Login

Die Golfanlage als soziale Organisation

Sozial engagiert vs. Shareholder-Value

Von der Industrie über die Konsumgüterbranche bis hin zur Dienstleistung tritt immer deutlicher zu Tage, dass sich in der Arbeitswelt ein Wandel vollzieht. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: Auf der einen Seite hat sich das Selbstverständnis und Selbstbewusstsein vieler Kunden verändert, auf der anderen Seite haben sich aber auch die Bedürfnisse der Mitarbeiter in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Und auch wenn vielerorts in der Politik gerne noch ein „weiter so“ propagiert wird, die freie Wirtschaft kann diese Entwicklungen nicht ignorieren, will sie weiter wettbewerbsfähig bleiben. Noch vor wenigen Jahren wurde bei vielen Organisationen alles dem sogenannten Shareholder-Value untergeordnet: Letztlich ging es den Unternehmen primär darum, einen möglichst hohen Gewinn zu erwirtschaften und damit seinen Aktionären oder Gesellschaftern entweder eine möglichst hohe Gewinnausschüttung oder eine entsprechende Steigerung des Unternehmenswerts präsentieren zu können. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde die gesamte Organisation vor allem auf Effizienz getrimmt, was sich sowohl im Einkauf, als auch in der Produkterstellung niederschlug. Eine spannende Komponente dabei, vor allem in der Dienstleistung: Zunehmend gingen Unternehmen dazu über, bestimmte Aufgaben an den Kunden zu verlagern (mittlerweile sind die ersten Fluggesellschaften dazu übergegangen, dass Reisende nicht nur selbst einchecken, sondern auch ihre Koffer selbst mit dem notwendigen Gepäckanhänger versehen) oder gar auf einige Produktelemente schlicht zu verzichten – auch hier seien stellvertretend die Fluggesellschaften genannt, die den kostenfreien Service an Bord immer mehr reduzieren. Doch mittlerweile setzt ein Umdenken ein – man kann getreu dem Henne-Ei-Prinzip trefflich darüber streiten, ob bei den Unternehmen erst die Einsicht, dass es so nicht weitergehe, eingesetzt hat oder ob sie die veränderten Rahmenbedingungen, vor allem auf dem Arbeitsmarkt, schlicht zum Umdenken gezwungen haben. Immer häufiger zeigen sich jedoch Veränderungen in der Unternehmenskultur. Ein wichtiges Stichwort ist hierbei die „soziale Organisation“. Als solche werden Unternehmen und Organisationen bezeichnet, bei denen Wachstum und Ergebnisorientierung mit Umweltaspekten und einer Orientierung am Stakeholder-Netzwerk kombiniert wird. Soziale Organisationen gelten als Vorbild für die Zusammenführung bei der Kombination interner und externer Ziele und echtem gesellschaftlichem Mehrwert.

Dieser Artikel interessiert Sie?

Jetzt kostenlos registrieren und vollen Zugriff auf den Artikel erhalten. Mit der Registrierung erklären Sie sich einverstanden, in unregelmäßigen Abständen unsere Fachinformationen per E-Mail zu erhalten. Sie können diesen Service jederzeit abbestellen.

Zur Registrierung


Sie sind bereits registriert?

Dann können Sie sich unter folgendem Link einloggen: