profikarriere von Tiger Woods nicht mehr erlebt hat. Dabei fällt auf, dass in den USA das Wachstum kaum an der Entwicklung von Mitgliedschaften festgemacht wird, auch die Anzahl der Golfer ist nur eine Zwischengröße. Im Blickpunkt stehen hier die gespielten Runden – und dort zeigt sich, dass das Wachstum nicht nur durch Neugolfer, sondern auch durch höhere Spielfrequenzen bestehender Golfer bewirkt wurde. Viel stärker als in Europa fragt man sich zudem in den USA, welche Motive und Erwartungen gerade die neuen Golfer mit sich bringen – und wie sich diese vor allem auf die Erwartungen auf Golfanlagen auswirken. Daher steht in den USA das Kundenerlebnis, neudeutsch Customer Experience, uneingeschränkt im Vordergrund. Gleich, ob es sich um städtische Golfplätze handelt, um semi-private Golfclubs mit Zugang für Gastspieler oder die in Deutschland nicht existenten reinen Privatclubs: Überall wird die Frage diskutiert, wie man das Kundenerlebnis weiter verbessern könne. Dass eine solche Diskussion auch vor den Plätzen selbst nicht haltmachen darf, zeigte die Eröffnungsveranstaltung der NGCOA Business Conference 2022 mit Agustin Pizá und Brandel Chamblee eindrucksvoll (siehe dazu den separaten Beitrag in diesem Heft). Um dieses Ziel zu erreichen, präsentierten die Aussteller zahlreiche Produkte rund um den Golfsport – angefangen bei der klassischen Ausrüstung wie Golfschläger und Schuhe für den Pro-Shop über Software-Systeme zur Mitgliederadministration und -kommunikation, aber auch zur Prozessoptimierung auf den Anlagen, bis hin zu Trainingstools und neuen Konzepten rund um den Anlagenbetrieb. Der golfmanager hat einige dieser Produkte ausgewählt und stellt diese nachfolgend in kurzen Beiträgen vor.

 

Auch der Outgoing-Golftourismus, vor allem nach Europa, läuft sich für einen Re-Start warm. Das mexikanische Los Cabos in der Baja California war mit seinem Fremdenverkehrsamt vertreten, ist die Region doch gerade aus dem Süden und Südwesten der USA ähnlich gut erreichbar wie die Kanaren für Kontinentaleuropa. Als Austragungsort des nächsten Ryder Cups war auch Italien mit einem kleinen Stand und mehreren Golf-anlagen, darunter selbstverständlich der Ryder Cup-Austragungsort Marco Simone, vertreten. Am offensivsten warben Schottland und Irland um die Kunden. Für beide Länder stand The Open im Blickpunkt, denn Schottland erwartet dieses Jahr in St. Andrews die 150. Auflage des ältesten Majors der Welt, und Royal Portrush in Nordirland freut sich bereits jetzt auf die Neuauflage der The Open in 2025. Selbstverständlich war auch der europäische Austragungsort des Ryder Cups 2027, das irische Adare Manor, auf dem von Tourism Ireland organisierten Gemeinschaftsstand vertreten. Im Rahmen eines Medien-Events präsentierten neben Alison Metcalfe, Executive Vice President Tourism Ireland US and Canada, Vertreter von Adare Manor, Royal Portrush und Rosapenna die Vielfalt des Angebots nicht nur bei Großereignissen des Profisports, sondern mit einem ständig wachsenden Golfangebot für den Breitensport. Neben den beiden Großereignissen stellten beide Länder insbesondere das Linksgolf-Erlebnis in den Vordergrund, auch die oft bestehenden familiären Wurzeln vieler US-Amerikaner zu beiden Ländern werden geschickt eingebunden – so dass man sich fragt, warum es kein entsprechendes Vermarktungskonzept für deutsche Golfanlagen gibt, da viele US-Bürger deutsche Wurzeln haben und sicherlich in der Verknüpfung aus deutscher Tradition bei Kultur, Essen und Trinken in Kombination mit ausgewählten Golfanlagen eine interessante Destination für Pro-Reisen aufbieten könnten.

