Meisterwerk für Golfclub-Erlebnisse der Spitzenklasse

Les Bordes Golf Club – Privatclub für Golfenthusiasten

Der Les Bordes Golf Club ist einer der renommiertesten privaten Golfclubs nicht nur in Frankreich oder Europa, sondern weltweit. Ursprünglich wurde er von Baron Marcel Bich gegründet, der 1945 die weltbekannte Kugelschreiber-, Feuerzeug- und Rasierermarke BIC ins Leben rief. Der Club liegt auf einem 690 Hektar großen Jagdgebiet in der Nähe von Orléans, Frankreich, nahe der Loire und einigen der schönsten Schlösser Frankreichs wie Chambord und Che-nanceau.

Der Les Bordes Golf Club wurde von Anfang an als vollständig privater Golfclub konzipiert, der Zugang für Gastspieler ist nur auf Einladung oder als Gast eines Mitglieds möglich. Der Old Course des Clubs, der von Robert van Hagge entworfen wurde, wurde häufig als einer der besten Golfplätze Europas bewertet. Im Jahr 2018 – Baron Bich war 1994 verstorben – kaufte die Private-Equity-Gesellschaft RoundShield Partners zusammen mit einigen externen Investoren den Club und sein Gelände. Seitdem erfährt der Club eine umfassende und konsequente Umgestaltung. Die Grundlage für alle Aktivitäten ist nach wie vor, dass es sich um einen rein privaten Club für Mitglieder und deren Gäste handelt. Aber in den letzten drei Jahren hat der Club eine enorme Entwicklung vollzogen. Alle Investitionen werden von zwei Grundhaltungen angetrieben: ein klarer Fokus auf das Kundenerlebnis und eine ständige Orientierung an den höchsten Qualitätsstandards weltweit.

 

Nachdem Les Bordes in der Vergangenheit bereits einen fast „mystischen“ Ruf erlangt hat, wird das neue Konzept die Position von Les Bordes nicht nur in der französischen Golfgemeinschaft, sondern auch weltweit stärken. Mit den neuen Eigentümern beschloss der Club, sich stärker international auszurichten, so dass die Mitglieder heute nicht nur aus Frankreich und Kontinentaleuropa, sondern auch aus dem Vereinigten Königreich, den USA und Asien kommen. Der Plan des Clubs, die Zahl der Mitglieder zu erhöhen, ging einher mit einer Erweiterung des Angebots, nicht nur im Bereich des Golfsports, sondern auch im Bereich der Unterkünfte. In der Nähe des Old Courses wurden bereits bestehende Mitgliedervillen vollständig neugestaltet oder werden demnächst renoviert, weitere Villen sollen das Angebot rund um das Clubhaus des Old Course vervollständigen. Außerdem wird ein neues Hotel – betrieben von Six Senses – das Angebot abrunden. Das Hotel ist jedoch nicht die Eintrittskarte für eine Runde Golf: Es wird unabhängig betrieben und soll den Mitgliedern während ihres Aufenthalts vor Ort angemessene Unterkunftsmöglichkeiten und -standards bieten. So können auch Nicht-Mitglieder im Six Senses die Annehmlichkeiten des Luxushotels in vollem Umfang genießen, haben aber weiterhin nur die Möglichkeit, als Mitgliedsgast eine Runde Golf zu spielen.

Auch das Golfsegment erfuhr eine enorme Erweiterung. Der Old Course genoss - für alle, die diesen fantastischen Platz bereits genossen haben, kaum zu glauben - eine Verbesserung. Und mit dem New Course entwarf Gil Hanse zum ersten Mal einen 18-Löcher-Platz in Kontinentaleuropa. Zusätzlich richtete Hanse einen wunderbaren 10-Löcher-Kurzplatz ein, den Wild Piglet. Mit dem New Course hat Hanse einen hervorragenden Platz entworfen (eine Mischung aus Heide und Links-Stil im Gegensatz zum Parkland-Design des Old Course), der sich perfekt in die Natur des Sologne-Waldes einfügt. Der Platz erfordert einen zehnminütigen Transfer vom Clubhaus des Old Course und scheint die Zeit im Golfsport zurückzudrehen. Hanses Meisterwerk ist nur zu Fuß begehbar (auch der Wild Piglet), er wurde auf einem sandigen Untergrund mit riesigen Brachflächen angelegt und verfügt über keinerlei Entfernungs-Markierungen auf oder neben dem Platz – die Löcher werden durch jagdsitzähnliche Markierungen angezeigt, weithin sichtbar und oft nur wenige Meter vom letzten Grün entfernt. Dieser neue Platz wird im Ranking der Golfplätze sicher bald nach oben klettern, und seine Reduktion auf das Wesentliche fühlt sich an wie eine Zeitreise in Old Toms Zeiten. Der Wild Piglet ist als Spaßplatz konzipiert und richtet sich an Familien und Gruppen – dennoch bietet er einige Herausforderungen, vor allem viele Grüns dürften Golfer an The Himalayas at the Home of Golf in St. Andrews erinnern.

