Statt Sclerotinia homoeocarpa in Zukunft z.B. Clarireedia homoeocarpa
Statt Sclerotinia homoeocarpa in Zukunft z.B. Clarireedia homoeocarpa
Die Rosskastanie wurde vom Kuratorium des Baumes 2005 zum Baum des Jahres gewählt.
Die Rosskastanie ist ein sommergrüner Laubbaum von stattlicher Gestalt. Sie ist schnellwüchsig und erreicht eine Höhe von bis zu 30 Metern mit einer Kronenbreite von 15-20 Metern. Die Krone kann etwas unregelmäßig geformt sein, weil einige Äste aus dem sogenannten Kronenverbund herauswachsen; dadurch entsteht eine wolkig aussehende Oberfläche der Krone. Die Baumkrone sitzt auf einem relativ kurzen Stamm, der sich frühzeitig am Stammkopf verzweigt. Eine durchgehende Hauptachse ist in der Krone nicht zu finden.
Vor den Eiszeiten war die Rosskastanie bei uns einheimisch, hat aber eine „Rückwanderung“ nicht vollzogen. Erst Ende des 16. Jahrhunderts erhielt der Botaniker und Arzt Carolus Clusius in Wien einige Samen, 1603 soll sie in den Gärten des Schönbrunner Schlosses in Wien zum ersten Mal erblüht sein. In der Barockzeit war sie sehr beliebt; sie wurde in Gärten und als Alleebaum kultiviert. Im 17. Jahrhundert kamen dann Samen nach England, Frankreich und Holland.
Natürliche Vorkommen der Rosskastanie in Nordgriechenland wurden erst 1879 entdeckt, ein paar Jahre später wurde sie auch in Bulgarien nachgewiesen. Heute ist sie mit zerstreuten Vorkommen in Berg- und Schluchtwäldern der nördlichen Balkanhalbinsel (Albanien, Bulgarien und Griechenland) verbreitet.
Die Gattung Aesculus umfasst 13 Arten, die in Nordamerika, Südosteuropa und Süd- und Ostasien vorkommen. Einige werden auch bei uns kultiviert.
In Bauernhöfen wurde die Rosskastanie als sogenannter Hofbaum, meistens in der Nähe der landwirtschaftlichen Gebäude, gepflanzt. Schließlich erlangte sie in Biergärten große Beliebtheit, vor allem wegen des intensiven Schattens, den sie mit ihren großen Blättern spendet. Die Rosskastanie verbinden wir aber auch mit einem Innenhof oder einem Garten und einer Bank rings um den Stamm, eine gemütliche Atmosphäre ausstrahlend.
Die ersten Berichte über „Dollar Spot“ stammen aus dem Jahr 1927 (MONTEITH, 1927). Er wurde von MONTEITH zunächst als „small brown Patch“ bezeichnet, da er kleine, strohfarbene Flecken verursachte – kaum größer als ein „Silver Dollar“, sodass sich mit der Zeit für dieses typische Schadsymptome der Begriff „Dollar Spot“ etablierte. MONTEITH konnte noch keinen Schaderreger benennen, der für das von ihm beschriebene Schadsymptom verantwortlich ist, denn er bat in seinem Artikel 1927 um eine Identifizierung. Erst BENNETT (1937) fand morphologische Ähnlichkeiten zwischen dem Erreger von „Dollar Spot“ und anderen Pilzen der Gattung „Sclerotinia“. So kam es zu der Bezeichnung „Sclerotinia homoeocarpa“. Der Artnamen „homoeocarpa“ bezieht sich sehr wahrscheinlich auf diese Ähnlichkeit.
Die ersten Berichte über „Dollar Spot“ stammen aus dem Jahr 1927 (MONTEITH, 1927). Er wurde von MONTEITH zunächst als „small brown Patch“ bezeichnet, da er kleine, strohfarbene Flecken verursachte – kaum größer als ein „Silver Dollar“, sodass sich mit der Zeit für dieses typische Schadsymptome der Begriff „Dollar Spot“ etablierte. MONTEITH konnte noch keinen Schaderreger benennen, der für das von ihm beschriebene Schadsymptom verantwortlich ist, denn er bat in seinem Artikel 1927 um eine Identifizierung. Erst BENNETT (1937) fand morphologische Ähnlichkeiten zwischen dem Erreger von „Dollar Spot“ und anderen Pilzen der Gattung „Sclerotinia“. So kam es zu der Bezeichnung „Sclerotinia homoeocarpa“. Der Artnamen „homoeocarpa“ bezieht sich sehr wahrscheinlich auf diese Ähnlichkeit.
