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Wie Short Courses den Golfsport neu beleben

Mehr Vielfalt auf dem Platz

Weltweit entstehen immer mehr Par-3- und Kurzplätze als moderne Ergänzung zu klassischen 18-Löcher-Anlagen – ein Trend, der in Deutschland bislang nur zögerlich ankommt.


Eine der vielen Fragen rund um die heutige Ausprägung des Golfsports lautet: Warum haben klassische Golfanlagen 18 Spielbahnen? Um die Gründe rankt sich ein buntes Gemisch aus Fakten und Mythen. Fest steht, dass ursprünglich die Anzahl der Bahnen auf Golfplätzen uneinheitlich war. Die Geburtsstätte der The Open, der Prestwick Golf Club, verfügte selbst bei der ersten Austragung 1860 nur über 12 Spielbahnen, die mehrmals absolviert wurden. In St. Andrews entschied man sich allerdings bereits 1764, vier der damaligen Spielbahnen zu zwei Bahnen zusammenzulegen – allerdings hatte der Platz dann immer noch nur 10 Bahnen, von denen jedoch 8 Bahnen zwei Mal gespielt wurden. Dies gilt heute als Geburtsstunde der 18-Löcher-Golfrunden – aber eben nicht auf 18-Löcher-Plätzen. Erst 1842 wurde in den Golfregeln festgelegt, dass eine Runde 18 Bahnen umfassen soll. Zum 18-Löcher-Platz wurde der Old Course in St. Andrews erst 1857, weitere frühe 18-Löcher-Plätze in Schottland waren Monrose North Links (1863) sowie Leven Links und Lundin Links (1868). Auch in Deutschland zeigte sich eine ähnliche Entwicklung. Der älteste Golfplatz Deutschlands, der Old Course in Bad Homburg, umfasst gerade einmal 6 Spielbahnen, der älteste Golfclub, der Wiesbadener Golfclub, basierte auf einem 9-Löcher-Platz. Erst 1913 gab es mit dem Frankfurter Golf Club einen 18-Löcher-Platz in Deutschland.


Vom Par 72 zum Standard – und warum es keiner ist
 

Ähnlich verhält es sich bei der Frage, warum für 18 Bahnen weltweit ein Par 72 als Quasi-Standard gilt. Anders als bei der Anzahl der Spielbahnen ist dieser Wert nicht durch Regelwerk festgelegt worden, sondern hat sich als Standard über viele Jahrhunderte herausgebildet. Vielfach wird davon ausgegangen, dass im Golfsport meistens das Par 4 als ‚typische‘ Bahn angesehen wird, da man zwei Schläge bis zum Grün benötigt (selbst Longhitter erreichen nur bei wenigen Par 4-Bahnen das Grün vom Abschlag) und somit das Putten über Birdie, Par oder Bogey entscheidet. Addiert man nun 18 Par 4s, ergibt sich besagtes Par 72 für die gesamte Runde. Mit dem Aufkommen von Par 3 und Par 5-Bahnen hat man in der Praxis weiterhin versucht, die Summe aller Pars in Richtung Par 72 auszubalancieren – wobei sich rein aus Gewohnheit eine Aufteilung auf meist 4 Par 3, 10 Par 4 und 4 Par 5 etabliert hat, aber kein Muss ist. Dennoch gibt es weltweit Golfplätze, die von Par 72 abweichen – mal darüber als Par 73 oder gar Par 74, mal als Par 71, 70 oder darunter. Im Profigolf hat dies beispielsweise zu einer Debatte geführt, ob eine 59 auf einem Par 70- oder Par 71-Platz genauso ,wertig‘ sei wie auf einer Par 72-Runde.


Moderne Platzarchitektur hin zum Designprodukt
 

Ein Grund, dass heute 18 Bahnen und Par 72 als Quasi-Standard gelten, dürfte auch daran liegen, dass Golfplätze heute nicht mehr wie noch zu Old Tom Morris‘ Zeiten in die vorhandene Natur integriert wurden, sondern mithilfe moderner Technologien wie GPS und entsprechendem technischen Gerät Plätze aus einer Landschaft geformt werden. Derzeit stellt man jedoch weltweit fest, dass die Fokussierung gerade auf 18-Löcher-Anlagen erkennbar nachlässt. 