 

Fazit

Das Fazit von Messeveranstaltern, PGA of America sowie Ausstellern und Besuchern fällt insgesamt positiv aus. Auch wenn die Messe anders war als ihre Vorgänger und noch nicht wieder die vollständige Rückkehr zur Pre-Covid-19-Normalität bedeutet: Alle Beteiligten genossen sichtlich die Rückkehr zum persönlichen Gespräch, der direkte Kontakt sorgte für strahlende Gesichter – und nach bisherigen Erkenntnissen war die Messe auch kein Corona-Spreader-Event, wofür nicht zuletzt die individuelle Verantwortung aller vor Ort-Besucher gesorgt hat. Auch Seth Waugh, CEO der PGA of America, betonte in einem Statement die Bedeutung der Show als Branchentreff und Plattform der Golfszene, die gerade in Zeiten des aktuellen Wachstums durch persönliche Kontakte weiter vorangebracht werde. Bereits heute steht daher der Termin für die nächste PGA Show fest: Sie wird vom 25. bis 27. Januar 2023 in Orlando stattfinden.

 

Autor: Michael Althoff | golfmanager 1/2022

 

 

Folgende Produkte hat unser Autor Michael Althoff etwas genauer unter die Lupe genommen:

Alphard Golf

Die Frage, ob Push- oder E-Trolley, wählen viele Golfer am liebsten anhand der konkreten Platztopographie. Die Mehrzahl der am Markt angebotenen Trolleys erfordert jedoch eine Entscheidung, ob manuell oder elektrisch betrieben. Mit dem Club Booster V2 bietet Alphard Golf nun die Möglichkeit, gängige Push-Trolleys mit wenigen Handgriffen zum E-Trolley umzubauen.

Dabei handelt es sich um keinen permanenten Umbau, vielmehr werden die Trolleys an der Hinterachse um ein Antriebsmodul erweitert, Golfer können daher auch jederzeit wieder zur manuellen Variante zurückkehren. Das Antriebsmodul ist mit einer herausnehmbaren Batterie ausgestattet, so dass zum Laden nicht der gesamte Trolley angeschlossen werden muss. Ein integriertes Sechs-Achsen-Gyroskop soll den so erweiterten Trolley auch in unebenem Gelände auf der Spur halten. Eine elektronische Bremse sorgt für sicheren Halt. Einstellungen können über eine App vorgenommen werden, über diesen Weg gelangen auch mögliche Firmware-Updates auf die Antriebseinheit. Gesteuert wird entweder über eine Fernbedienung oder über einen per Seil mit dem Golfer verbundenen Sensor (Tether Follow Sensor). Der Club Booster V2 ist kompatibel zu allen drei- und vierrädrigen ClicGear-Modellen, zahlreichen Bag Boy-Versionen, der IQ-Serie von Big Max und zahlreichen weiteren Push-Trolleys. Der E-Antrieb wird aktuell zum Verkaufspreis von 739 USD angeboten.

 

Nähere Informationen: https://alphardgolf.com 

NTEL BELT

Golftraining findet zunehmend nicht nur auf der Range oder auf dem Platz statt. Längst verbringen Profis und Leistungssportler viel Zeit im Fitnessraum, auch mentale Aspekte spielen eine immer wichtigere Rolle. Ziel aller Ansätze: die Verbesserung der individuellen Leistungsfähigkeit. Längst wurde erkannt, dass Atmung bei der Konzentration und dem gezielten Leistungsabruf eine große Rolle spielt. Hier setzt der NTEL BELT an. Durch gezielte Atmung kann die Konzentration gesteigert werden, auch die Muskeln sind besser kontrollierbar – gerade Amateurgolfer kennen diese Herausforderung, wenn sie am ersten Tee zum Abschlag stehen.

