Minderung der Auswirkung eines Porenbruchs im Aufbau von Golf-Grüns*

* Auszug aus der praxisbezogenen Aufgabe (Hausarbeit) für die Fortbildungsprüfung zum Geprüften Head-Greenkeeper an der DEULA Rheinland, 2010, von Mario Scheibner

 

Einleitung und Problemstellung

Das Golfspiel ist ein Allwettersport, dem innerhalb der Vegetationszeit mit Ausnahme von Extremwettersituationen bei Sonne, Wind und Regen nachgegangen wird. Gerade bei Regen geraten aber viele Rasenflächen, und darunter auch Grüns, an die Grenze ihrer Belastbarkeit. So „kämpft“ jeder Golfplatz mit seinen platzspezifischen Problemen in der Rasentragschicht der Grüns. Diese sind meistens auf Verdichtungs- bzw. Dränageprobleme zurückzuführen. Bei Wasserüberschuss im Boden kommt es zu einer Minderung des Luftgehalts und damit zu einer Sauerstoffabnahme im Boden.

 

Meist sind die Ursachen auf mangelhafte Materialeigenschaften zurückzuführen und als solche relativ einfach festzustellen. Schwieriger wird es, wenn das Rasentragschichtsubstrat und die Dränschicht zusammen mit der weiteren Entwässerungseinrichtung laut der Richtlinie zum Bau von Golfplätzen (FLL, 2008) in jeder Hinsicht in Ordnung sind und auch der Einbau nicht zu beanstanden ist. Ein solcher Fall soll nachfolgend aufgezeigt werden. In diesem tritt Vernässung in der Unterzone der Rasentragschicht auf, die zur „Black-Layer-Bildung“ führt. Auslöser für diesen Sachverhalt ist ein Porenbruch zwischen Dränschicht (DS) und Rasentragschicht (RTS), welcher zu einer hängenden Wasserdecke führt. Die Fragestellung für den daraufhin angestellten Praxisversuch lautete:

  • Gibt es die Möglichkeit, mit dem Prinzip des FISCHER-Bohrers eine nachträgliche Verzahnung zwischen RTS und DS zu erreichen?
  • Werden die Auswirkungen einer ‚hängenden Wasserdecke‘ damit aufgehoben?
  • Wie lange dauert es, bis sich die erwünschte Wirkung zeigt?
  • Kann diese Wirkung länger anhalten?

 

Den kompletten Beitrag aus dem Greenkeepers Journal Ausgabe 1/2012 lesen Sie hier ...

Grün 5; Ausgangssituation am 10.6.2009; deutlich sichtbar sind die dunkle Black-Layer-Zone und die Eisenoxid-ausfällung in der Wandung der Bohrlöcher aus dem Jahre 2002 sowie die Kolmationsschicht im Übergang von Rasentragschicht zu Dränschicht.
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