Natürlich gab es auch in der Neuzeit des Golfsports immer Golfanlagen, die mit weniger Spielbahnen als 18 Löchern an den Start gingen – meist dann direkt als Platz mit 9 Bahnen, also der Hälfte der üblichen Bahnenanzahl. Zudem weichen viele dieser Plätze vom Par 72-Standard ab, so dass sich über 9 Bahnen oft ein Par von weniger als 36 ergibt. Landläufig werden solche Golfanlagen gerne als ,Executive Course‘ bezeichnet. 


Aktuelle Zahlen und Trends in den USA und Deutschland
 

Eine Untersuchung der ,National Golf Foundation‘ (NGF) für die USA zeigt, dass zwischen 2004 und 2024 rund 800 Par 3- und Executive Courses geschlossen wurden. Damit nahm die Anzahl der Par 3-Plätze um 23 %, die der Executive-Anlagen um 17 % ab. Doch nun zeigt sich – nicht nur in den USA, sondern auch in Europa – ein deutlicher Anstieg dieser Anlagen. Aktuell gibt es in den USA insgesamt 1.700 Par 3- und Executive Courses, was einem Angebotsanteil von rund 10 % entspricht. Den Zahlen des Deutschen Golf Verbandes (DGV) zufolge ist in Deutschland die Anzahl an Anlagen bis maximal 9 Spielbahnen von 2014 bis 2024 um 18 Plätze auf nunmehr 147 gesunken. Allerdings besteht eine gewisse Unschärfe, da in den Statistiken des DGV Par 3- und Executive Courses nicht getrennt ausgewiesen werden; somit ist es möglich, dass gerade bei den Anlagen mit 27 Spielbahnen und mehr ebenfalls Plätze dieses Typs enthalten sind. Ein Beispiel hierfür ist der Golfclub St. Leon Rot, der neben seinen beiden renommierten 18-Löcher-Anlagen auch einen separaten 9-Löcher-Platz anbietet, für den sogar eine eigenständige Mitgliedschaft verfügbar ist. Generell fällt jedoch auf, dass in Deutschland derzeit kaum neue Golfplätze oder gar Golfanlagen eröffnet werden.


Best-Practice-Beispiele aus aller Welt
 

Im Rahmen seiner Best Practice-Berichte aus dem Ausland hat der golfmanager in den vergangenen Jahren frühzeitig über diesen Trend berichtet. Besonders auffällig: Gerade Resorts streben nicht nur in den USA, sondern weltweit nach einer Ergänzung ihres Angebots um einen Par 3- oder Non-18-Bahnen-Platz. Dennoch gibt es auch eigenständige neue Anlagen in diesem Segment. Besonders auffällig: Die große Mehrzahl der neuen Angebote im Ausland positioniert sich bewusst im hochwertigen Segment, nicht im preisorientierten Bereich. Zur Erinnerung hier nochmals in Kurzfassung einige Beispiele (jeweils mit Verweis auf die jeweilige Ausgabe bzw. einem Short-Link zum Beitrag auf unserem FachPortal unter gmgk-online.de:

  • Cabot Cape Breton: Der ,The Nest‘ bietet 11 Par 3-Bahnen, die nach Sonnenuntergang unter Flutlicht gespielt werden können. Zudem können Golfer auch in Gruppen von mehr als vier Personen spielen (s. golfmanager 5/23; Short-Link: https://bit.ly/47irkB7). 
  • Cabot Citrus Farms: Neben zwei 18-Bahnen-Meisterschaftsplätzen umfasst das Resort in Florida den ,The Squeeze‘, einen Executive Course mit 10 Spielbahnen und Par 38 und den ,The Wedge‘, einen Flutlicht-beleuchteten Par 3-Platz mit 11 Bahnen. (s. golfmanager 2/23; Short-Link: https://bit.ly/3KYqQc9).
  • Pinehurst Resort: Der ,The Cradle‘ aus der Feder von Gil Hanse bietet 9 Par 3-Bahnen direkt vor dem Clubhaus von Pinehurst No. 2 und 4 – und verfügt über ein eigenes Halfwayhaus, das man auf der Runde zwei Mal (!) passiert. (s. golfmanager 5/24; Short-Link: https://bit.ly/3Jc5Z4A). 
  • Les Bordes: Auch hier zeichnet Gil Hanse – neben seinem hochgelobten New Course – zusätzlich für einen Par 3-Platz verantwortlich. Der ,Wild Piglet‘ umfasst 10 Spielbahnen (s. golfmanager 5/21; Short-Link: https://bit.ly/4o3AKb7). 
  • Big Cedar Lodge: Neben drei 18-Löcher-Meisterschaftsplätzen hat Eigentümer Johnny Morris gleich drei Par 3-Plätze in sein Portfolio aufgenommen: den 9 Bahnen umfassenden ,Top of the Rock‘ von Jack Nicklaus, den ,Mountain Top‘ mit 13 Spielbahnen in Zusammenarbeit mit Gary Player und den erst im Juli 2025 eröffneten und von Morris und seinem Sohn JP entworfenen ,Cliffhangers Course‘ mit 18 Spielbahnen. Dieses außergewöhnliche Resort stellen wir in der aktuellen Ausgabe vor.
  • Streamsong Resort: Die Star-Architekten Coore – Crenshaw zeichnen für den insgesamt 19 Bahnen umfassenden ,The Chain‘ verantwortlich – seine Besonderheiten stellen wir ebenfalls in dieser Ausgabe vor.
  • The Rock: Der neue Shooting Star am finnischen Golfhimmel wurde Mitte 2025 eröffnet und ist als eigenständiger Par 3-Platz mit 9 Spielbahnen ausgelegt (s. golfmanager 3/25; Short-Link: https://bit.ly/3WkvsM5). 
  • Battlefield Par 3: Die zum ,Shangri-La Resort Monkey Island‘ in Oklahoma zählende 18-Löcher-Par 3-Anlage kombiniert das Golfspiel mit der Erinnerung an 18 Veteranen des Bundesstaates (s. Beitrag in dieser Ausgabe). 
  • Golfbaan Delfland: Tourprofi Joost Luiten eröffnete Anfang Mai 2025 seinen ersten ,Joost Luiten Green Course‘ mit neun Bahnen, die je nach Abschlag als reiner Putt-Parcours oder Pitch-, Chip- und Putt-Platz genutzt werden können (s. golfmanager 2/25; Short-Link: https://bit.ly/47k0clw). 
  • Crownwood Club: Der schwedische Club mit seinen Eigentümern Henrik Stenson, Christian Lundin und Arild Carlsen bietet ab Frühjahr 2026 in Ergänzung zum exklusiven The Crown-Platz den auch für Nicht-Mitglieder zugänglichen ‚Henrik’s Playground‘ mit 11 Bahnen (s. golfmanager 4/25; Short-Link: https://bit.ly/476UPaw). 
  • Pebble Beach Resort: Schon 1957 schuf der damalige Head-Pro von Pebble Beach, Peter Hay, einen Kurzplatz für das Resort. 2021 überarbeitete Tiger Woods das Design dieses Klassikers mit 9 Spielbahnen und einer Gesamtlänge von 670 Yards (s. golfmanager 2/23; Short-Link:https://bit.ly/43xA31f). 


Golf zwischen Tradition und Entertainment
 

Alleine diese Aufstellung zeigt, dass es gerade bei den Par 3-Plätzen der Neuzeit vor allem um Spaß auf der Runde und das Erlebnis geht. Dazu trägt bereits die Tatsache bei, dass Golfer bei einem Par 3-Platz an jeder Bahn die Chance auf ein Hole-in-One haben – wohl der Höhepunkt jeder Golferkarriere. Anlagen dieser Kategorie sind dadurch in der Lage, eine zunehmend wichtigere Brücke zu schlagen: die zwischen dem anspruchsvollen, traditionellen Golf auf 18 Spielbahnen und dem gerade in den USA rasant wachsenden Segment des Off-Course-Golfs, also dem oft stark auf Unterhaltung ausgerichteten Angebot à la Topgolf beziehungsweise auf modernen Range-Anlagen und über Simulatoren. In Deutschland wurde in den letzten Jahren nur ein einziger Par 3-Platz mit 9 Spielbahnen geschaffen, der ebenfalls diesem Segment zugeordnet werden kann: der Herzogenwalder Little ,Links‘ im Golfclub Herzogswalde, ein Design von Christian Althaus.
 