„Dollar Spot“-Symptom, wie es im Greenkeeping nur allzu bekannt ist. (Foto: B. Licht)
In den folgenden Jahrzehnten wurde jedoch relativ schnell klar, dass es sich bei Sclerotinia homoeocarpa um keine Art handeln kann, die der Gattung Sclerotinia zuzuordnen ist. Es gab deutliche Abweichungen in der Morphologie und in der Fortpflanzungsstruktur. Schon ab den 1990er Jahren wurde klar, dass S. homoeocarpa keine echte Sclerotinia-Art ist. Die typischen Sclerotinia-Arten bilden röhrenförmige Ruhe- bzw. Überdauerungsstadien (Sclerotien) aus. Solche Sclerotien fand man bei S. homoeocarpa nie. Er bildete als Ruhestadien ein flaches Stroma (Hyphengeflecht) aus.
Eine Reklassifizierung in eine korrekte Gattung war lange nicht möglich, da es nicht möglich war, fertile teleomorphe Fruchtkörper (geschlechtliche Apothecien mit Ascosporen) zu finden. Auch asexuelle Fruchtkörper (z.B. Konidien) bildet S. homoeocarpa nicht aus. In isolierten Kulturen wurden lediglich unfruchtbare, becherförmige Ascocarpien (schüsselförmiger Fruchtkörper) gebildet, die aber nur sehr selten ausgebildet wurden. Morphologische Beurteilung der Hyphen sowie biochemische und immunologische Studien von Protein und DNA-Sequenzdaten bestätigen die Nichtzugehörigkeit des Dollar Spot-Erregers zur Gattung „Sclerotinia“. Schon in den 90iger Jahren wurde vermutet, dass „Sclerotina homoeocarpa“ eher zur Familie der Rutstroemiaceae (Stromabecherverwandte) zu zählen ist, insbesondere zu den Gattungen Poculum (Becherlinge) bzw. Rutstroemia (Stromabecher).
Die fehlenden asexuellen wie auch sexuellen Fruchtkörper beim Dollar Spot-Erreger bereitete nicht nur bei seiner Klassifizierung Probleme, sondern auch bei der Identifikation des Schaderregers, der für das Schadbild „Dollar Spot“ verantwortlich ist, denn der Begriff „Dollar Spot“ wird inzwischen in der Literatur ebenso für das Schadbild anderer Schaderreger verwendet, wie z.B.: Lepthosphaerolina australis (Blattfleckenpilz), Microdochium nivale (Schneeschimmel), Fusarium sp. (Sommerfusarium) und Ophiosphaerella agrostis (Agrostis Dead Spot). Von diesen Pilzen findet man Konidien oder Pseudothecien mit Ascis und Ascosporen, was ihre Identifikation vereinfacht. Sclerotina homoeocarpa konnte man nur an seinem mehr oder weniger typischen Mycel identifizieren. Daher war es immer unklar, ob die zuvor genannten Schaderreger lediglich Sekundärerreger im „Dollar Spot-Symptom“ waren, jedoch S. homoeocarpa der Primärerreger, der wegen fehlender Sporen schwer nachweisbar ist.
In den folgenden Jahrzehnten wurde jedoch relativ schnell klar, dass es sich bei Sclerotinia homoeocarpa um keine Art handeln kann, die der Gattung Sclerotinia zuzuordnen ist. Es gab deutliche Abweichungen in der Morphologie und in der Fortpflanzungsstruktur. Schon ab den 1990er Jahren wurde klar, dass S. homoeocarpa keine echte Sclerotinia-Art ist. Die typischen Sclerotinia-Arten bilden röhrenförmige Ruhe- bzw. Überdauerungsstadien (Sclerotien) aus. Solche Sclerotien fand man bei S. homoeocarpa nie. Er bildete als Ruhestadien ein flaches Stroma (Hyphengeflecht) aus.
