Rotbuche, auch Gewöhnliche Buche (Fagus sylvatica L.)

Wussten Sie, dass eine Holzschreibtafel aus Buche der Namensgeber für unsere Bücher ist?

 

Eine junge Rotbuche wächst zu einem stattlichen Baum heran, so sie denn genügend Raum zur Verfügung hat. Sie kann 25 bis 30 Meter hoch werden, ein Alter von etwa 150 Jahren und einen Stammdurchmesser bis zu einem Meter erreichen. Zuweilen wird sogar ein Alter von 300 Jahren angegeben.

 

Wächst sie freistehend – im Freistand – dann ist der Stamm von unten aufwärts beastet und die Krone ist weit ausladend. Im unbelaubten Zustand ist die Verteilung der Äste am Stamm besonders gut zu sehen. Im Bestand, beispielsweise im Buchenwald, ­bildet sie lange Schäfte, um ans Licht zu gelangen. Die Kronen sind dort schmal, schließlich müssen sie sich den Platz mit ihren Artgenossen teilen.

 

Die Rotbuche wurde bereits 1990 zum Baum des Jahres gekürt. Sie ist häufig auf Golfplätzen zu finden, beispielsweise am Rande der Fairways oder Grüns, deshalb soll mit der Rotbuche die Reihe der „Steckbriefe“ fortgeführt werden.

 

Rotbuchen sind vor allem an ihrer ­silbrigen Rinde, gut zu erkennen und können deshalb mit keiner anderen einheimischen Baumart verwechselt werden. Selbst im höheren Alter entwickelt sich keine dicke Borke, wie wir sie von Eiche oder Linde kennen. Durch die relativ dünne Rinde reagiert die Rotbuche bei Freistellung sehr em­pfindlich auf die Erhitzung des Stammes durch Sonne mit einem Sonnenbrand. Das unter der Rinde liegende Kambium wird geschädigt, die Rinde zeigt zunächst Risse und löst sich in der nächsten Zeit vom Holzkörper. In das nunmehr ungeschützte Holz können Pilzsporen eindringen. Eine durch Sonnenbrand geschädigte Rotbuche stirbt nach einigen Jahren ab.

 

Den kompletten Steckbrief, reich bebildert, lesen Sie hier ...

 

 

Eine völlig frei stehende Buch ist am gesamten Stamm beastet. (Foto: Isolde Hagemann)
zurück