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Birke (Betula pendula Roth)

Steckbrief – Bäume auf Golfanlagen

Die Birke wurde im Jahr 2000 zum Baum des Jahres gekürt.

 

Ein Birkenbaum ist das gesamte Jahr von besonderer Schönheit, wohl wegen ihrer Silhouette. Mit ihren herabhängenden Zweigen wirkt sie malerisch im Gelände, zudem ist sie von schlankem Wuchs. Ihre weißschwarzen Stämme sind sehr markant und für Birken sehr typisch. Sie ist sicherlich der Baum, den die meisten Menschen kennen. Allerdings ist sie nicht besonders langlebig, sie erreicht ein Altern von etwa 100 Jahren.

 

Aussehen im Jahreslauf

Es beginnt mit einem besonders schönen Frühjahrsaspekt, wenn sich die Birke – mitunter nach einem langen trüben Winter – als eine der ersten Laub-Bäume in unseren Breiten mit zartem Grün schmückt (Abbildung 1). Zunächst erscheinen die zarten, kleinen Blättchen, aber schon sehr bald strecken sich die herabhängenden männlichen Blütenstände, sogenannte Kätzchen (Abbildung 2), die keinerlei Blütenblätter als Schauorgane zum Anlocken von Insekten haben, denn die winzig kleinen Pollenkörner, ausgestattet mit zwei Pollensäcken gewissermaßen als Flug- organe, transportiert der Wind über weite Distanzen.

Die Birke wurde im Jahr 2000 zum Baum des Jahres gekürt.

 

Ein Birkenbaum ist das gesamte Jahr von besonderer Schönheit, wohl wegen ihrer Silhouette. Mit ihren herabhängenden Zweigen wirkt sie malerisch im Gelände, zudem ist sie von schlankem Wuchs. Ihre weißschwarzen Stämme sind sehr markant und für Birken sehr typisch. Sie ist sicherlich der Baum, den die meisten Menschen kennen. Allerdings ist sie nicht besonders langlebig, sie erreicht ein Altern von etwa 100 Jahren.

 

Aussehen im Jahreslauf

Es beginnt mit einem besonders schönen Frühjahrsaspekt, wenn sich die Birke – mitunter nach einem langen trüben Winter – als eine der ersten Laub-Bäume in unseren Breiten mit zartem Grün schmückt (Abbildung 1). Zunächst erscheinen die zarten, kleinen Blättchen, aber schon sehr bald strecken sich die herabhängenden männlichen Blütenstände, sogenannte Kätzchen (Abbildung 2), die keinerlei Blütenblätter als Schauorgane zum Anlocken von Insekten haben, denn die winzig kleinen Pollenkörner, ausgestattet mit zwei Pollensäcken gewissermaßen als Flug- organe, transportiert der Wind über weite Distanzen.

 

Die Blätter sind handförmig geteilt, in der Regel besteht ein Laubblatt aus fünf bis sieben Fiederblättern, die allesamt am Ende des Stieles stehen, aber unterschiedliche Größe haben; in jedem Fall ist das mittlere Fiederblatt das Größte. Diese sind in der Winterknospe „sorgfältig“ entlang der Blattnerven gefaltet und tragen in diesem Stadium ein dichtes Haarkleid (Abbildung 3). Im Laufe der nächsten Tage schieben sie sich vollständig aus der Knospe; zunächst hängen die Fiederblätter schlaff herunter (Abbildung 4). In diesem Stadium sind bereits einige Blütenstände zu sehen; diese stehen am Ende des in diesem Jahr gebildeten Sprossabschnittes und beschließen das diesjährige Sprosswachstum. Die Blütenknospen zeigen sich zu diesem Zeitpunkt nur als kleine Kugeln, die Kegelform der Blütenstände ist aber bereits zu erkennen. Es ist bewundernswert, dass der gesamte diesjährige Trieb samt Blütenstand in der Winterknospe vorhanden ist und bei entsprechenden Temperaturen nur aus der Knospe „herausgeschoben“ werden muss (Abbildung 5).

 

In den Blättern ist das Festigungsgewebe nunmehr erstarkt, so dass diese ihre endgültige Position einnehmen. Diesen ganzen Vorgang können Sie innerhalb weniger Tage Anfang April verfolgen, gewissermaßen in der Zeitlupe werden Sie die Entwicklung sehen und vielleicht sogar staunen.

