Investition in die Zukunft

Für viele Greenkeeper ist die Vorstellung, sich zu bewerben, in etwa so angenehm wie ein drohender Dollarspot auf dem eigenen Grün.

Dennoch geht das Thema Bewerbung jeden Greenkeeper an – nicht nur bei dem Wunsch nach beruflicher Weiterentwicklung, einem „Marktwertcheck“, Unzufriedenheit oder einem drohenden Jobverlust. Sie sind mit Ihrem aktuellen Arbeitgeber zufrieden? Wie schnell sich das Blatt in der Golfbranche wenden kann, wissen Sie vielleicht aus eigener Erfahrung oder von anderen: Die Wahl eines neuen Vorstandes, Veränderungen im Team oder ein neuer Geschäftsführer – und plötzlich ist alles anders. Das Mitglied, das wegen eines Regelverstoßes vom Platz gestellt wurde, ist plötzlich der neue Sportwart. Es „menschelt“, und die langjährige gute Arbeit zählt plötzlich nicht mehr.

Greenkeeper leisten täglich Überdurchschnittliches unter schwierigen Arbeitsbedingungen (vgl. SCHNEIDER, 2013). Kommen dann auch noch Konflikte dazu, die sich nicht lösen lassen, geht das auf Dauer an die Substanz, was bis zum Burnout führen kann (vgl. VON MÜFFLING, 2014).

Doch selbst bei hohem Leidensdruck können sich viele Greenkeeper nicht vorstellen, zu gehen; zu viele mögliche Gründe sprechen dagegen: die ausgeprägte Heimatverbundenheit, die Familie, die Freunde, eine Immobilie oder Verpachtung, das Alter, der falsche Zeitpunkt, die fehlende Energie, die Angst vor dem Scheitern etc. Ist die letzte Bewerbung schon einige Zeit her, erhöht das die Hemmschwelle noch weiter. Häufig wird die Entscheidung Gehen oder Bleiben nicht bewusst getroffen, sondern verdrängt. Sich nicht zu entscheiden, bedeutet aber auch eine Entscheidung: Sie zahlen einen Preis wenn Sie gehen, Sie zahlen aber auch einen Preis, wenn Sie bleiben – ist es das wirklich wert? Oder ist es nicht wertvoller, die Veränderung zu wagen?

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Angela Frfr. von Müffling-Tietscher
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