Zu Gast im Altmühltal

Die Tagungen sind nicht nur ein Ort des Wissenstransfers, sondern zugleich auch eine gute Gelegenheit die vielfältigen Regionen Bayerns kennenzulernen. So führte die Herbsttagung 2015 des Regionalverbands Bayern in die nördlichste Gemeinde des Regierungsbezirks Oberbayern, nach Beilngries. Das „Haus des Gastes“, ein historisches Gebäude, welches früher als fürstbischöflicher Getreidespeicher mit Brotbank und Kramerladen genutzt wurde, bot einen tollen Rahmen für die wieder sehr zahlreich angereisten Teilnehmer.

Vom zielgerichteten Führen

Der erste Seminartag stand unter dem Motto „Führen mit Zielen“. Ja, Ziele haben wir alle, doch verlieren wir diese nicht manchmal aus den Augen oder beharren auf diesen, obgleich es Korrekturen bedürfte? In seinem mitreißenden Vortrag zeigte Werner Reischl, dass Ziele Ergebnisvorstellungen sind, die immer wieder überdacht, aber vor allem klar ausgesprochen werden müssen. Dies ist nicht immer konfliktfrei, doch auch hier zeigt sich die Führungskompetenz, in dem alle Beteiligten ernst genommen werden und die Sache in den Vordergrund gestellt wird. Sind Ziele gesetzt, dann geht es hierbei natürlich nicht ohne die Kontrolle, ob es richtig verstanden wurde.

Von Schäden und Schädlingen

Am zweiten Seminartag befassten sich die Teilnehmer mit Wildschäden und deren Prävention. Ein Thema, mit welchem fast alle Greenkeeper schon mehr oder weniger leidvolle Erfahrungen machen mussten.

Obwohl wir in der Natur und vor allem „mit“ der Natur täglich auf den Anlagen arbeiten, müssen wir dennoch einigen Aktivitäten von Wildtieren Einhalt gebieten – ob es die Rehe sind, welche Jungpflanzen schälen, eine Rotte Wildschweine oder die extrem große Population von Mäusen ist. Das brisante Thema betrachteten wir daher aus dem Blickwinkel des Jagdaufsehers Klaus Peters, des Försters Georg Greil und betroffener Greenkeeper. Viele Fragen aus den eigenen Reihen zeigten deutlich, dass hier wichtige Probleme angesprochen wurden.

Neben den größeren Wildtieren gibt es aber auch kleine, unscheinbare Schädlinge, die oft nicht ganz unschuldig daran sind, dass Wildtiere den Weg auf die Golfplätze finden. Michael Barth von e-nema referierte hierzu über die faszinierende Welt der biologischen Schädlingsbekämpfung und deren Einsatzgebiete.

Die Zukunft der Rasenpflege?

Neben den vielfältigen Tätigkeiten im Greenkeeping nimmt das Mähen von Rasenflächen einen großen Teil der Arbeitszeit in Anspruch. In vielen privaten Gärten haben sie daher mittlerweile Einzug gehalten und auch die erste Golfanlage wird mit ihnen gepflegt: den Mährobotern. Engagiert und innovativ zeigte die Firma Husqvarna Möglichkeiten auf, die automatisierte Mähtechnik in unseren Alltag zu integrieren.

Vielen Dank an die Greenkeeper und Vertreter der Industrie für die rege Teilnahme an unserer Herbsttagung. Durch das Engagement der anwesenden Firmen, im speziellen der Firma e-nema und Husqvarna, die unsere Veranstaltung finanziell unterstützten, konnten wir ein interessantes Programm anbieten.

Autorin: Anka Rothacker Schriftführerin

Nach Beilngries mit der Pfarrkirche St. Walburga und den markanten grünen Kirchtürmen – passend zu einer Veranstaltung eines „grünen“ Fachverbandes – führte die Herbsttagung des GVD-Regionalverbands Bayern.
Ein interessantes Programm und gute Referenten fesselten die wieder große Anzahl angereister Teilnehmer.
Ohne das Engagement der Industrie geht es nicht – interessante Gespräche und fachlicher Austausch eingeschlossen.
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