Der GMVD-Golfkongress 2025 in Hamburg
Austausch, Zukunftsthemen und Gemeinschaft

Wenn die Golfbranche gemeinsam nach Hamburg reist, steht eines fest: Es wird dicht – dicht an Programm, dicht an Gesprächen, dicht an neuen Impulsen. Der GMVD-Golfkongress 2025 bot all das, was man von der ,Familie GMVD‘ erwarten darf: Fachlichkeit auf hohem Niveau, eine bemerkenswerte Bandbreite an Teilnehmenden und eine Atmosphäre, in der sich Menschen vom Anzugträger bis zum fast schon punkig wirkenden Kreativen gleichermaßen willkommen fühlten. Kurz: Hamburg zeigte sich im November als Treffpunkt einer Branche, die sich bewegt – im wahrsten Sinne des Wortes , und die mit spürbarem Gemeinschaftsgeist den Weg nach vorn gestaltet.
Warm-up mit Weitblick: Early Bird und Meet&Greet
Bereits der Samstag machte deutlich, warum der Kongress mehr ist als eine reine Fortbildungsveranstaltung. Beim ,Early Bird‘ im Golf Lounge Resort von Peter E. Merck nutzten viele die Gelegenheit, die innovative Anlage zu erleben und sich auf die kommenden Tage einzustimmen. Am Sonntag folgte das traditionelle Meet&Greet-Turnier im Golf Club Treudelberg – ein Format, das Jahr für Jahr beweist, dass Networking auf dem Golfplatz nicht nur funktioniert, sondern einfach Spaß macht. Texas Scramble, Wunschflights, dazu eine genussvolle Half-Way-Verpflegung: bessere Startbedingungen für den Kongressauftakt sind kaum vorstellbar.
Dass beim anschließenden ,Winner Dinner‘ die Stimmung mindestens so gut war wie das Menü, dürfte kaum überrascht haben. Die Talkgäste Peter E. Merck und Ergül Altinova boten pointierte Einblicke – und spätestens im inoffiziellen Teil zeigte sich, wie schnell aus Kontakten Kolleginnen und Kollegen werden.
Eröffnung mit Energie – und dem ersten Morgenlauf
Montagmorgen, 07:00 Uhr. Während in Hamburg vielerorts gerade der erste Kaffee aufgebrüht wird, startet der GMVD-Präsident mit Lauftrainerin Imke Ulrich zum ,Run with the President‘. Wer mitlief, wurde nicht nur wach, sondern auch Teil eines für GMVD-Veranstaltungen typischen Moments: gemeinsam aktiv sein, gemeinsam ins Thema ,Longevity‘ eintauchen – dem großen Schwerpunkt des Kongresses.
Ab 09:30 Uhr eröffneten Stefan Kirstein und Andreas Dorsch offiziell den Golfkongress und führten damit in zwei Tage voller Impulse ein. Schon hier zeigte sich die Stärke des Moderationsduos, das mit humorvollen, bisweilen kabarettistisch anmutenden Wortgefechten für Leichtigkeit sorgte – laut eigener Aussage spontan, laut Beobachtern eher ein perfekt gespielter ,Doppelpass‘ eines eingespielten Teams.
Wo Medizin und Golf sich treffen
Der erste Keynote-Vortrag von Dr. Andreas Schwarzl legte nicht weniger als das Fundament für die kommenden Tage: Longevity als Zusammenspiel von Körper, Geist und Psyche. Wie Schulmedizin und Naturheilkunde sich ergänzen können, wie Gesundheit ganzheitlich gedacht wird und warum Prävention auch in Golfclubs eine relevante Rolle spielt – all das traf den Nerv eines Publikums, das den Begriff ,Langlebigkeit‘ zunehmend nicht nur auf die Fairways, sondern auf Organisationen und Mitarbeitende
projiziert.
Spürbar: Die Branche setzt sich ernsthaft mit Zukunftsthemen auseinander – und dafür braucht es genau solche Impulse.
Gehirnjogging auf hohem Niveau
Mit Markus Hofmann folgte ein Keynote-Sprecher, der die Teilnehmenden nicht nur zum Denken, sondern teilweise zum Staunen brachte. ,Hirn in Hochform‘ bot praxisnahe Techniken für ein scharfes Gedächtnis – und sorgte ganz nebenbei für Lacher, die in Erinnerung bleiben dürften. Ein wohltuender Mental-Booster nach einer ersten intensiven Networking-Phase.
Clubverwaltungssysteme im Dialog
Die Podiumsdiskussion zu Clubverwaltungssystemen zeigte anschließend, wie lebendig Austausch sein kann, wenn Marktführer direkt miteinander – und mit der Branche – diskutieren. Nexxchange, PC CADDIE und Albatros gaben Einblicke, sprachen über Digitalisierung, KI-Einsatz und neue Herausforderungen. Ein Format, das Transparenz schafft und Orientierung bietet – gerade in einer Phase, in der Daten, Automatisierung und Servicequalität enorm an Bedeutung gewinnen.
Workshops: Vielfalt von KI bis Greenkeeping
Selten war das Workshop-Angebot so breit gefächert wie 2025. Wer sich mit Mitgliederschwund bei Jugendlichen, KI-Telefonagenten, Gräsern für Grüns, Geo-Informationssystemen oder praktischen Longevity-Konzepten beschäftigen wollte, fand jeweils vollgepackte 45 Minuten, die kaum Wünsche offenließen.