Mehr Ertrag auf weniger Fläche
 

Auch wenn Golf-Puristen solche Konzepte durchaus weiterhin mit gewisser Skepsis sehen: Es gibt viele starke Argumente dafür, traditionelle Golfangebote durch Par 3- und Executive-Angebote zu ergänzen. Neben der Betonung von Spaß und Erlebnis ist in vorderster Linie der geringere Platzbedarf zu nennen. Aus Eigentümersicht bedeutet dies vor allem geringere Investitionskosten im Vergleich zu einer gleichwertigen, traditionellen 18-Bahnen-Par 72-Anlage, aber auch entsprechende Kostenvorteile in der laufenden Platzpflege. Der US-amerikanische Golfplatzdesigner Forrest Richardson hat dies anhand seines Best Practice-Beispiels ‚Mountain Shadows‘ und der Kennziffer ,Profit per Yard‘ eindrucksvoll dokumentiert (s. golfmanager 3+4/20; Short-Link: https:// bit.ly/47BGkeP).
 

Umgekehrt können Golfanlagen bei gegebenem Investitions- und Maintenance-Budget die Qualität erheblich steigern. Zudem leistet ein geringerer Landschaftsverbrauch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Auch die bessere Integration von etablierten Golfern und Einsteigern, gerade für Familien, ist ein wichtiger Plusfaktor gerade für Par 3-Anlagen, wie insbesondere das Beispiel des Joost Luiten Green Courses zeigt. 
 

Ein wesentlicher Faktor ist jedoch die Zeit: Eine Runde auf einem Par 3-Platz oder Executive Course kommt mit deutlich geringerem Zeiteinsatz aus als eine klassische Golfrunde. Das zielt nicht nur auf die Frage ab, ob Golfer die für eine klassische Golfrunde über 18 Bahnen erforderlichen fünf oder mehr Stunden inklusive An- und Abfahrt, Aufwärmen und Gastronomiebesuch investieren. Interessanterweise berichten viele Par 3-Plätze und Executive-Anlagen, dass Golfer häufiger und länger die Gastronomie nutzen. Gerade abseits des Sommers ist der Zeitfaktor in Zusammenhang mit dem Tageslicht zu sehen: Während beispielsweise nach Dienstschluss oftmals nicht mehr ausreichend Tageslicht für eine volle 18-Löcher-Runde zur Verfügung steht, reicht die Zeit für einen Par 3-Platz oder eine 9-Löcher-Runde oft noch aus. Das ist vor allem für Resorts ein wichtiges Argument: Gerade US-Amerikanische Golfer möchten in Resorts gerne sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag eine Golfrunde spielen. Im Herbst und Winter reicht dafür jedoch das Tageslicht nicht aus, so dass die Par 3-Plätze und Executive Courses nicht nur das Angebot ergänzen, sondern auch Zusatzerträge ermöglichen. 
 

Wer übrigens glaubt, dass Kurzplätze – wie häufig in Deutschland – nur einen Bruchteil des Greenfees von 18-Löcher-Anlagen einbringen, sollte einen Blick nach Übersee werfen. Der neue Par 3-Platz der ,Big Cedar Lodge‘, ,Cliffhangers‘, erhebt von Resortgästen ein Saison-abhängiges Greenfee zwischen 170 und 200 USD, Gastspieler zahlen zwischen 185 und 250 USD. Damit liegt das Greenfee nur um rund 30 USD unter dem der beiden 18-Löcher-Plätze ,Buffalo Ridge‘ und ,Ozarks National‘, die unter anderem bereits Austragungsort PGA-sanktionierter Turniere waren. 
 

Rechnet man das Greenfee in Anlehnung an die von Designer Richardson definierte Kennzahl des ,Profits per Yard‘ auf ein ,Greenfee pro Yard‘ Spielbahnlänge um, kommt (ausgehend jeweils vom höchsten Greenfee für Gastspieler sowie bei den 18-Löcher-Plätzen der hintersten Teebox) der Par 3-Platz Cliffhangers auf 0,13 USD pro Yard Bahnlänge, während die beiden 18-Löcher-Anlagen auf jeweils 0,04 USD kommen. Der Par 3-Platz hat damit pro Yard einen mehr als drei Mal so hohen Ertrag! 
 

Deutschland zögert noch beim Kurzplatz-Trend
 

Während international Non-18-Bahnen-Plätze an Bedeutung gewinnen, lässt sich dieser Trend in Deutschland trotz der zahlreichen Vorteile noch nicht erkennen. Das mag unter anderem an der Positionierung dieser Plätze im Markt liegen. Die NGF hat im Juli dieses Jahres eine Umfrage durchgeführt, um die Vor- und Nachteile solcher Angebote aus Golfersicht zu ermitteln (Abbildung 1).

Es wird deutlich, dass die Vorteile letztlich darauf hindeuten, dass solche Plätze als Ergänzung zum traditionellen Angebot gesehen werden. Dies zeigen auch die Bedenken, wobei vor allem der meistgenannte Punkt, ein zu geringes Angebot, die Golfanlagen nachdenklich stimmen sollte. Interessant ist in Hinblick auf die Zielgruppen eine weitere Analyse der NGF aus dem Juni 2025. Sie zeigt, dass in den USA Par 3- und Executive-Plätze deutlich stärker von Männern als von Frauen frequentiert werden. In Zahlen: 38 % der männlichen Golfer haben einen solchen Platz bereits gespielt, aber nur 9 % aller weiblichen Golfer.
 

Par 3-Plätze als Brücke zwischen Tradition und Zukunft
 

Hält man sich die Erfahrungen und Strategien im Ausland vor Augen, stellt sich unweigerlich die Frage, warum in Deutschland nicht stärker auf entsprechende Konzepte gesetzt wird. International setzt aktuell geradezu ein Boom an hochwertigen Konzepten jenseits traditioneller 18-Löcher-Plätze ein. 
 

Das US-Unternehmen ,Six 12 Golf‘ setzt auf innovative, erlebnisorientierte flexible Kombinationen von 6 und 12 Spielbahnen, so dass man unterschiedliche Rundenlängen bis hin zur klassischen 18-Bahnen-Runde flexibel kombinieren kann. Und der erfolgreiche Tour-Profi Alex Noren hat, gemeinsam mit seinem Bruder Andreas Lagercrantz, das ,Alex Noren Design Studio‘ ins Leben gerufen, um Anlagen mit mehr Fokus auf kürzere Formate, effizientere Landnutzung und mehr ,Übungsmentalität‘ zu
schaffen. 
 

In Deutschland zeigen Beispiele wie ,Open.9 Golf‘ in Eichenried oder der Golfplatz Cleebronn, dass mit den richtigen Konzepten ein Executive Course in ausgezeichneter Koexistenz zu einer klassischen Golfanlage mit 18 Bahnen und mehr erfolgreich sein kann. Gerade beim Thema der Par 3-Plätze ist die deutsche Golfszene jedoch sehr verhalten – dabei sind der deutlich geringere Flächenbedarf und die damit verbundenen geringeren Kosten in Verbindung mit dem aus Golfersicht niedrigeren Zeitbedarf für eine Runde wichtige Argumente. 
 

Vielleicht sollte man den aus Marketingsicht suboptionalen Begriff ,Kurzplatz‘ einheitlich durch Par 3-Platz ersetzen – und dann, sowohl im lokalen Club als auch überregional, gerade Golfinteressenten und Einsteiger, aber auch etablierte Golfer auf die Vorteile dieses Angebots hinweisen. Geht man davon aus, dass die Daten aus den USA zumindest in weiten Teilen auch auf Deutschland übertragbar sind, sollte der Markt ausreichend Nachfrage für spannende Par 3-Angebote bieten und so die Lücke zwischen Adventure Golf, Range mit Rangesystemen und klassischem Golfplatz schließen. 
 

Autor: Michael Althoff | golfmanager 5/25


Anm. d. Red.: Näheres zu den im Beitrag angesprochenen Kompaktanlagen ,Big Cedar Lodge‘, ,Streamsong Resort‘ sowie ,Battlefield Par 3‘ (Shangri-La Resort Monkey Island) finden Sie unter der Rubrik ,Management International‘.

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