Über einen Sensor, der mittels eines anpassbaren Gurts im Brustbereich getragen wird, und entsprechende online bereitgestellte Schulungsvideos können Golfer nun gezielt ihre Atmung trainieren. Das Unternehmen legt Wert darauf, dass es sich beim NTEL BELT nicht um einen weiteren Tracker analog zu vielen Smartwatches handele, sondern um ein Trainingsgerät. Dieses sei nicht nur im Sport einsetzbar, sondern beispielsweise auch im Management: Wer vor Vorträgen und Präsentationen unter Nervosität leidet, findet auch hierzu passende Trainingsprogramme im Portfolio der US-Amerikaner. In einer weiteren Ausbaustufe kann das Tool auf der Grundlage von Neuro-Feedback auch für ein HRV-Training (Heart Rate Variability Training) eingesetzt werden, um in Verbindung mit der Atmung eine noch bessere Kontrolle über Körper und Bewegung zu erhalten – eine Trainingsmethode, auf die bereits zahlreiche Tourprofis zurückgreifen. Das Gerät inklusive Videonutzung für das Atmungstraining hat einen Wiederverkaufspreis von 399 USD, für Sammelbestellungen gibt es Vergünstigungen. Wer auch das HRV-Training absolvieren möchte, benötigt Aufpreis-pflichtige Zusatzkomponenten bis hin zum Elite-Training für Leistungssportler.

 

Nähere Informationen: https://www.neuropeakpro.com 

Urquhart Golf

Die Idee an sich ist nicht neu: Anstelle vieler Golfschläger mit unterschiedlichem Loft nutzt man einen Schaft und Schlägerkopf mit verstellbarem Loft. Das Unternehmen Urquhart Golf aus Neuseeland macht sich nun auf den Weg, dieses Konzept weltweit zu etablieren. Firmengründer Simon Moore blickt auf eine lange Erfahrung im Golfsport zurück: 2003 gründete er die erste Marke für Belly Putter mit verstellbarer Schaftlänge, auch das in der Nike Covert-Serie eingesetzte Konzept zur Anpassung von Loft-/Lie-/Face-Angle wurde von ihm entwickelt und patentiert.

„Ich möchte mit meinem Konzept den Zugang zu Golf erleichtern – und Golf wieder, wie in früheren Zeiten, einfacher und günstiger machen“, so seine Vision. Dabei tritt Moore nicht an, heutige 14-Schläger-Sets weltweit durch sein Konzept abzulösen. Vielmehr geht es ihm darum, den verstellbaren Schläger als Alternative überall dort zu etablieren, wo Platz und Komfort wichtiger sind als der Score. So kann der Schläger platzsparend im Auto oder Camper transportiert werden und ist so stets für eine schnelle Runde Golf verfügbar. Auch auf Reisen lässt sich mit dem neuen Konzept deutlich Gewicht und Volumen sparen. Der Schläger wird in einer Version für Erwachsene und künftig auch für Kinder angeboten. Die Schlägerfläche kann über einen Drehmechanismus in 11 verschiedenen Neigungen von Putter (5 Grad) bis Lobwedge (64 Grad) eingestellt werden. Der Griff ist rund 9 cm länger als ein Standard-Eisengriff, so dass je nach Loft unterschiedlich weit unten gegriffen werden kann. Gerade in Kontinentaleuropa kann ein solches Schlägerkonzept auch im Winter den Betrieb erleichtern, wenn weder Carts noch Trolleys auf manchen Plätzen zugelassen sind und damit vor allem ältere Golfer Schwierigkeiten mit einem Trage-Bag haben. Und auch als Leihschläger, vor allem für Pay- & Play-Plätze, dürfte das neue Konzept seine Anhänger finden, zumal es den Schläger auch für Linkshänder geben wird. Derzeit sammelt Moore über Kickstarter das notwendige Kapital, das Kampagnenziel wurde bereits um ein Mehrfaches übertroffen. Ab Mitte Juli 2022 soll der Schläger dann in den weltweiten Versand gehen – aktuell zum Preis von rund 300 USD.