Auffällig war die große Resonanz auf die KI-Themen: Von Servicebots bis hin zu praxisnahen Anwendungen im Cluballtag zeigte sich, dass künstliche Intelligenz längst nicht mehr ,kommt‘, sondern ,da‘ ist. Und: dass die Branche bereit ist, sich intensiv mit Chancen und Grenzen auseinanderzusetzen.
Warum sich die GMVD-Gemeinschaft besonders anfühlt
Wie bei jeder guten Veranstaltung sind es nicht allein Vorträge oder Workshops, die den Charakter bestimmen – es sind die Menschen. Auffällig in diesem Jahr: Die Vielfalt der Teilnehmenden. Klassische Branchengrößen trafen auf junge Impulsgeber, Sportliche auf Kreative, IT-Denker auf Platzspezialisten.
Ein bezeichnender Moment, der diese Atmosphäre widerspiegelte: Pascal Braun von FaceForce war auf dem Kongress nicht nur beruflich präsent – seine Frau und die beiden Kinder schauten immer wieder vorbei. Ein Bild, das deutlich macht, was viele empfinden: Man ist hier als Mensch willkommen. Die ,Familie GMVD‘ ist keine Floskel, sondern gelebte Realität.
Das bestätigten auch zahlreiche Posts auf Social Media im Nachgang: Von begeisterten Rückblicken über inspirierte Erkenntnisse bis hin zu Dankesbekundungen zeigte sich, dass der Kongress vor allem eines erzeugte – Begeisterung und Verbundenheit.
Abendveranstaltung: Stilvoll, locker, verbindend
Das Get-together am Montagabend fügte sich nahtlos in die positive Gesamtatmosphäre ein. Ein festliches Menü, stimmungsvolle Musik von DJ Mujo, Gespräche bis spät in die Nacht – und die CCM-Ehrungen, die separat im Heft gewürdigt werden.
Tag 2: Zukunftsthemen, Best Practices und kulinarischer Abschluss
Der zweite Kongresstag startete erneut sportlich mit dem Morgenlauf, bevor GKMB und PC CADDIE in einem gemeinsamen Block Trends und Entwicklungen präsentierten – unter anderem im Hinblick auf das GMVD-Jahresthema Longevity.
Es folgte ein Blick auf Hamburgs Tourismuswirtschaft mit Geschäftsführer Michael Otremba. Sein Vortrag bot Einblicke in Vermarktungsstrategien einer Stadt, die längst mehr ist als Elbphilharmonie und Hafenromantik.
Mit Niklas Vollands Keynote ,KI in der Praxis‘ wurde das Rahmenthema Digitalisierung schließlich erneut prägnant aufgegriffen – praxisnah, strukturiert und mit direktem Nutzen für den Arbeitsalltag der Golfanlagen.
Höhepunkt vor dem Abschluss bildete die Präsentation der ,Best Practice Competition Longevity‘. Hier wurde sichtbar, wie kreativ und zugleich pragmatisch Clubs das Thema umsetzen – von Gesundheitstagen über Bewegungsprogramme bis hin zu ergonomischen Arbeitswelten.
Ein Vortrag zu gastronomischen Trends im Golfclub rundete den Kongress schließlich ab, bevor Präsident Stefan Kirstein gemeinsam mit Vorstand und Geschäftsführung die Gäste verabschiedete. Mit dem Farewell-Lunch klang eine Veranstaltung aus, die wieder einmal gezeigt hat, wie lebendig, vielfältig und zukunftsorientiert die Golfbranche aufgestellt ist.
Ein Kongress, der verbindet – in jeder Hinsicht
Der GMVD-Golfkongress 2025 bestätigte eindrucksvoll seinen Ruf als zentrale Plattform der Branche. Er ist Fortbildung, ,Marktplatz‘, Treffpunkt – und ein Ort, an dem man sich wohlfühlt.
Die hervorragende Organisation durch den GMVD, insbesondere durch die Geschäftsstelle um Andreas Dorsch, Marion Arens und Benedikt Wagner, verdient besonderen Dank. Ebenso ein großes Kompliment an Ludwig Noack, dessen professionelle Fotografie den Kongress einmal mehr in starken Bildern festhielt.
Und last but not least, ein Wunsch für die Zukunft: Das Moderationsduo Stefan Kirstein und Andreas Dorsch ,funktioniert‘ nicht nur – es brilliert. Ihre spontanen Wortgeplänkel schaffen Nähe, Vertrautheit und ein angenehm entspanntes Klima. Hoffentlich bauen die beiden ihre gemeinsame Moderation in den kommenden Jahren noch weiter aus – denn sie sind eine echte Bereicherung für die Veranstaltung!
Dass die Teilnehmenden diesen Kongress erneut zu einem lebendigen, inspirierenden und herzlichen Branchenereignis machten, steht außer Frage. Hamburg 2025 war ein besonderer Moment, der noch lange nachklingen wird.
Anmerkung: Auf www.gmvd.de finden Sie weitere Beiträge zu einzelnen Programmpunkten der mehrtägigen GMVD-Veranstaltung in Treudelberg.
Autor: Stefan Vogel | golfmanager 5/25