Eine Reklassifizierung in eine korrekte Gattung war lange nicht möglich, da es nicht möglich war, fertile teleomorphe Fruchtkörper (geschlechtliche Apothecien mit Ascosporen) zu finden. Auch asexuelle Fruchtkörper (z.B. Konidien) bildet S. homoeocarpa nicht aus. In isolierten Kulturen wurden lediglich unfruchtbare, becherförmige Ascocarpien (schüsselförmiger Fruchtkörper) gebildet, die aber nur sehr selten ausgebildet wurden. Morphologische Beurteilung der Hyphen sowie biochemische und immunologische Studien von Protein und DNA-Sequenzdaten bestätigen die Nichtzugehörigkeit des Dollar Spot-Erregers zur Gattung „Sclerotinia“. Schon in den 90iger Jahren wurde vermutet, dass „Sclerotina homoeocarpa“ eher zur Familie der Rutstroemiaceae (Stromabecherverwandte) zu zählen ist, insbesondere zu den Gattungen Poculum (Becherlinge) bzw. Rutstroemia (Stromabecher).
Die fehlenden asexuellen wie auch sexuellen Fruchtkörper beim Dollar Spot-Erreger bereitete nicht nur bei seiner Klassifizierung Probleme, sondern auch bei der Identifikation des Schaderregers, der für das Schadbild „Dollar Spot“ verantwortlich ist, denn der Begriff „Dollar Spot“ wird inzwischen in der Literatur ebenso für das Schadbild anderer Schaderreger verwendet, wie z.B.: Lepthosphaerolina australis (Blattfleckenpilz), Microdochium nivale (Schneeschimmel), Fusarium sp. (Sommerfusarium) und Ophiosphaerella agrostis (Agrostis Dead Spot). Von diesen Pilzen findet man Konidien oder Pseudothecien mit Ascis und Ascosporen, was ihre Identifikation vereinfacht. Sclerotina homoeocarpa konnte man nur an seinem mehr oder weniger typischen Mycel identifizieren. Daher war es immer unklar, ob die zuvor genannten Schaderreger lediglich Sekundärerreger im „Dollar Spot-Symptom“ waren, jedoch S. homoeocarpa der Primärerreger, der wegen fehlender Sporen schwer nachweisbar ist.
Die Rosskastanie wurde vom Kuratorium des Baumes 2005 zum Baum des Jahres gewählt.
Die Rosskastanie ist ein sommergrüner Laubbaum von stattlicher Gestalt. Sie ist schnellwüchsig und erreicht eine Höhe von bis zu 30 Metern mit einer Kronenbreite von 15-20 Metern. Die Krone kann etwas unregelmäßig geformt sein, weil einige Äste aus dem sogenannten Kronenverbund herauswachsen; dadurch entsteht eine wolkig aussehende Oberfläche der Krone. Die Baumkrone sitzt auf einem relativ kurzen Stamm, der sich frühzeitig am Stammkopf verzweigt. Eine durchgehende Hauptachse ist in der Krone nicht zu finden.
Vor den Eiszeiten war die Rosskastanie bei uns einheimisch, hat aber eine „Rückwanderung“ nicht vollzogen. Erst Ende des 16. Jahrhunderts erhielt der Botaniker und Arzt Carolus Clusius in Wien einige Samen, 1603 soll sie in den Gärten des Schönbrunner Schlosses in Wien zum ersten Mal erblüht sein. In der Barockzeit war sie sehr beliebt; sie wurde in Gärten und als Alleebaum kultiviert. Im 17. Jahrhundert kamen dann Samen nach England, Frankreich und Holland.
Natürliche Vorkommen der Rosskastanie in Nordgriechenland wurden erst 1879 entdeckt, ein paar Jahre später wurde sie auch in Bulgarien nachgewiesen. Heute ist sie mit zerstreuten Vorkommen in Berg- und Schluchtwäldern der nördlichen Balkanhalbinsel (Albanien, Bulgarien und Griechenland) verbreitet.
Die Gattung Aesculus umfasst 13 Arten, die in Nordamerika, Südosteuropa und Süd- und Ostasien vorkommen. Einige werden auch bei uns kultiviert.
In Bauernhöfen wurde die Rosskastanie als sogenannter Hofbaum, meistens in der Nähe der landwirtschaftlichen Gebäude, gepflanzt. Schließlich erlangte sie in Biergärten große Beliebtheit, vor allem wegen des intensiven Schattens, den sie mit ihren großen Blättern spendet. Die Rosskastanie verbinden wir aber auch mit einem Innenhof oder einem Garten und einer Bank rings um den Stamm, eine gemütliche Atmosphäre ausstrahlend.
Die neusten phylogenetischen Untersuchungen (BAIRN, L.A. et al., 2018 und SALAGADO-SALAZAR, C. et al., 2018) ergaben, dass es sich nicht nur um einen, sondern um vier verschiedene Dollar Spot-Pilze handelt. Eine Arbeitsgruppe von Forschern des USDA Agriculture Research Service, der Rutgers University, der North Carolina State University und der Ohio State University haben mehr als 4.000 Isolate untersucht, die alle weltweit „Dollar Spot“ Symptome verursachten. Dabei spielten sowohl die genetischen Abschnitte, als auch morphologischen Merkmale eine wichtige Rolle.
Die neusten phylogenetischen Untersuchungen (BAIRN, L.A. et al., 2018 und SALAGADO-SALAZAR, C. et al., 2018) ergaben, dass es sich nicht nur um einen, sondern um vier verschiedene Dollar Spot-Pilze handelt. Eine Arbeitsgruppe von Forschern des USDA Agriculture Research Service, der Rutgers University, der North Carolina State University und der Ohio State University haben mehr als 4.000 Isolate untersucht, die alle weltweit „Dollar Spot“ Symptome verursachten. Dabei spielten sowohl die genetischen Abschnitte, als auch morphologischen Merkmale eine wichtige Rolle.
Einordnung der Gattung „Clarireedia“ neben der Gattung „Sclerotinia“ in den Stammbaum der Abt. Ascomyceten (Schlauchpilze).
Die genetischen Informationen wurden einer phylogenetischen Analyse unterzogen, um genetische und evolutionäre Beziehungen zwischen Organismen zu bewerten und Stammbäume zu bauen. Die polygenetische Analyse ergab, dass es sich nicht nur um eine, sondern um vier verschiedene Arten von Dollar Spot-Pilzen handelt, und dass die Pilze zu keiner der bisher bekannten Pilzgattungen gehören.
Eine neue Pilzgattung namens „Clarireedia“ wurde etabliert, um die durch die polygenetische Analyse entdeckten Erreger darzustellen. Dieser neue Gattungsname ist eine Hommage an C. Reed Funk (Turfgras-Wissenschaftler und Züchter) – „Clarus“ lat. für „berühmt“, und „reedia“ zu Ehren von Funk. Ebenso wurden drei der vier Arten zu Ehren von Wissenschaftlern entsprechend benannt. Die vier Arten sind:
C. homoeocarpa (wurde für den historischen Kontext beibehalten)
C. bennettii (zu Ehren FT Bennett)
C. montithiana (zu Ehren John Monteith)
C. jacksonii (zu Ehren Noel Jackson)
Auswirkung der neuen polygenetischen Zuordnung für die etablierten PCR-Tests
Sclerotinia homoeocarpa war bei den bisher schon etablierten PCR-Tests (DNA-Analyse) als nachzuweisender Schaderreger aufgeführt. In der Vergangenheit konnte bei Proben von einigen Dollar Spot-Symptomen mit einem etablierten PCR-Test Sclerotinia homoeocarpa als Erreger nicht nachgewiesen werden, jedoch z.B. Fusarium sp. Bezieht man das Klima und den Zeitpunkt der Probenahme – später Herbst – mit ein, würde das Ergebnis passen. Trotzdem stellt sich die Frage, ob die aktuellen PCR-Tests an die neue polygenetische Zuordnung, also somit auf die neue Gattung „Clarireedia“, oder sogar eventuell auf die vier neuen Arten dieser Gattung angepasst werden müssen, damit mit den PCR-Tests ein Nachweis möglich ist. Erst wenn die entsprechenden Primer des jeweiligen Schaderregers vorliegen, gelingt beim PCR-Test der Nachweis. Nur so können wir letztendlich nachweisen, dass auch andere Schadpilze tatsächlich „Dollar Spot“-ähnliche Symptome ausbilden, und nicht als Sekundärerreger in diesen auftreten.