Mit seinem erweiterten Angebot ist der Les Bordes Golf Club nun bereit für ein geplantes Wachstum an internationalen Mitgliedschaften und eine Erweiterung seiner Gemeinschaft. Jack Laws, Director of Golf, und Lee Strutt, Superintend, sprachen mit dem golfmanager in einem Interview über die Ziele von Les Bordes und einige Einblicke in die jüngste Entwicklung.

 

Wie ist das Golfangebot in Les Bordes im Allgemeinen positioniert: Resort, privater Club, semiprivater Club, öffentliche Anlage?

 

Jack Laws: Wir sind und bleiben ein rein privater Golfclub. Wir bieten keine öffentlichen Abschlagzeiten an, Gäste können unsere Anlage nur als Gast eines Mitglieds nutzen.

Was war der Grund, das Six Senses-Hotelprojekt zu starten?

 

Jack Laws: Die Qualität des Hotelangebots in und um Orléans ist nicht allzu gut, so dass insbesondere unsere internationalen Mitglieder immer Schwierigkeiten hatten, eine angemessene Unterkunft zu finden. Wir haben beschlossen, dieses herausragende Luxushotel in einem Schloss auf unserem Gelände zu errichten. Wir werden 88 Zimmer haben, die sich sowohl an unsere Mitglieder, deren Gäste als auch an andere Reisende richten, die eine hervorragende Hotel-unterkunft suchen. Der Aufenthalt in dem Hotel, das Zimmer ab 600 USD pro Nacht haben wird, ermöglicht es den Besuchern jedoch nicht automatisch, unsere Golfplätze zu nutzen. Der Zugang zu unseren Golfanlagen wird nach wie vor unseren Mitgliedern, Anwärtern und Mitgliedsgästen vorbehalten sein – unabhängig davon, ob sie in einer unserer Mitgliedsvillen, im Six Senses oder an einem anderen Ort übernachten.

 

Wie viele Mitglieder streben Sie an?

 

Jack Laws: Unser Ziel ist es, zwischen 500 und 700 Mitglieder zu erreichen. Die Gewinnschwelle wird bei 225 Mitgliedern erreicht, also haben wir den ersten Meilenstein bereits geschafft.

 

Wie sieht das zukünftige Leistungsspektrum und die Zielgruppe von Les Bordes aus?

 

Jack Laws: Unser Serviceangebot soll alles abdecken, was unsere Mitglieder erwarten. Da sie aus der ganzen Welt kommen, müssen wir internationale Standards berücksichtigen, keine nationalen. Unser Fokus liegt nicht nur auf Golf, sondern auf Familien. Viele unserer Mitglieder bezeichnen diesen Ort als ihren Lieblingsplatz auf der Welt, also arbeiten wir hart daran, diese Position zu halten. So haben wir neben dem golfspezifischen Angebot mit Golfschule, Pro-Shop, 46 wunderschönen Löchern und unserem Clubhaus-Service mit einer exzellenten Bar und einem Restaurant auch andere Annehmlichkeiten in den Fokus gerückt: die Villen, das neue Hotel, Wander- und Radwege und auch einen Badesee in der Nähe des New Course.

 

Welche Rolle spielen Immobilien und/oder Unterkünfte innerhalb des Konzepts?

