Von Misteln und Efeu

Eigentlich ist es doch erfreulich, dass einige Laubbäume im Winter, wenn das buntgefärbte Herbstlaub heruntergefallen ist, auch noch grün sind. Ja, der Anblick mag schön sein, aber was bedeutet das für die Bäume, was ist die Ursache für das sonderbare, neue Erscheinungsbild?

 

Sieht man sich die Bäume etwas genauer an, dann wird deutlich, dass „fremde Wesen“ den Kronenraum erobert haben.

 

Da ist der Efeu, der an den Stämmen hinaufwächst (Abbildung 1) und sich in den Kronen etabliert, und wenn er sich lange Zeit entwickeln kann, den sogar Baum völlig überwächst, so dass nur noch die obersten Zweigspitzen herausschauen.

 

Da ist zum anderen die Mistel, die kugelige Gebilde entwickelt und hoch oben in den kahlen Kronen schwebt. Bei Schnee sind die Misteln gut zu erkennen, aber auch bei Sonnenschein vor dem strahlend blauen Himmel sind sie nicht zu übersehen (Abbildung 2).

 

Efeu und Mistel haben zwei ganz unterschiedliche Strategien, um in die Baumkronen zu gelangen. Diese sollen nun etwas genauer betrachtet werden.

 

Efeu, Hedera helix

Der Efeu (Hedera helix) klettert in die höchsten Baumkronen! Er hat schöne immergrüne Blätter mit drei bis fünf Lappen und markanter, gelber Nervatur. Erst wenn der Efeu genügend erstarkt ist, bildet er rautenförmige Blätter und beginnt zu blühen. Die Blüten sind klein, gelbgrün, fünfzählig und stehen in wenigzähligen Blütenständen. Sie bilden reichlich Nektar und werden deswegen von Bienen, Wespen aber auch Fliegen besucht und dabei bestäubt. ...

 

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Abb. 1: Efeu ist den Stamm hinauf gewachsen und beginnt sich in der Krone auszubreiten.
Abb. 2: Vor dem blauen Winterhimmel sind die zahlreichen Misteln in den Kronen von Birken besonders markant. (Beide Fotos: Dr. Isolde Hagemann)
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