Neues Projektlogo Arbeitskreis IPS

Kürzlich erreichte uns die Nachricht, dass der Deutsche Golf Verband (DGV) ein eigenes Projektlogo für den Arbeitskreis IPS entwickelt hat, s. nebenstehend. Wir befragten hierzu Beate Licht, die Leiterin des Arbeitskreises.

 

 

? Liebe Frau Licht, etwas platt: Noch ein Logo? Wozu bedarf es eines eigenen Projekt-Logos für den von Ihnen geführten Arbeitskreis?

 

! Der Aufgabenbereich des „Arbeitskreis IPS“, der früher „AK Pflanzenschutz“ hieß, hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt und immer mehr an Bedeutung gewonnen.

 

Anfänglich war eine der Hauptaufgaben die Interessenvertretung Golfrasen im Rahmen der Überarbeitung des EU-Pflanzenschutz-Rechtspakets. Golf wird in der Öffentlichkeit und gerade auch bei Behördenvertretern kritisch im Hinblick auf den Einsatz von Düngemitteln, Pflanzenschutz und Verbrauch von Wasser gesehen. Hier galt es vor Ort in den Ministerien Aufklärungsarbeit zu leisten, ganz praktisch ging es darum, zu veranschaulichen, „was ist ein Golfplatz und wie wird er gepflegt“.


In diesem Zusammenhang wurden dann auch im Rahmen des Nationalen Aktionsplanes die „Leitlinien zum Integrierten Pflanzenschutz“ erstellt. Hierbei handelt es sich übrigens um eine Aufforderung von Seiten der EU-Behörden an die Verbände, kulturspezifische Leitlinien zu entwickeln. Der Golfbereich zählte neben dem Zuckerrüben-, Obst- und Gemüsebau zu den ersten Kulturen, die sich der Aufgabe gestellt haben, dank des Engagements des Arbeitskreises.


Parallel galt es, kontinuierlich durch Veröffentlichungen die Verantwortlichen, vom Greenkeeper über die Manager bis hin zu den Vorständen, auf dem aktuellen Stand zu halten. Das neue Logo soll helfen, die Inhalte und Aufgabenschwerpunkte in der öffentlichen Wahrnehmung, bei der Kommunikation mit Partnern, Golfanlagen und Medien, mit einem verbesserten Wiedererkennungswert zu transportieren.

 

? Sie sagten es bereits, der Name des Arbeitskreises wurde geändert. Warum?

 

! Eigentlich wäre der Name von Beginn an zutreffender gewesen. Der bisherige Begriff „AK Pflanzenschutz“ wurde oftmals fälschlich mit einer vornehmlichen Beschäftigung des Arbeitskreises mit der Bekämpfung von Rasenkrankheiten durch Pflanzenschutzmittel gleichgesetzt. Nicht zuletzt durch die Entwicklungen der letzten Jahre soll durch den neuen Namen „Arbeitskreis IPS“ das weitaus umfassendere Betätigungsfeld verdeutlicht werden. Unter „IPS“ versteht man landläufig „Integrierter Pflanzenschutz“. IPS gilt als Leitbild eines nachhaltigen Pflanzenschutzes – zwischenzeitlich mit gesetzlicher Verankerung. In der Golfplatzpflege umfasst er Systeme, in denen alle wirtschaftlich und ökologisch geeigneten Verfahren in möglichst guter Abstimmung verwendet werden, um Schadorganismen unter der spieltechnisch akzeptablen Schadensschwelle zu halten. Eine verminderte Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel ergibt sich durch den Schwerpunkt auf den Bereich der Vorbeugung und durch den Einsatz von alternativen Behandlungsformen.

 

? Wer engagiert sich neben Ihnen im Arbeitskreis und wie oft kommen sie zusammen?

 

! Marc Biber, Prof. Martin Bocksch, Günter Hinzmann, Dr. Gerhard Lung und Hartmut Schneider sind neben mir im Arbeitskreis tätig. Wir arbeiten natürlich mit dem Greenkeeper Verband Deutschland e.V. (GVD) zusammen und haben in jedem Regionalverband einen Ansprechpartner. Treffen finden in der Regel in Wiesbaden statt, daneben halten wir aber auch monatliche Telefonkonferenzen ab.

 

? Wo werden die Ergebnisse des Arbeitskreises veröffentlicht bzw. wofür werden sie benötigt?

 

! Seit der Gründung des DGV-Arbeitskreises Integrierter Pflanzenschutz im August 2008, hat er Beiträge zur Gestaltung der Übergangsphase nach der Novellierung des Pflanzenschutzgesetzes geleistet. Dies beinhaltete die Information und Aufklärung für Bundes- und Landesbehörden, die Erarbeitung von Leitlinien und Merkblättern, sowie die Durchführung von Weiterbildungsveranstaltungen.


Nun gilt es, mit den Konsequenzen der Gesetzgebung zu leben und nachhaltige Konzepte und Hilfestellungen zu entwickeln. Die „Praxistage nachhaltige Golfplatzpflege“ an fünf Standorten in Deutschland 2015 waren ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Das Miteinander von Mitarbeitern der Pflanzenschutzdienste, Architekten, Greenkeepern, Vertretern der Golfanlagen und Naturschutzverbände führte zu lebhaften Diskussionen vor Ort und sollte die „Black Box“ Golfanlage ein wenig öffnen. In diese Richtung gilt es weiter aktiv zu sein.

 

? Können Sie kurz erklären, was grafisch mit dem neuen Logo ausgedrückt werden soll?

 

! Bei der Entwicklung des Icons stand das  Miteinander von Mensch und Sportrasen im Zentrum. Eine stilisierte Hand schützt und unterstützt symbolisch nicht nur die pure Graspflanze, sondern vielmehr das „System Greenkeeping“. Daraus wird die Verpflichtung des Arbeitskreises ersichtlich, nicht nur Strategien und Arbeitshilfen für einen ordnungsgemäßen, umweltbewussten und intelligenten Integrierten Pflanzenschutz zu erarbeiten, sondern auch die Erstellung wirksamer Konzepte zum Schutz von Anwendern und unbeteiligten Dritten in den Mittelpunkt seiner Arbeit zu stellen.

 

 

Liebe Frau Licht, wir danken Ihnen für das freundliche Gespräch und wünschen Ihnen sowie dem Arbeitskreis weiterhin eine gute und erfolgreiche Arbeit.

 

Passend zu diesem Beitrag lesen Sie auch das Interview mit Beate Licht zum Thema „Bestimmung von Schäden auf Rasenflächen".

 

Autor: Stefan Vogel

 

 

Das neue IPS-Logo des DGV
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