 

Jack Laws: Die gesamte Anlage hat glücklicherweise denselben Eigentümer, so dass es hier keinen Konflikt zwischen den Geschäftszielen gibt. Zusätzlich zu dem neuen Six Senses werden wir unsere Mitgliedervillen haben. Wie der Name schon sagt, stehen sie ausschließlich unseren Mitgliedern zur Verfügung, nicht aber Investoren von außerhalb. Wir denken darüber nach, in Zukunft auch Immobilien für Nicht-Mitglieder anzubieten, aber diese werden nicht direkt an den Golfanlagen liegen.

 

Was war die Motivation für den neuen Gil Hanse-Platz?

 

Jack Laws: Unser Hauptziel war es, zwei völlig unterschiedliche 18-Löcher-Plätze zu haben. Wir haben festgestellt, dass wir auf unserem Gelände ein sehr sandiges Gebiet haben, was für diesen Teil Frankreichs ziemlich selten ist. Vom ersten Moment an waren wir überzeugt, dass wir damit etwas Einzigartiges bauen können. Wir haben dann mögliche Golfplatzarchitekten für diese besondere Gelegenheit geprüft und waren überzeugt, dass Gil Hanse heutzutage der beste Designer wäre, um hier etwas Besonderes zu schaffen. Als Gil den Platz zum ersten Mal besuchte, war er von der Möglichkeit begeistert und verliebte sich sofort in die Gegend.

 

Wie nehmen die Mitglieder den neuen Golfplatz seit seiner Eröffnung im Juli dieses Jahres an?

 

Jack Laws: Derzeit werden etwa 90% aller Mitgliederrunden auf dem New Course gespielt. Da er nur zu Fuß begehbar ist, spielen etwa 80% mit einem Caddie. Angesichts dieser Tatsache werden wir ab 2022 zwischen sechs und zwölf Caddies als Teil des Golfteams bei Les Bordes beschäftigen.

 

Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen einem Superintendent und einem Director of Golf im Tagesgeschäft?

 

Lee Strutt: Das ist ganz einfach: Jack kümmert sich als Director of Golf um die Kundenerwartungen und das Kundenerlebnis. Meine Rolle als Superintendent ist ein bisschen mehr „hinter den Kulissen“. Wir müssen Hand in Hand arbeiten, um unsere Ziele und die Erwartungen unserer Mitglieder zu erfüllen.

 

Gab es auch Veränderungen auf dem Old Course?

 

Lee Strutt: Nun, nichts Wesentliches. Wir haben einige Bäume gefällt, einen neuen Abschlag an Loch 16 gebaut und einige Bunker entfernt, die nicht ins Spiel kamen. Aber das meiste war reine pflegetechnische Arbeit – unser Eigentümer weiß, was er will, und so haben wir alle eine klare Vorstellung und ein Verständnis für die notwendigen Maßnahmen.

 

Konnten Sie das Bewässerungssystem des Old Course beibehalten?

 

Lee Strutt: Es war tatsächlich sehr alt. Der vorherige Besitzer wollte immer einen sehr üppigen, grünen Platz. Heute sind wir mit dem neuen System viel mehr auf Effizienz bedacht. Wir berücksichtigen auch die Feuchtigkeit auf den Oberflächen und ihre Auswirkungen auf die benötigte Wassermenge. Wir wollten die Wassermenge reduzieren, um nachhaltiger zu sein. Weniger Mähen und weniger Abschwemmen, vor allem auf den Grüns, sind weitere Vorteile dieses neuen, zielgerichteteren Bewässerungskonzepts.

 

Benötigen Mitglieder für ihre Runden Startzeiten?

 

Jack Laws: Nein, unsere Mitglieder benötigen keine Startzeiten für alle unsere Plätze.

 

Wie wichtig sind Turniere für Les Bordes?

 

Jack Laws: Wir haben eine sehr aktive Mitgliedschaft, zu der auch unsere eigenen Turniere gehören. Aber wir wollen keine Turniere der Profi-Touren ausrichten – aber vielleicht einige große Amateur-Veranstaltungen in der Zukunft.

 

Wie war die Zusammenarbeit mit Gil Hanse und seinem Team?

 

Lee Strutt: Am Anfang blieb Gil einige Monate hier, um seine Vision des neuen Platzes zu entwickeln und mit der Gestaltung zu beginnen. Aber dann kam Covid-19, und ich muss sagen, es ist eine Schande, wie es am Ende wegen der Reisebeschränkungen gelaufen ist! Wir hatten einen sechswöchige Lockdown, so dass Gil erst vier oder fünf Tage vor der Eröffnung zurückkehren konnte. Aber Neil Cameron, sein leitender Shaper, war vor Ort und wir verbrachten jede Mittagspause gemeinsam, um über die Vision des Endprodukts zu sprechen. Es war also ein harter Abschluss, aber rückblickend habe ich jede Minute genossen!