 

Die großen Blütenstände (Abbildung 6) sind bereits Ende April voll entwickelt. Sie bestehen aus zahlreichen Teilblütenständen, die entlang der aufrechten Blütenstandsachse stehen. Innerhalb eines Teilblütenstandes erfolgt das Aufblühen in strenger Abfolge, die innersten Blüten starten zuerst.

Im Sommer entwickeln sich die Früchte ebenfalls in herabhängenden Kätzchen (Abbildung 3). Bei Reife, im Spätsommer, strecken sich die Kätzchen und entlassen die kleinen Früchtchen (Abbildung 4). Diese haben zwei kleine Flügel – betrachtet man sie etwas genauer, dann sehen sie wie kleine Schmetterlinge aus; sie werden ebenfalls vom Wind transportiert. Die Birken zeigen im Hochsommer lichtdurchflutete Kronen mit kleinen, dunkelgrünen Blättchen (Abbildung 5).

Im Sommer entwickeln sich die Früchte ebenfalls in herabhängenden Kätzchen (Abbildung 3). Bei Reife, im Spätsommer, strecken sich die Kätzchen und entlassen die kleinen Früchtchen (Abbildung 4). Diese haben zwei kleine Flügel – betrachtet man sie etwas genauer, dann sehen sie wie kleine Schmetterlinge aus; sie werden ebenfalls vom Wind transportiert. Die Birken zeigen im Hochsommer lichtdurchflutete Kronen mit kleinen, dunkelgrünen Blättchen (Abbildung 5).

Im Herbst beginnt die Laubfärbung zunächst von der Wipfelregion ausgehend (Abbildung 6) bis nach einiger Zeit, etwa ab Ende Oktober (Abbildung 7), die Bäume vollständig im goldgelben Gewand erscheinen. Erfreulicherweise bleibt das schöne Laub noch bis weit in den November an den Bäumen (Abbildung 8), und erhöht den Zierwert der Birken erheblich.

Im Herbst beginnt die Laubfärbung zunächst von der Wipfelregion ausgehend (Abbildung 6) bis nach einiger Zeit, etwa ab Ende Oktober (Abbildung 7), die Bäume vollständig im goldgelben Gewand erscheinen. Erfreulicherweise bleibt das schöne Laub noch bis weit in den November an den Bäumen (Abbildung 8), und erhöht den Zierwert der Birken erheblich.

Im Winter liegen die Blättchen am Boden und die Struktur der Kronen tritt deutlich hervor (Abbildung 9). Sehr viel dominanter ist jedoch die tiefgefurchte, rissige Borke mit ihrem wunderbaren schwarzweißen Muster (Abbildung 10). Diese entwickelt sich aus einer glatten im Jugendalter sich abschälenden Rinde ( Abbildung 11). Verantwortlich für die weiße Farbe ist ein Inhaltsstoff, das Betulin, dass die Rinde vor Nässe schützt.

Im Winter liegen die Blättchen am Boden und die Struktur der Kronen tritt deutlich hervor (Abbildung 9). Sehr viel dominanter ist jedoch die tiefgefurchte, rissige Borke mit ihrem wunderbaren schwarzweißen Muster (Abbildung 10). Diese entwickelt sich aus einer glatten im Jugendalter sich abschälenden Rinde ( Abbildung 11). Verantwortlich für die weiße Farbe ist ein Inhaltsstoff, das Betulin, dass die Rinde vor Nässe schützt.

Fremdbewuchs

Man könnte denken, Birken seien wintergrün, zumindest wenn Bäume stark mit Misteln (Viscum album) bewachsen sind (Abbildungen 12 und 13). Misteln gelten als Halbschmarotzer; sie haben Chlorophyll, können deshalb selbst Photosynthese betreiben, da sie aber keinen Kontakt zum Boden haben, zapfen sie die Leitungsbahnen der Wirtspflanze an und entziehen den Bäumen Wasser mit darin gelösten Mineralien. Das führt langfristig zur Schwächung des Baumes, aber auch das Gewicht der Misteln bei starkem Behang wird zum Problem für die betroffenen Bäume. Die Ausbreitung hat in den letzten Jahren stark zugenommen; sie erfolgt hauptsächlich durch Vögel.

