Eine Idee zur Belebung des Golfmarkts

Das Konzept der Gemeinsam-golfen-Aktion 2017

Wir befragten Tobias Kaiser und Marco Paeke nach weiteren Details:

golfmanager (gm): Was steckt hinter dem Konzept von "Gemeinsam golfen"
?Tobias Kaiser (TK): Mit dem Titel "Die große Gemeinsam-golfen-Aktion 2017" wendet sich die Initiative im ersten Schritt an die deutschen Golfanlagen und Golfclubs. Ziel ist es, im zweiten Schritt 2017 so viele clubgebundene Golfer wie möglich mittels Anreizsystem zu motivieren, Freunde und Bekannte aus ihrem persönlichen Umfeld "mit auf die Runde zu nehmen". Den Golfclubs könnten so bei entsprechendem Nachfassen rund 55.000 Golfinteressierte zugeführt werden.

? gm: Herr Paeke, Sie sind Geschäftsführer der VcG. Ist die Initiative somit eine VcG-Aktion?
! Marco Paeke (MP): Ein klares Nein auf Ihre Frage. Die VcG ist Initiator der bewusst breit angelegten Aktion und sieht sich als ein Partner der Initiative unter vielen. Ich selbst agiere hierbei auch nicht als Verantwortlicher der VcG, sondern sehe meine Rolle eher als Sprecher für ein „Gemeinschaftsprojekt der deutschen Golf-Community“.

? gm: Wie sieht die Idee aus, Interessenten mit „Gemeinsam golfen“ auf die Anlagen zu bringen?
! TK: Bei der Aktion geht es darum, nicht golfende Freunde oder Bekannte der bestehenden Clubgolfer als neue Interessenten für die Golfanlagen zu gewinnen. Dabei sollen die bestehenden Golfer die Möglichkeit von ihren Clubs erhalten, ihre Freunde direkt mit auf den Platz zu nehmen. Gespielt wird im Member-and-Friends-Format, das bereits auf zahlreichen Golfanlagen durchgeführt wird und gemeinhin als besonders geeignetes Format angesehen wird, Neulingen das Golfen hautnah zu vermitteln. Die Runde sollte über 9 Löcher gespielt werden, wobei der Golfer den Ball solange schlägt, bis er auf dem Grün ist, und der Nichtgolfer das Putten übernimmt.

? gm: Das Format ist nun ja nichts wirklich Neues. Worin unterscheidet sich Ihr Ansatz?
! MP: Neu an der Aktion ist, dass der Golfer die Möglichkeit bekommen soll, seinen Freund an einem Tag seiner Wahl mit auf den Platz zu bringen. Der limitierende Faktor eines festgelegten Termins im Wettspielkalender wird damit aufgelöst. Golfanlagen, die dieses Format bereits durchführen, berichten, dass die Freunde stets begeistert vom Platz zurückkommen. In den zweieinhalb Stunden haben sie nicht nur die Dimension des Platzes kennengelernt, sondern auch die Spielidee unmittelbar mitbekommen. Sie erleben Erfolge und Misserfolge, sehen, wie Bälle auf Nimmerwiedersehen verschwinden, lernen, dass Bunker geharkt werden müssen, verstehen, warum es so viele unterschiedliche Golfschläger gibt, und können durch das Putten selbst direkt in das Spielgeschehen eingreifen. Erfahrungsgemäß verbessern sich die Neulinge schnell und bekommen ein besseres Gefühl für Entfernung und Richtung der Putts. Nach ein paar Löchern laufen sie nicht einmal mehr durch Puttlinien und bedienen für den Mitspieler gegebenenfalls sogar die Fahne. Kurzum: Die Lernkurve ist enorm und dadurch, dass sie mit einem persönlichen Freund unterwegs sind, ist der Spaß an der Sache garantiert.

? gm: Sie sprachen von „Unterstützung“ für die Golfclubs. Wie sieht diese aus?
! TK: Ein Hauptaugenmerk der Initiative ist darauf gerichtet, möglichst 100 Prozent der bestehenden Golfer über die Existenz der Aktion zu informieren. Dreh- und Angelpunkt ist hierbei natürlich der Club, der über den direkten Zugang zu seinen Mitgliedern verfügt. Von der Initiative werden teilnehmende Clubs mit aufmerksamkeitsstarken Werbemitteln ausgestattet, aber auch mit einer Fülle von Tipps, wie sie die Aktion punktgenau an ihre Mitglieder kommunizieren können.
! MP: Als besondere Ergänzung der Kommunikationsmaßnahmen der Clubs kommen die rund 30 Partner der Initiative ins Spiel. So ist es gelungen, nahezu alle Organisationen zu Partnern und Unterstützern der Aktion zu machen, die genau wie die Golfclubs und Golfanlagen vom Golfmarkt leben. Hierzu zählen neben den Verbänden und Landesgolfverbänden vor allem auch die Golffachmedien (Magazine und Online), Golfmessen, Golfreiseveranstalter und der Handel sowie weitere Dienstleister. Sie alle bringen sich in die Initiative ein, indem sie die Kommunikationskanäle, die ihnen in Richtung der bestehenden Golfer zur Verfügung stehen, kostenfrei einbringen und öffnen und der Aktion somit zu weiterer Bekanntheit und Reichweite verhelfen.