 

Keine Pfosten, keine Abstandsmarkierungen auf dem Boden: Warum ist der New Course so pur?

 

Lee Strutt: Ich habe zu einer Zeit mit dem Golfspielen begonnen, als man noch lernen musste, wie weit die Schläge reichen. Gil wollte den Platz innerhalb der gegebenen Landschaft so natürlich wie möglich halten. Die Farben der Fahne zeigen die Position der Fahne an, und wir zeigen die Entfernung vom Abschlag an. Daneben gibt es nur den Golfer und sein Spiel. Auch heute noch spüren wir den Platz buchstäblich, wenn wir ihn begehen. Wir haben während der Bauphase einige Golfschläge gemacht und überprüft, wo die Bälle gelandet sind und wohin sie rollten. Das Mobiliar des Platzes ist von Tobacco Road in den USA beeinflusst. Ich wollte einfach, dass mein Team sie mit den Werkzeugen und in dem Design baut, das sie in dieser Region auf ihren Farmen anwenden.

 

Setzen Sie auf dem neuen Golfplatz auch moderne Technologie ein?

 

Lee Strutt: Ja, wir nutzen Billy Bunker für alle Bunker. Das war eine eher kommerzielle Entscheidung, da es uns hilft, den Sand sauber zu halten, den wir sonst vielleicht nach vier oder fünf Jahren austauschen müssten.

 

Warum hat der Wild Piglet-Platz 10 statt 9 Löcher?

 

Lee Strutt (lacht): Wir könnten bestimmt ein Buch über die bisherige Geschichte des Wild Piglets schreiben ... Ich sage den Leuten immer, dass das der Grund ist, warum ich den besten Job überhaupt habe! Gil wollte, dass seine Shaper Spaß haben und ihre Träume ausleben, während sie diesen Platz anlegen. So erkannten wir, dass die verbleibende Länge des neunten Lochs im Vergleich zu allen anderen Löchern auf diesem Platz zu lang war – und teilten es einfach in zwei Löcher auf. Auch die Namen der Grüns sind die ursprünglichen Bezeichnungen (und teilweise Spitznamen), die die Shaper ihnen gegeben haben.

Wie wichtig ist das Marketing für Les Bordes, wenn man bedenkt, dass es sich um einen privaten Platz handelt?

 

Jack Laws: Früher war Les Bordes eher ein Ort für Insider. Aber wir wollen, dass unsere Anlage bekannt wird – für seine Qualität, seinen Service und das gesamte Kundenerlebnis. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, eine vollständig zugängliche Website einzurichten, auch wenn die meisten Golfer leider nicht die Möglichkeit haben, unseren fantastischen Platz zu genießen. Die beste Werbung ist die Mund-zu-Mund-Propaganda durch unsere Mitglieder. Dies ist auch wichtig für die Positio-nierung von Les Bordes innerhalb der begrenzten Gemeinschaft exklusiver privater Golfclubs weltweit. Wie bereits erwähnt, lieben unsere Mitglieder nicht nur das Golfspiel, sie genießen den gesamten Ort und ihre Erfahrungen hier.

 

Nutzen Sie auch die sozialen Medien?

 

Jack Laws: Natürlich tun wir das, genauso wie unsere Mitglieder! Wir haben viele Beiträge unserer Mitglieder, die die fantastischen Neuigkeiten rund um diesen einzigartigen Ort verbreiten, aber wir als Club veröffentlichen auch Videos und andere Informationen, um die korrekte Positio-nierung unseres Platzes in der globalen Golfwelt sicherzustellen.

 

Welche Rolle spielen Umweltaspekte in Ihrer Strategie, werden Sie eine GEO-Zertifizierung anstreben?