Autor: Dr. Gerhard Lung | Greenkeepers Journal 1/2019
Literatur
BENNETT, F.T., 1937: Dollarspot disease of turf and is causal organism, Sclerotinia homoeocarpa n. sp. Ann. Appl. Biol. 24, 236-257.
MONTEITH, J., 1927: Can you identify brown patch? Natl. Greenkeeper 6, 7-11. BEIRN, L.A. et al., 2018: Identifying and naming the fungi that cause dollar spot on turf. GCM Homepage – www.gcmonline.com/research/news/ dollar-spot-turf.
SALGADO-SALAZAR, C. et al., 2018: Clarireedia: A new fungal genus comprising four pathogentic species responsible for dollar spot disease of turfgrass. Fungal Biology 122, 761-773.
Die genetischen Informationen wurden einer phylogenetischen Analyse unterzogen, um genetische und evolutionäre Beziehungen zwischen Organismen zu bewerten und Stammbäume zu bauen. Die polygenetische Analyse ergab, dass es sich nicht nur um eine, sondern um vier verschiedene Arten von Dollar Spot-Pilzen handelt, und dass die Pilze zu keiner der bisher bekannten Pilzgattungen gehören.
Eine neue Pilzgattung namens „Clarireedia“ wurde etabliert, um die durch die polygenetische Analyse entdeckten Erreger darzustellen. Dieser neue Gattungsname ist eine Hommage an C. Reed Funk (Turfgras-Wissenschaftler und Züchter) – „Clarus“ lat. für „berühmt“, und „reedia“ zu Ehren von Funk. Ebenso wurden drei der vier Arten zu Ehren von Wissenschaftlern entsprechend benannt. Die vier Arten sind:
C. homoeocarpa (wurde für den historischen Kontext beibehalten)
C. bennettii (zu Ehren FT Bennett)
C. montithiana (zu Ehren John Monteith)
C. jacksonii (zu Ehren Noel Jackson)
Auswirkung der neuen polygenetischen Zuordnung für die etablierten PCR-Tests
Sclerotinia homoeocarpa war bei den bisher schon etablierten PCR-Tests (DNA-Analyse) als nachzuweisender Schaderreger aufgeführt. In der Vergangenheit konnte bei Proben von einigen Dollar Spot-Symptomen mit einem etablierten PCR-Test Sclerotinia homoeocarpa als Erreger nicht nachgewiesen werden, jedoch z.B. Fusarium sp. Bezieht man das Klima und den Zeitpunkt der Probenahme – später Herbst – mit ein, würde das Ergebnis passen. Trotzdem stellt sich die Frage, ob die aktuellen PCR-Tests an die neue polygenetische Zuordnung, also somit auf die neue Gattung „Clarireedia“, oder sogar eventuell auf die vier neuen Arten dieser Gattung angepasst werden müssen, damit mit den PCR-Tests ein Nachweis möglich ist. Erst wenn die entsprechenden Primer des jeweiligen Schaderregers vorliegen, gelingt beim PCR-Test der Nachweis. Nur so können wir letztendlich nachweisen, dass auch andere Schadpilze tatsächlich „Dollar Spot“-ähnliche Symptome ausbilden, und nicht als Sekundärerreger in diesen auftreten.
Autor: Dr. Gerhard Lung | Greenkeepers Journal 1/2019
Literatur
BENNETT, F.T., 1937: Dollarspot disease of turf and is causal organism, Sclerotinia homoeocarpa n. sp. Ann. Appl. Biol. 24, 236-257.
MONTEITH, J., 1927: Can you identify brown patch? Natl. Greenkeeper 6, 7-11. BEIRN, L.A. et al., 2018: Identifying and naming the fungi that cause dollar spot on turf. GCM Homepage – www.gcmonline.com/research/news/ dollar-spot-turf.
SALGADO-SALAZAR, C. et al., 2018: Clarireedia: A new fungal genus comprising four pathogentic species responsible for dollar spot disease of turfgrass. Fungal Biology 122, 761-773.