? gm: Wenn ich Sie richtig verstanden habe, ist dies aber nur der erste Schritt. Im zweiten sollen die Golfer selbst eingebunden werden. Wie wollen Sie diese aus ihrer Komfort- Zone locken?
! TK: Hauptanreiz für den bestehenden Golfer sollte sein, einen lieben Menschen aus seinem Umfeld in seine Lieblingssportart einzuführen und ihn perspektivisch vielleicht zu seinem Flightpartner der Zukunft zu machen. Um bei den Bestandsgolfern für noch mehr Aufmerksamkeit zu sorgen und um die Teilnahmewahrscheinlichkeit noch weiter zu steigern, nehmen alle Clubgolfer, die im Aktionsjahr mindestens einen Freund mit auf den Platz gebracht haben, an einem großen bundesweiten Gewinnspiel teil, bei dem am Ende des Jahres hunderte, teilweise extrem hochwertige Preise bzw. „Money can‘t buy experiences“ verlost werden.

? gm: Können die Golfanlagen die Aktion in der tatsächlichen Durchführung individuell auf ihre Auslastung etc. hin anpassen?
! MP: Die Aktion, die für die Golfclubs kostenfrei durchgeführt wird, kann durch einfache Maßnahmen auf die lokalen Gegebenheiten der Anlage angepasst werden. So ist es z.B. problemlos möglich, das Mitbringen eines Freundes nur auf Werktage zu begrenzen. Gleichzeitig ist es aber auch möglich, das Spielformat über das reine Putten hinaus auszuweiten. So haben bereits Golfclubs erklärt, dass sie die Neulinge sogar ab Mitte der Bahn aufgeteet mitspielen lassen, um das echte Golferlebnis noch einmal zu steigern. Auch sind Formate denkbar, bei denen ein Golfer zwei Nichtgolfer gleichzeitig mit auf den Platz nimmt. All diese Varianten werden den interessierten Golfclubs in Form von kurzen Videos auf der zentralen Website der Aktion vorgestellt.

? gm: Soweit so gut. Die Initiative bringt 2017 eine große Zahl an Interessenten auf die Golfanlagen. Wie geht es dann weiter?
! TK: Die ganze Aktion wäre freilich sinnlos, wenn sie nicht ihr Hauptaugenmerk auf die mitgebrachten Interessenten richten würde. Nur wenn es gelingt, die Freunde der Mitglieder zum zweiten und zu weiteren Besuchen auf der Golfanlage zu bewegen, kann die Aktion ihr Ziel erreichen: Mehr Nachfrage auf den Anlagen!
! MP: Bei diesem Ziel liefert wiederum die zentrale Aktionswebsite www.gemeinsam-golfen.de eine wesentliche Hilfestellung – und wenn man so will, „eine Weltneuheit“. Im Dialog mit Clubs wurden bereits viele praxiserprobte Beispiele gesammelt, wie die Folgekommunikation mit Interessenten gestaltet und durchgeführt werden kann. Diese Ideen werden ebenfalls in Form von kurzen Videos „von Clubs für Clubs“ als große Ideensammlung aufbereitet.

Herr Kaiser, Herr Paeke, recht herzlichen Dank für dieses Gespräch, wir werden das Projekt gerne begleiten und unterstützen!

Autor: Stefan Vogel

 

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Tobias Kaiser, Projektleiter der Gemeinsam-golfen-Aktion
Marco Paeke, Sprecher der Initiative

Fazit golfmanager:
Nach der Vorstellung der Aktion und den Gesprächen mit den Initiatoren ein erstes Fazit des golfmanager:
Ein sehr interessantes Konzept, gerade durch die Einbeziehung einer Vielzahl von Partnern. Erfolg wird „Die große Gemeinsam-golfen- Aktion 2017“ aber nur haben, wenn die Golfclubs vor Ort mitziehen. Das beinhaltet, dass die Mitglieder angeregt werden müssen, Freunde und Golfinteressenten mit auf die Anlage und auf eine Runde zu nehmen. Wenn die potenziellen Neugolfer dort ein Wohlfühlklima vorfinden und von den Clubs im Nachgang an den Aktionstag nachgehakt wird, dann wird ein Ruck durch unsere Golfwelt gehen.

Wir als Köllen-Verlag werden die Aktion gerne als einer der Partner mit unterstützen und in unseren FachMagazinen sowie auf unserer neuen Homepage www.gmgk-online.de begleiten.

Informieren Sie sich als Golfclub unter www.gemeinsam-golfen.de und werden auch Sie Teil der Initiative!

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