 

Lee Strutt: Wir haben uns derzeit für GEO angemeldet. Aufgrund der Pandemie hat sich das etwas verzögert, aber wir haben bereits viele nachhaltige Programme zur Bewässerung, Kompostierung oder internen Verlegung von Pflanzen gestartet. Das Wichtigste ist, dass die wilde Vielfalt erhalten bleibt, ohne dass Arten aus anderen Gebieten eingeschleppt werden. Dies gilt nicht nur für die Golfplätze, die Villen und das Hotel, sondern für die gesamte Anlage mit ihrer Vielfalt an Wildtieren und Insekten. Wir stehen noch ganz am Anfang dieser Reise.

 

Planen Sie eine Zusammenarbeit mit internationalen Golfmanagementgruppen wie Troon oder IMG?

 

Jack Laws: Nein, wir sind kein typisches Wirtschaftsunternehmen. Unser Fokus ist mitgliederorientiert, wir wollen ihre Träume und Erwartungen erfüllen. Das funktioniert am besten auf die Art und Weise, wie wir es im Moment tun.

 

Was sind Ihre KPIs im Management?

 

Jack Laws: Am wichtigsten ist natürlich die Anzahl der Mitglieder. Aber, wie bereits erwähnt, verfolgen wir kein typisch finanzielles Geschäftsziel, Geld ist in unserer Führungsphilosophie nicht entscheidend. Das Wichtigste sind unsere Mitglieder, die Atmosphäre im Club als globale Familie und natürlich die Kunden-erfahrungen. Aus diesem Grund ist die Kommunikation zwischen dem gesamten Personal und unseren Mitgliedern sehr wichtig. Unser aktuelles Führungsteam ist seit dem Neustart von Les Bordes im Jahr 2018 dabei. Der Schlüssel zu unserem Erfolg sind unsere Mitarbeiter. Die meisten von ihnen kommen aus der Region, wir gelten als attraktiver Arbeitgeber und haben eine hohe Mitarbeiterbindung, die auch unsere Mitglieder schätzen. Neue Teammitglieder durchlaufen ein internes, speziell entwickeltes Schulungsprogramm, um sie mit unseren Standards und den erwarteten Erfahrungen vertraut zu machen.

 

Lee Strutt: Ich stimme Jack voll und ganz zu! Das Wachstum der Mitgliederzahl ist der Schlüssel, und die Art und Weise, wie die Plätze gestaltet sind, spielt dabei eine wichtige Rolle. Wir haben einen Wasserfall-Effekt: Unser Eigentümer hat eine klare Vision in Bezug auf Mitgliedschaft und Kundenzufriedenheit, daher müssen die Plätze die Mitgliederbindung und das Wachstum unterstützen. Wir haben den Ehrgeiz, einer der führenden privaten Golfclubs der Welt zu sein, also schauen wir uns auch unsere Konkurrenten an und entscheiden dann über die notwendigen Maßnahmen, um innerhalb dieser sehr begrenzten Anzahl von Clubs wettbewerbsfähig zu bleiben. Da wir eine weltweite Mitgliedschaft haben, können die Erwartungen unterschiedlich sein. Unsere japanischen Gäste besuchen uns beispielsweise hauptsächlich im Sommer und erwarten daher zu dieser Jahreszeit grüne Plätze. Andere mögen unsere Anlage im Herbst oder Winter genießen und haben daher andere Erwartungen.

 

Wen betrachten Sie als Ihre Konkurrenten auf dem Markt?

 

Jack Laws: Nun, es gibt weltweit wirklich nur wenige Konkurrenten. Ich würde an erster Stelle Sebonack, Bandon Dunes, Pinehurst und Sunningdale sehen.

 

Lee Strutt: Wir haben ein sehr einzigartiges Angebot mit zwei völlig unterschiedlichen Angeboten. Aus der Sicht eines Superintendenten schaue ich mir also eher spezielle Bereiche an, die im Wettbewerb mit anderen Anlagen stehen, beispielsweise Sunningdale. Hoffentlich kann meine aufgeschobene Reise in die USA bald stattfinden, da ich dort das Vergnügen haben werde, einige andere Gil Hanse-Designs zu besuchen. Aber generell sehe ich bisher kein ähnliches Modell zu uns – das ist es, was wir anstreben: unser eigenes Alleinstellungsmerkmal auf dem globalen Markt.

 

Herr Laws, Herr Strutt, vielen Dank für diese fantastischen und offenen Einblicke.

 

Das Gespräch führte unser Autor Michael Althoff | golfmanager 5/2021

 

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