Legend Golf & Safari Resort

Der südafrikanische Golfmarkt

Der Aufbau eines USPs gilt als einer der wichtigsten Marketinggrundsätze weltweit. Das Legend Golf & Safari Resort, rund drei Autostunden nordöstlich von Johannesburg gelegen, hat diesen Ansatz beim Design seiner Plätze umgesetzt. Die 18 Spielbahnen des Championship Courses wurden von 18 der weltbesten Golfern entworfen, der Tribute Course fasst zehn der besten Par 3s weltweit zusammen und The Extreme 19th schließlich ist das höchste und längste Par 3 der Welt, dessen Abschlag nur per Helikopter erreicht werden kann.

Das Resort bietet auch ein eigenes Tierreservat – und auch entlang des Championship Platzes sind Antilopen, Kudu und Zebras häufige Gäste – und lassen manchmal sogar im wahrsten Sinne des Wortes ihre Fußabdrücke auf den Grüns zurück. Das Legend ist ein klassisches Urlaubsresort, nahezu 100% aller Runden werden von Gästen absolviert. Dennoch gibt es auch einige Clubmitglieder vor Ort. „60% unserer Mitglieder haben ein eigenes Haus innerhalb des Resorts, der Rest sind Mitglieder aus der Umgebung“, erläutert Nico Truter, Senior Golf-Professional beim Legend Golf & Safari Resort. Ungefähr die Hälfte aller Runden wird von Golfern aus Südafrika absolviert, der Rest von Gästen aus der ganzen Welt. Haupt-Entsenderregionen sind Asien, die USA und Großbritannien/Europa. Vor allem Gäste aus Asien werden geradezu magisch vom The Extreme 19th angezogen. „Dieses Signature Hole sorgt für viel Gesprächsstoff! Es ist daher eine Kombination aus Marketinginstrument und sportlicher Herausforderung“, fasst Truter seine Erfahrungen zusammen. Jährlich schlagen rund 900 Golfer vom höchst-erhobenen Tee eines Par 3s weltweit ab.

Die Auswahl der 18 Tourspieler für den Championship Course – unter ihnen Bernhard Langer – erfolgte auf der Grundlage eines Vertrags zwischen den Resorteigentümern und IMG Management, die gemeinsam die Designer auswählten. Das Resort zählt zum Portfolio der Legend Gruppe, die weitere Anlagen an anderen Standorten betreibt. Vertrieb und Marketing sind daher bei der Zentrale in Pretoria angesiedelt. „Obwohl unsere Plätze grundsätzlich der Öffentlichkeit zugänglich sind, buchen die meisten Golfer auch eine Unterkunft“, so Truter. Dies erfolge über die Zentrale. Online-Startzeitenbuchungen gibt es nur für Golfer aus Südafrika. Bei den Greenfees wird nach Saisonzeiten differenziert, nicht jedoch nach Wochentagen oder Auslastung. Reiseveranstalter sind ein wichtiger Partner bei der Auslastung der Kapazitäten, das Resort arbeitet aktuell mit sieben präferierten Partnern zusammen. „Viele Veranstalter bieten unser Resort in Kombination mit Sun City an, das man von Johannesburg aus ebenfalls gut erreichen kann“, sagt Truter. Im Unterschied zu anderen Resorts des Landes ist der Senior-Pro mit der Zusammenarbeit mit den touristischen Vertretungen sehr zufrieden. Vor allem die örtlichen Vertretungen zeigten ein großes Interesse daran, das Resort beim Vertrieb zu unterstützen, und würden dies auch durch eigene Maßnahmen begleiten, berichtet er. Verkauf und Marketing liegen mehrheitlich bei der Zentrale. Die Maßnahmen beinhalten die Nutzung sozialer Medien ebenso wie die Teilnahme an weltweiten Messen sowie Anzeigen und Berichte in Printmagazinen.

Als Urlaubsresort wird die Spielgeschwindigkeit als nicht so relevant angesehen. „Wir möchten unsere Gäste nicht unter Druck setzen“, resümiert Truter. „Sie sollen bei uns einen perfekten Golftag erleben – und wenn sich neben den Spielbahnen wilde Tiere zeigen, sollen sie genug Zeit haben, um diese zu beobachten, zu fotografieren und anschließend in Ruhe ihre Runde fortzusetzen.“ Da Resortgäste meist sowohl auf der Runde (im Sommer), als auch nach der Runde wenig Zeitdruck haben, können sie ihr Erlebnis im Clubhaus bei Speisen und Getränken fortsetzen – beides wichtige Einnahmequellen für das Resort. Um das Erlebnis abzurunden, bietet das Resort auch eigene Safaris an und komplettiert somit das Angebot, das ein Golfer in Südafrika erleben kann.

 

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