Kletterpflanzen auf Golfanlagen, Teil 1

Im dichten tropischen Regenwald mussten am Boden wachsende, krautige Pflanzen Strategien entwi­ckeln, um ans Licht zu kommen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, als:

 

  • Aufsitzer, sogenannte Epiphyten, siedeln sie in Baumkronen,
  • Würgepflanzen, wickeln sich um Baumstämme und bilden ein ­„Korsett“,
  • Lianen, schlingen sie sich um ­andere Pflanzenteile.

 

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Und tatsächlich wachsen in unseren Breiten verschiedene „Kletterer“, die aus tropischen Verwandtschaftskreisen stammen. Zum Beispiel der inzwischen bei uns weit verbreitete und wild wachsende Efeu (Hedera helix L.) aus der Familie der Araliengewächse (Araliaceae) klettert an Baumstämmen empor. Die Amerikanische Trompetenwinde (Campsis radicans (L.) Seem. ex Bureau) aus der in den Tropen weit verbreiteten Familie der Trompetenbaumgewächse (Bignoniaceae) wird hier kultiviert, hat leuchtend rote Blüten und wächst an Pergolen etc. Das gilt auch für die Amerikanische Pfeifenwinde (Aristolochia macrophylla Lam.) aus der Familie der Osterluzeigewächse (Aristolochiaceae), die durch ihre großen Blätter sehr dekorativ ist.

 

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Bei der Vielzahl der Kletterkünstler finden sich bestimmt Arten, die eine Wand, einen Zaun oder Pfosten begrünen könnten und den Golfplatz noch schöner oder farbiger werden lassen. Für die Auswahl aus der Fülle von Kletterpflanzen sollte man die Wuchsstrategie genau kennen, damit die geeignete Art ausgewählt und gepflanzt wird, sonst könnte das Projekt fehlschlagen.

 

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Abb. 11: Eine Blauregenpflanze kann mit ihren stark wachsenden Achsen große Flächen ­einnehmen.
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