Teiche auf dem Golfplatz

… so das Motto der Herbsttagung des Regionalverbandes NRW am 17.11.2015 im Golfclub Wasserburg Anholt e.V. Was erwartet der Golfspieler, was der Betreiber, was der Greenkeeper? Mögliche Antworten:

  • Klar, schön aussehen soll der Teich, klares Wasser,- ein Springbrunnen, bunte Blumenbeete, wo sie nicht stören, Fairways bis ans Wasser …
  • Herausforderung und Abwechslung im Spiel, geringe Kosten bei Bau und Unterhalt, ein Merkmal der Anlage …
  • Der Einsatz für Pflege und Wartung soll überschaubar sein …

Hans-Volker Pietschek (Pi-Tec-Gewässertechnik) zeigte anschaulich auf, wie das Ökosystem Teich aussieht. Hier tummeln sich Heerscharen von Produzenten, Konsumenten und Destruenten, im Idealfall im ausgewogenen Gleichgewicht. Sie leben in der Nährschicht, der Sprung-schicht oder der Zehrschicht. Was geschieht im Laufe der Jahreszeiten, was ist Eutrophierung, wie kommt es zu einem Fischsterben? Können wir einer Eutrophierung z.B. durch Anpflanzen und „Ernten“ von Wasserpflanzen entgegenarbeiten?

„Bevor eine Teichanlage gebaut werden kann“, erklärte uns Pieter Schwarze (Architektenbüro Schwarze und Partner), gilt es, eine ganze Reihe an Regeln zu beachten. Welche Ämter und Behörden müssen gefragt werden? Ist eine Tonabdichtung tatsächlich ökologischer als eine Folie? Wie lange hält so eine Folie? Wie können wir die Teichränder gestalten?

„Wasser benötigt Pflege“ sagte Maximilian Coldidtz (Oase-Livingwater). An seinen Grüns beobachtet der Greenkeeper täglich, wie es um Farbe, Gesundheit und Balllauf bestellt ist – bei den Teichen fehlt es wohl noch an der Übung. Doch nicht nur der Personaleinsatz bei der Teichpflege verursacht Kosten, sondern auch die Teichtechnik verursacht durch den Energieverbrauch (oft 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr) einiges an Kosten. Hier kann man durch die Auswahl sparsamer Technik Einsparungen vornehmen, denn der Stromverbrauch der Aggregate kann bei gleicher Förderleistung stark variieren.

Nicht ganz soviel mit Teichen zu tun hatte Beate Licht, die die aktuelle Situation auf dem Pflanzenschutzmittel- und Genehmigungsfeld vermittelte.

Das Treffen der NRW--Greenkeeper nutzte Christina Seufert, um sich der rund 100-köpfigen Teilnehmerschar als neue GVD-Geschäftsführerin vorzustellen. So konnte Sie den ein- oder anderen Greenkeeper kennenlernen und sich ein Bild davon machen, wie so eine Tagung im Regionalverband abläuft. Im Foyer des Clubhauses informierten wieder einige Firmenvertreter über ihre aktuellen Angebote. Herzlichen Dank an alle, die diese Tagung vorbereitet und unterstützt haben, an den Golfclub Wasserburg Anholt e.V. für die Gastfreundschaft, an die Gastronomie für die Sorge um Leib und Wohl, an alle Kollegen für das Interesse an der Veranstaltung, an unsere Mitgliedsfirmen für die Unterstützung und natürlich besonders an die Referenten, die uns mit ihren interessanten Vorträgen „fütterten“.

Eine Bitte zum Schluss: Wir sind immer auf der Suche nach interessanten Themen und Austragungsorten für unsere Veranstaltungen. Hinweise und Ideen bitte gerne an den Vorstand des Regionalverbandes.

Einen ruhigen Saisonausklang, frohe Festtage und einen gesunden Start ins Neue Jahr

Autor: Georg Hormanns

Beate Licht unterrichtete die Teilnehmer über den aktuellen Stand hinsichtlich Pflanzenschutzmittel bzw. deren -Genehmigungen.
Die Herbsttagung des Regionalverbandes NRW stand ganz im Fokus von „Wasser“ – sogar für „passendes Wetter“ war gesorgt worden. Der guten Laune tat es keinen Abbruch.
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