Fremdbewuchs

Man könnte denken, Birken seien wintergrün, zumindest wenn Bäume stark mit Misteln (Viscum album) bewachsen sind (Abbildungen 12 und 13). Misteln gelten als Halbschmarotzer; sie haben Chlorophyll, können deshalb selbst Photosynthese betreiben, da sie aber keinen Kontakt zum Boden haben, zapfen sie die Leitungsbahnen der Wirtspflanze an und entziehen den Bäumen Wasser mit darin gelösten Mineralien. Das führt langfristig zur Schwächung des Baumes, aber auch das Gewicht der Misteln bei starkem Behang wird zum Problem für die betroffenen Bäume. Die Ausbreitung hat in den letzten Jahren stark zugenommen; sie erfolgt hauptsächlich durch Vögel.

 

Die Blätter sind handförmig geteilt, in der Regel besteht ein Laubblatt aus fünf bis sieben Fiederblättern, die allesamt am Ende des Stieles stehen, aber unterschiedliche Größe haben; in jedem Fall ist das mittlere Fiederblatt das Größte. Diese sind in der Winterknospe „sorgfältig“ entlang der Blattnerven gefaltet und tragen in diesem Stadium ein dichtes Haarkleid (Abbildung 3). Im Laufe der nächsten Tage schieben sie sich vollständig aus der Knospe; zunächst hängen die Fiederblätter schlaff herunter (Abbildung 4). In diesem Stadium sind bereits einige Blütenstände zu sehen; diese stehen am Ende des in diesem Jahr gebildeten Sprossabschnittes und beschließen das diesjährige Sprosswachstum. Die Blütenknospen zeigen sich zu diesem Zeitpunkt nur als kleine Kugeln, die Kegelform der Blütenstände ist aber bereits zu erkennen. Es ist bewundernswert, dass der gesamte diesjährige Trieb samt Blütenstand in der Winterknospe vorhanden ist und bei entsprechenden Temperaturen nur aus der Knospe „herausgeschoben“ werden muss (Abbildung 5).

 

In den Blättern ist das Festigungsgewebe nunmehr erstarkt, so dass diese ihre endgültige Position einnehmen. Diesen ganzen Vorgang können Sie innerhalb weniger Tage Anfang April verfolgen, gewissermaßen in der Zeitlupe werden Sie die Entwicklung sehen und vielleicht sogar staunen.

 

Die großen Blütenstände (Abbildung 6) sind bereits Ende April voll entwickelt. Sie bestehen aus zahlreichen Teilblütenständen, die entlang der aufrechten Blütenstandsachse stehen. Innerhalb eines Teilblütenstandes erfolgt das Aufblühen in strenger Abfolge, die innersten Blüten starten zuerst.

Die Rosskastanie wurde vom Kuratorium des Baumes 2005 zum Baum des Jahres gewählt.

 

Die Rosskastanie ist ein sommergrüner Laubbaum von stattlicher Gestalt. Sie ist schnellwüchsig und erreicht eine Höhe von bis zu 30 Metern mit einer Kronenbreite von 15-20 Metern. Die Krone kann etwas unregelmäßig geformt sein, weil einige Äste aus dem sogenannten Kronenverbund herauswachsen; dadurch entsteht eine wolkig aussehende Oberfläche der Krone. Die Baumkrone sitzt auf einem relativ kurzen Stamm, der sich frühzeitig am Stammkopf verzweigt. Eine durchgehende Hauptachse ist in der Krone nicht zu finden.

 

Vor den Eiszeiten war die Rosskastanie bei uns einheimisch, hat aber eine „Rückwanderung“ nicht vollzogen. Erst Ende des 16. Jahrhunderts erhielt der Botaniker und Arzt Carolus Clusius in Wien einige Samen, 1603 soll sie in den Gärten des Schönbrunner Schlosses in Wien zum ersten Mal erblüht sein. In der Barockzeit war sie sehr beliebt; sie wurde in Gärten und als Alleebaum kultiviert. Im 17. Jahrhundert kamen dann Samen nach England, Frankreich und Holland.

 

Natürliche Vorkommen der Rosskastanie in Nordgriechenland wurden erst 1879 entdeckt, ein paar Jahre später wurde sie auch in Bulgarien nachgewiesen. Heute ist sie mit zerstreuten Vorkommen in Berg- und Schluchtwäldern der nördlichen Balkanhalbinsel (Albanien, Bulgarien und Griechenland) verbreitet.

 

Die Gattung Aesculus umfasst 13 Arten, die in Nordamerika, Südosteuropa und Süd- und Ostasien vorkommen. Einige werden auch bei uns kultiviert.

