Der Pro-Shop – ein Nachruf?
Zugegeben, die Zeit zwischen Herbst und Weihnachten ist für Golfer nicht einfach. Vorbei ist es mit den schönen Spätsommertagen, die Rückkehr zur Winterzeit und der (endlich) einsetzende Niederschlag fördern so etwas wie den Golfer-Blues: Man braucht – so man nicht auf geeignete Indoor-Spielmöglichkeiten ausweichen kann – andere Freizeitbeschäftigungen, und das abgelaufene Golfjahr kehrt in Rückblenden wieder in die Erinnerung zurück. Dabei drehen sich die Gedanken meist um die Anlagen selbst: Um schöne Anlagen, die man neu kennenlernen durfte, um widrige Wetterverhältnisse, denen man auf dem Platz getrotzt hat und sicherlich auch um manch schönes Gemeinschaftserlebnis mit anderen Golfern auf der Runde oder danach am berühmten 19. Loch. Doch etwas fehlt bei diesem Rückblick oft: Die Erinnerung an schöne Einkaufserlebnisse im clubeigenen Pro-Shop. Pro-Shops waren früher der Dreh- und Angelpunkt des Clublebens. Hier gab es den Kontakt zum Golflehrer, hier fertigte der Pro oft eigene Schläger (ganz früher sogar eigene Bälle) und hier konnte der Golfer sein Equipment, angepasst an das eigene Spielvermögen, sukzessive erweitern. Doch das scheint mittlerweile pure Nostalgie. Karl Valentins berühmtes Zitat „Die Zukunft war früher auch besser!“ trifft wohl auf viele Pro-Shops zu. Denn wo gibt es ihn in Deutschland noch, diesen klassischen Pro-Shop, der – wie es der Name sagt – auch vom lokalen Pro betrieben wird? Oder ist es an der Zeit, sich von dieser einstigen Institution des Golfsports zu verabschieden – ist es Zeit für einen Nachruf?
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