 

Weitere Informationen: https://urquhart.golf 

Tagmarshal

Seit seiner Gründung hat sich Tagmarshal schnell zum Marktführer der Pace of Play-Systeme entwickelt. Gerade in Zeiten des Golfmarkt-Wachstums kommt der Analyse und Optimierung der Rundenzeiten eine wachsende Bedeutung zu, da zahlreiche Plätze bereits an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. All dies trägt nach den Erfahrungen der Nutzer spürbar zur Steigerung des Golferlebnisses bei – und ermöglicht den Clubs, ihre Erträge auf der Runde und neben dem Platz zu steigern. Inzwischen nutzen rund 30 der US Top-100-Anlagen diese Technologie, insgesamt ist das System auf mehr als 400 Anlagen im Einsatz – selbst bei zahlreichen öffentlichen Plätzen mit einem Greenfee um 50 USD.

Auch in Europa konnte Tagmarshal in den vergangenen Monaten zahlreiche neue Partner gewinnen, beispielsweise Royal Portrush, Lahinch und Portmarnock in Irland, Seignosse in Frankreich, Palmares in Portugal, Lugano und Ascona in der Schweiz oder San Muntaner in Spanien. Um das Spieltempo zu überwachen, können Anlagen zwischen reinen Trackern für Trolleys oder E-Carts sowie Zwei-Wege-Modulen wählen. Mit Letztgenannten bietet Tagmarshal zusätzliche Funktionen, so können auf den Bildschirmen Werbung (zur Refinanzierung) eingeblendet werden und die Golfer können Speisen und Getränke bestellen. Tagmarshal wird in drei Softwareoptionen angeboten: Go, Track und Premium Optimizer. Die Preise beginnen je nach Tracker beziehungsweise Endgerät und Softwareoption bei 9,90 USD pro Monat ohne Installationskosten.

 

Weitere Informationen: https://www.tagmarshal.com 

Duca del Cosma

Das einst bei München beheimatete Unternehmen Duca del Cosma wurde inzwischen vom Sportschuh-Erfinder Frank van Wezel übernommen und hat heute seine Zentrale in Breukelen (Niederlande). Geblieben sind jedoch weiterhin der Anspruch, nur die besten Materialien einzusetzen, und das innovative und mehrfach prämierte italienische Design. Auch heute noch ist Baldovino Mattiazzo Creative Director des Unternehmens und sorgt für das unverwechselbare Design der Schuhe. Die stark an Sneaker angelehnten Golfschuhe erfreuen sich gerade bei modebewussten Golfern großer Beliebtheit – doch Duca del Cosma bietet auch die größte Kollektion an Winter-Golfschuhen. Wichtig ist dem Unternehmen sein Qualitätsversprechen.

Daher ist in jeder Schuhbox die E-Mail-Adresse des Unternehmenschefs eingedruckt, damit Kunden ihm bei Bedarf ein direktes Feedback schicken können. Auch Tour-Pros wie der Niederländer Joost Luiten oder die Britin Charlotte Thompson setzen auf die Schuhe des Unternehmens. Inzwischen werden die Design- und Komfort-geprägten Schuhe in mehr als 40 Ländern vertrieben, auch in deutschen Pro-Shops sind sie immer häufiger zu finden.

 

Weitere Informationen: https://de.ducadelcosma.com 

AirFeet

Kaum eine PGA Show ohne neue Einlegesohlen-Angebote. Die unter dem Label Airfeet angebotenen Produkte unterscheiden sich dennoch in zwei wesentlichen Punkten von zahlreichen anderen Angeboten. Wichtigster Punkt: Die Sohlen arbeiten dynamisch. Je nach Belastung des Fusses verändert sich daher der Wirkungsbereich der Sohle. Golfer können, beispielsweise beim Putten, auf diese Weise sehr leicht eine Rückmeldung erhalten, welcher Bereich des Fußes mit Gewicht belastet wird. Der zweite Unterschied: Airfeet-Einlegesohlen sind ausgesprochen dünn – die Dicke beträgt nur zwischen 1,5 und 2,2 Millimetern. Dadurch können sie eingesetzt werden, ohne dass vorhandene Innensohlen erst herausgenommen werden müssen. Auch Träger von Spezialsohlen können daher Airfeet-Sohlen nutzen. Das bedeutet auch, dass beispielsweise auch orthopädische Korrektursohlen um die Airfeet-Sohlen ergänzt werden können.

 

Weitere Information: www.myairfeet.com 

Echo Robotics

Das auch im deutschen Metzingen vertretene Unternehmen Echo Robotics präsentierte nicht nur seine Mähroboter, sondern insbesondere die Rangeball-Sammler. Derzeit gibt es die Modelle RP-1200 (Listenpreis ohne Ladestation 18.690 Euro) und RP-1250 (Listenpreis ohne Ladestation 27.880 Euro). Mit zunehmender Anzahl an Golfern, aber auch mit steigender Attraktivität der Ranges über moderne Rangesysteme wie Toptracer, Trackman oder Inrange kommt einer kontinuierlichen, ausreichenden Ballversorgung auf der Range immer größere Bedeutung zu. Die genannten Sammelroboter sind für eine durchschnittliche Sammelkapazität von 12.500 Bällen, in der Spitze sogar bis 15.000 Golfbälle pro Tag ausgerichtet.

Golfanlagen sollten jedoch beachten, dass für ein vollautomatisiertes Golfballmanagement weitere Komponenten erforderlich sind, beispielsweise ebenerdig zugängliche Abladestationen mit unterirdischem Auffangbehälter. Denn sonst muss der Roboter immer wieder manuell entleert werden. Sinnvoll ist es daher, für den Einsatz ein Gesamtkonzept zur Ballsammlung zu erstellen – basierend auf der durchschnittlichen Tagesnutzung der eigenen Range.

 

Weitere Informationen: www.echorobotics.de 

Lightspeed Golf

Während in Deutschland der Wettbewerb bei den Clubverwaltungssystemen unter einigen wenigen Anbietern ausgetragen wird, steht international eine deutlich größere Auswahl zur Verfügung. Eines der bekanntesten Systeme, Chronogolf, firmiert nun als Lightspeed Golf. Mehr als 1.200 Anlagen weltweit haben sich für das System entschieden. Lightspeed, in vielen anderen Branchen mit seinen integrierten Kassensystemen aktiv, setzt auf eine Cloud-basierte Lösung. Nach eigenen Angaben nutzt das in Montreal, Kanada, beheimatete Unternehmen dabei lokale Cloud-Anbieter je nach Region. So soll auch sichergestellt werden, dass insbesondere die in Europa deutlich strengeren Vorgaben zum Datenschutz umgesetzt werden.

Lightspeed Golf präsentiert sich als umfassende Lösung für Golfanlagen, die nicht nur klassische Mitglieder- und Startzeitenverwaltung unterstützt. Auch moderne Konzepte wie Dynamic Pricing auf Basis definierter Vorlagen werden unterstützt, ebenso der Verkauf im Pro-Shop inklusive Inventarverwaltung und die Gastronomie. Ein weiteres Modul, eCom, unterstützt den Online-Verkauf – nicht nur für Gutscheine oder Startzeiten, sondern auch für alle Produkte des Pro-Shops. Auch die Website kann auf Basis der Software umgesetzt werden. Für zahlreiche ergänzende Bereiche bis hin zur Buchung von Reisen der Pros oder des Clubs stehen offene Schnittstellen zur Verfügung, über die Third-Party-Systeme in die Gesamtkonzeption eingebunden werden können.

 

Weitere Informationen: https://www.lightspeedhq.com/golf/