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Geheimrezept Berater

Wer will auch mehr Vollzahler?

Der folgende Artikel des Autors Adriaan A. Straten wurde in der Ausgabe 6 der Zeitschrift golfmanager im Jahr 2014 veröffentlicht.

Lesen Sie passend zu diesem Themenbereich auch einen weiteren Beitrag des Autors „Managementwechsel" aus der Zeitschrift golfmanager 5/2016.

 

Die Jagd auf die Vollzahler 2015 ist eröffnet. Neue Berater drängen in den Markt. Neue Medienkampagnen werden voraussichtlich auf Kosten der Verbands-Mitglieder initiiert.

 

Ja, wenn es ein anderer tut – braucht man es selber nicht zu tun.

 

Ein weiteres Jahr, in dem wir geschätzte 40.000 registrierte Golfer verlieren, neigt sich dem Ende zu. In den vergangenen zehn Jahren hat Golf-Deutschland geschätzte 400.000 registrierte Golfer aus dem System verloren. Offiziell schert das niemanden. War da nicht was? Kunden halten soll günstiger sein als neue generieren?

 

Aber wer soll das machen? Der Golfmanager vor Ort, der Tausendsassa, oder wie der Österreicher sagt, der „Wunderwuzzi“, oder der Schweizer „Siebesiech“, also eine Person, die sich durch zahlreiche Begabungen (manchmal tut es auch ein einstelliges Handicap?!) auszeichnet? Früher bekannt unter der Bezeichnung „Multitalent“ oder „Alleskönner“. Ja der/die ist wieder gefragt. Und, das Personalkarussell dreht sich dieses Jahr wieder ordentlich auf der Suche nach dem Wunderwuzzi, der es richten soll. Frei von den strukturellen Schwächen der jeweiligen Organisation ist sie/er berufen, es allen recht zu machen, den Stakeholdern, den Kunden und besonders denen, die es noch werden sollen.

 

Leider frisst hier oftmals die Optimierung ihre eigenen Kinder. Viele Menschen drängen mit studiertem und fortgebildetem Hintergrund in den Personalmarkt, den Golf-Deutschland bietet. Das ist legitim und gut möglich, da die Fluktuation im Personalmarkt der „Golfmanager“ hoch ist. „Try and Error“ oder „Hire and Fire“ ist häufig die Maxime von Entscheidern, die darüber richten, wer der neue Wunderwuzzi werden soll. Leider ist zu beobachten, dass es prozentual gesehen der Mehrheit der Entscheider an dem nötigen Hintergrund fehlt, eine derartige und ebenso wichtige Entscheidung für die wirtschaftliche Stabilität des anvertrauten Unternehmens, zu treffen. Es fehlt einfach an der Erfahrung und dem mangelnden Betriebswissen, ein Personalauswahlverfahren zu führen, das den Anforderungen der Stelle entspricht. Weiterhin fehlt es häufig an den fachlichen Voraussetzungen, um modernes Personalmanagement in Ansätzen zu leben. Dies und das Fehlen einer geeigneten Unternehmenskultur führt häufig zu erhöhter Personalfluktuation. Erhöhte Personalfluktuation führt zu „auf der Stelle treten“ und das über Jahre.

 

Viele der Probleme, die der Golfmarkt heute mit sich bringt, seitdem er kein Selbstläufer mehr ist, da kaum noch neue Golfanlagen entstehen und die Golfer, die in den End-80-zigern zu Golfern geworden sind, langsam keine Vollzahler mehr sein wollen oder können, sind hausgemacht. Maßnahmen die von außen kommen, können nur wirken, wenn innen dafür Strukturen geschaffen wurden, auf denen diese fruchten können. Mit dem magischen Dreieck „Kosten – Zeit – Qualität“ zu jonglieren erfordert Erfahrung. Beratung ist der richtige Ansatz.

 

Beratung von Experten mit zeitgemäßen, qualifizierten und erprobten Erfahrungen in verschiedenen Strukturen können Mitarbeitern vor Ort mit erprobten Rezepten zum Erfolg verhelfen.

 

Autor: Adriaan A. Straten

 

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