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Vermarktung von Golfregionen.

Die Auslastung der Golfanlagen ist ein entscheidender Faktor zur Optimierung der Wirtschaftlichkeit. Unabhängig von der Frage, ob die Kostendeckung bereits durch die Beiträge der festen Mitglieder erreicht wird, tragen Greenfees von Gastspielern wesentlich dazu bei, entweder die Kostendeckung schneller (oder überhaupt) zu erreichen oder den Gewinn der Anlage zu optimieren und so Voraussetzungen für künftige Investitionen zu schaffen.

Doch das Beispiel IGTM in Como (siehe golfmanager 6/14) hat gezeigt: Vor allem die Vermarktung von Golfanlagen erfolgt primär auf Einzelkämpfer-Basis – entsprechend kostenintensiv ist dies und entsprechend gering sind die Vermarktungsaktivitäten der meisten deutschen Golfclubs. Und auch auf den ausländischen Endverbraucher-Golfmessen ist die deutsche Golfszene nur sporadisch vertreten. Dabei sind Golfanlagen ein wichtiger Bestandteil des touristischen Gesamtangebots in Deutschland – nicht nur für Inlandsurlauber, sondern auch für Gäste aus dem Ausland. Wer sich jedoch in die Lage eines golfinteressierten Touristen versetzt, merkt schnell: Mit Ausnahme der diversen Internetportale und deutsch-sprachigen Golf-Reiseführer findet die Golfdestination Deutschland fast nicht statt! Dabei wären gerade für die golf-affinen Gäste aus Großbritannien, den USA oder Asien englisch-sprachige Informationen besonders wichtig. Sucht man allerdings bei Amazon nach englisch-sprachigen Golfreiseführern für Deutschland, ist das Ergebnis mehr als dürftig.

Auch auf der Website der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) (www.dzt.de), die für die Vermarktung Deutschlands im Ausland zuständig ist, sind Informationen für Golfer nur schwer auffindbar. Unter der Rubrik „Reise und Erholung“ sucht man Golf vergebens, erst die Stichwortsuche bringt zumindest einige Reiseberichte über einzelne Golfregionen ans Tageslicht. Dass es auch anders geht, zeigen zwei Praxisbeispiele aus dem Ausland. Hier hat man die Bedeutung von Golfern als wichtige und ertragsstarke Komponente im Mix der Reisenden erkannt und spricht diese gezielt an.

Best Practice Beispiele sind die Dominikanische Republik und Abu Dhabi. Diese Beispiele sowie den gesamten Artikel finden Sie in der Ausgabe 2 / 15 des golfmanager.


Autor: Michael Althoff
Geschäftsführender Gesellschafter der MC Management Consulting GmbH

Ebenfalls direkt am Meer gelegen: Punta Espada / Cap Cana-Resort, Dominikanische Republik
Bahn 16 mit Meerblick – Saadiyat Beach Golf Club, Abu Dhabi
Das Clubhaus in „Falkengestalt“ des Abu Dhabi Golf Clubs mit Loch 18
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