Unterdrückung bodenbürtiger Fremdarten bei der Anlage von Rasenversuchen
Unterdrückung bodenbürtiger Fremdarten bei der Anlage von Rasenversuchen
Der vorliegende Versuch dokumentiert eine vergleichsweise einfache, jedoch anschauliche Streifenanlage, die zu Demonstrationszwecken eingerichtet wurde. Sie zeigt sehr deutlich und nachvollziehbar auf, welches Unkraut- und Ungras-Potenzial auf natürlich anstehenden Böden unter üblichen Standortbedingungen vorherrscht. Darüber hinaus wird gezeigt, wie dieses Potenzial durch den gezielten Einsatz einer relativ dünnen Rasentragschicht mit einer Schichtstärke von etwa fünf bis sechs cm deutlich reduziert werden kann. Noch wirksamer erfolgt die Reduktion allerdings durch die kombinierte Anwendung von Rasentragschicht und Kalkstickstoff (6 g N/m² = 30 g Kalkstickstoff/m²).
Diese Erkenntnisse weisen sowohl für experimentelle Versuchsanlagen als auch für die Anlage neuer Rasenflächen eine hohe Bedeutung auf. Besonders hervorzuheben ist dies vor dem Hintergrund, dass aktuell im Bereich der Ungräserbekämpfung keine geeigneten oder zugelassenen Herbizid-Anwendungen zur Verfügung stehen, sodass alternative Methoden von entscheidender Relevanz sind. Für Rasenparzellen, die im Rahmen von Prüfungen zur Beurteilung der Sortenqualität dienen, ist eine möglichst geringe Verungrasung besonders wünschenswert. Ein unerwünschter Besatz mit Fremdgräsern und Unkräutern kann den optischen Gesamteindruck erheblich beeinträchtigen und darüber hinaus die objektive Bewertung der Sortenmerkmale
verfälschen.
Im Rahmen des hier beschriebenen Versuchs kann eindrucksvoll nachgewiesen werden, dass je nach eingesetzter Grasart, die Anzahl der vorkommenden Unkräuter um etwa 95 % reduziert werden kann. Gleichzeitig ließ sich auch die Anzahl der auflaufenden und störenden Ungräser um rund 85 % verringern. Diese Ergebnisse unterstreichen die Effektivität der beschriebenen Maßnahmen und liefern wertvolle praxisnahe Hinweise für die zukünftige Etablierung und Pflege hochwertiger Rasenflächen.
Den detaillierten Artikel (Rasen 3/2025) finden Sie HIER (Download PDF) oder auf der Homepage der Deutschen Rasengesellschaft (DRG) e.V. unter www.rasengesellschaft.de.