Golfen im Sprint?

Neues Turnierformat aus England

 

Eine Idee für ein neues Spielformat kommt jetzt aus England und wird für den deutschsprachigen Raum von Andrew Greig, Head-Pro im Golfclub Mönchengladbach-Wanlo und Geschäftsführer des Golfzulieferers GotoGolf, vertreten. Sprint6Golf heißt die Turnierform und wurde bereits auf einigen deutschen Plätzen in NRW mit Erfolg und Spaß getestet.

 

Als ein Hauptärgernis auf Golfplätzen gilt allzu oft das langsame Spiel. Golfer haben eine Verantwortung, dass in einem guten Tempo gespielt wird. Unnötige Verzögerungen sind zu verhindern, denn jeder Golfer kann durch richtiges Verhalten zum zügigen Spiel beitragen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Golfer über den Platz hetzen müssen. Ein Hilfsmittel sind Scorekarten mit Zeitangaben, an die man sich möglichst halten sollte. Je mehr Golfer auf einer Anlage spielen, umso mehr ist das Management gefordert, auf vorgegebene Zeiten zu achten.

 

Das neue Angebot aus England will nun für attraktiveres, zügiges und schnelles Golf sorgen. Tom Critchley, selbst Golfer und immer auf der Suche nach guten Golfspielideen, hat es sich einfallen lassen: Ein schnelles Spielformat, ideal für alle, die keine Zeit haben für 18 Löcher-Runden.

Das Golfspiel soll schneller werden

Niemand wartet gerne, bis er endlich abschlagen kann. Spieler sind gehalten, ein schnelles Spiel zu ermöglichen. Dazu gehört beispielsweise, dass man sich schon auf seinen Schlag vorbereitet, während der Mitspieler noch schlägt, oder nicht lange nach Bällen sucht. Wer einmal in England oder Schottland Golf gespielt hat, weiß, wie schnell man dort Golf spielen kann. Da wird nicht so viel getrödelt wie bei uns. Genau darauf gründen die Überlegungen von Tom Critchley: Er will kurze Turniere über sechs Löcher spielen lassen. Eine Idee, die Traditionalisten in Aufruhr versetzen wird, ähnlich wie vor Jahren bei den ersten Proberunden für die mittlerweile zum Standard gehörenden Neun-Löcher-Runden. Dabei will Tom Chritchley mit diesem neuen Turnierformat nur frischen Wind in das bisweilen konservative Golfspiel bringen. Warum sollte sich ein Sport im Laufe der Zeit nicht auch weiterentwickeln, beispielsweise mit dieser alternativen Spielform? Mit einem durchaus positiven Feedback an einem Sonntag, Anfang Oktober, wurde bei West Golf in Troisdorf die erste Sprint6Golf-Runde in Deutschland gespielt. Sprint6Golf wurde in England erfunden und hat dort bereits prominente Investoren, u.a. Gareth Bale, Fußballprofi bei Real Madrid.

 

Andrew Greig erklärt die Regeln

Die Standard-Regeln der R&A gelten, es gibt jedoch ein paar feine Änderungen: Es wird nur über sechs Löcher gespielt und jeder Schlag muss innerhalb von 30 Sekunden ausgeführt werden.

 

30 Sekunden

Jeder Schlag muss innerhalb von 30 Sekunden ausgeführt werden. Sobald der Gegner den Ball geschlagen hat, wird die Zeit gemessen. Ein Flightpartner misst die 30 Sekunden.

 

Gelbe Karte

Wer nicht direkt zum Ball läuft oder anderweitig die Zeit verzögert, wird von seinen Mitspielern eine Gelbe Karte gezeigt bekommen. Zwei Gelbe Karten entsprechen einer Roten Karte und haben einen Strafschlag zu Folge. Damit sollen Spielverzögerungen vermieden werden.

 

Rote Karte

Bei einer Zeitüberschreitung von 30 Sekunden bekommt der Spieler die Rote Karte und einen Strafschlag angerechnet.

 

Time Outs

Jeder Spieler hat auf den sechs Löchern zweimal zwei Minuten Time Out, die jederzeit genommen werden können – hilfreich bei besonders schwierigen Lagen.

 

Suchen

Die Suchzeit wurde auf zwei Minuten verkürzt. Wenn der Ball nach dieser Zeit nicht gefunden wurde, wird an der vermuteten Stelle gedroppt, er kann mit zwei Strafschlägen weiterspielen.

 

Für wen ist Sprint6Golf interessant?

Es ist ein Angebot, einmal einen anderen Modus auszuprobieren. Gerade für Berufstätige ist es ein gutes Angebot.  

 

Die Sprint6Golf-App

Es gibt eine App für Android und iOS. Wichtigster Bestandteil ist die „Shot Clock“, heißt, ein 30 Sekunden-Timer für jeden Schlag. Weiterhin kann man die Time Outs sowie Gelbe und Rote Karten anzeigen. 

 

Interessant an Sprint6Golf ist, dass das eigentliche Golfspiel kaum verändert wird und es lässt sich in jeder Spielform spielen. Durch die Verkürzung auf nur sechs Löcher und die Zeitregeln wird ein schnelles Spiel erzwungen.

 

Investor Gareth Bale

Der Fußballprofi schätzt das neue und schnellere Golfformat und setzt sich für die Verbreitung tatkräftig ein. Gareth kann es nicht nur mit dem Lederball, auch mit dem Golfball kann er meisterlich umgehen. Im Rahmen einer Marketingveranstaltung für Sprint6Golf „kickte“ er in 30 Sekunden den Golfball 58 mal hoch und wechselt dabei munter zwischen Schläger, Fuß und Knie.  

 

Informationen zu Sprint6Golf gibt es unter www.sprint6golf.com (auf Englisch) oder direkt bei Andrew Greig, Telefon 0211-6006622, Mobil: 0173-7203139, E-Mail: info (at) goto-golf.de.  

 

Autor: Franz Josef Ungerechts | golfmanager 05/2016

 

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