 

In Bauernhöfen wurde die Rosskastanie als sogenannter Hofbaum, meistens in der Nähe der landwirtschaftlichen Gebäude, gepflanzt. Schließlich erlangte sie in Biergärten große Beliebtheit, vor allem wegen des intensiven Schattens, den sie mit ihren großen Blättern spendet. Die Rosskastanie verbinden wir aber auch mit einem Innenhof oder einem Garten und einer Bank rings um den Stamm, eine gemütliche Atmosphäre ausstrahlend.

Der Efeu (Hedera helix) bewirkt, wenn er sich mächtig entwickelt, ebenfalls ein wintergrünes Aussehen (Abbildung 14). Allerdings benutzt der Efeu den Trägerbaum nur als Unterlage, da er vom Boden in die Krone wächst und sich mit Wasser selbst versorgt. Wird er aber übermächtig und hüllt die Birke im Laufe von etlichen Jahren völlig ein, so dass sie nicht mehr assimilieren kann, dann wird auch der Efeu zum Problem.

 

Birken auf dem Golfplatz pflanzen und pflegen

Wegen ihrer lichten Kronen sind Birken für Golfplätze eine geeignete Baum-Art. Mit ihren kleinen Blättchen sind sie für den Rasen ein guter Partner, zumal das Laub erst ziemlich spät, etwa Anfang November, herunterfällt; zudem kann es an Stellen, wo es stört, ohne große Mühe unter die Gehölze mit den gängigen Gebläsen gepustet werden.

 

Die Birke eignet sich als Solitärgehölz (Abbildung 1), wirkt aber auch in Gruppen – gewissermaßen als Birkenwäldchen gepflanzt – sehr schön (Abbildungen 8 und 9).

Der Efeu (Hedera helix) bewirkt, wenn er sich mächtig entwickelt, ebenfalls ein wintergrünes Aussehen (Abbildung 14). Allerdings benutzt der Efeu den Trägerbaum nur als Unterlage, da er vom Boden in die Krone wächst und sich mit Wasser selbst versorgt. Wird er aber übermächtig und hüllt die Birke im Laufe von etlichen Jahren völlig ein, so dass sie nicht mehr assimilieren kann, dann wird auch der Efeu zum Problem.

 

Birken auf dem Golfplatz pflanzen und pflegen

Wegen ihrer lichten Kronen sind Birken für Golfplätze eine geeignete Baum-Art. Mit ihren kleinen Blättchen sind sie für den Rasen ein guter Partner, zumal das Laub erst ziemlich spät, etwa Anfang November, herunterfällt; zudem kann es an Stellen, wo es stört, ohne große Mühe unter die Gehölze mit den gängigen Gebläsen gepustet werden.

 

Die Birke eignet sich als Solitärgehölz (Abbildung 1), wirkt aber auch in Gruppen – gewissermaßen als Birkenwäldchen gepflanzt – sehr schön (Abbildungen 8 und 9).

Was ist sonst noch bemerkenswert?

Bei der Birke denken Allergiker an die Pollen, die in großen Mengen im Frühjahr herumfliegen und die Schleimhäute reizen. Die Annahme, dass der Birkenbaum in der Nähe dafür verantwortlich sei, ist aber falsch, denn aufgrund ihrer Leichtigkeit können Birkenpollen Kilometer weit fliegen. Da die Birke als Pioniergehölz an den verschiedensten Standorten siedelt und in unseren Breiten häufig vorkommt, ist die Luft in den Frühjahrsmonaten mit Pollen angereichert; übrigens sind noch weitere Arten aus der Gruppe der Kätzchenblütler für die Pollenmengen in der Luft verantwortlich, beispielsweise Haselnuss, Erle, Eiche.

 

Autorin: Dr. Isolde Hagemann | Greenkeepers Journal 1/2014

 

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Was ist sonst noch bemerkenswert?

Bei der Birke denken Allergiker an die Pollen, die in großen Mengen im Frühjahr herumfliegen und die Schleimhäute reizen. Die Annahme, dass der Birkenbaum in der Nähe dafür verantwortlich sei, ist aber falsch, denn aufgrund ihrer Leichtigkeit können Birkenpollen Kilometer weit fliegen. Da die Birke als Pioniergehölz an den verschiedensten Standorten siedelt und in unseren Breiten häufig vorkommt, ist die Luft in den Frühjahrsmonaten mit Pollen angereichert; übrigens sind noch weitere Arten aus der Gruppe der Kätzchenblütler für die Pollenmengen in der Luft verantwortlich, beispielsweise Haselnuss, Erle, Eiche.

 

Autorin: Dr. Isolde Hagemann | Greenkeepers Journal 1/2014

 

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