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Golf und die Natur in BaWü

Nach dem Winter, der keiner war, trafen sich die Greenkeeper aus Baden-Württemberg zu ihrer Frühjahrstagung in Bad Wimpfen. Einen Tag vorher hatte es noch geschneit, so dass niemand auf dem Platz unentbehrlich war. Insgesamt mehr als 80 Personen folgten der Einladung, sich mit dem Thema „Golf und die Natur“ zu beschäftigen.

 

Gekonnt professionell brachte Dr. Gunther Hardt den Teilnehmern das DGV-Qualitätsmanagement „GOLF&NATUR“ nahe. Da dieses Programm seit zehn Jahren besteht, war dies mit ein Grund für diese Tagung. Leider hatte der „Natur-Scout“ aus Bad Rappenau krankheitsbedingt abgesagt. Die Lücke wurde mit einer angeregten Diskussion über persönliche Erfahrungen mit dem DGV-Programm ausgefüllt. Diese verlief etwas zwiespältig: Die einen waren durchaus positiv überrascht, welche Veränderungen auf dem Platz und ihrem Arbeitsumfeld festzustellen waren, die andere Seite war geprägt von Frustration. Nach meiner persönlichen Ansicht hängt alles davon ab, wie breit die Zustimmung im Club ist, sprich, wenn der Greenkeeper als einziger das Programm richtig will und nur er dafür arbeitet, dann ist es wohl besser, es bleiben zu lassen.

 

Vor dem Ende des ersten Seminartages gab es noch einige Gedankenanstöße über den ökologischen Fußabdruck, in unserem Fall, einer Golfanlage. Es ist eine Binsenweisheit, dass es immer Dinge gibt, die wir ändern können, aber damit anzufangen, ist gar nicht so einfach!

 

Am späten Nachmittag gab es noch eine amüsante Stadtführung durch Bad Wimpfen und einen geselligen Abend im Brauhaus in Neckarsulm. Vielen Dank an Thomas Kuhnsch, der uns diese kleinen Extras organisiert hat.

 

Am folgenden Vormittag war zunächst Mitgliederversammlung, hier soll nur über die außerordentlichen Wahlen berichtet werden. Die Positionen des 2. Vorsitzenden und eines Beisitzers mussten neu besetzt werden. Neu begrüßen wir im Vorstand BaWü Alexander Adler aus Ravensburg als 2. Vorsitzenden und Marcel Hilbert aus Baden-Baden als Beisitzer.

 

Leider verabschieden mussten wir aus unseren Reihen Hans-Heinrich Sievert und Bastian Manzke, ich hoffe, sie gehen uns nicht ganz verloren. Ein herzlicher Dank für die geleistete Arbeit – wir waren ein gutes Team!

 

Zum Abschluss gab es einen Vortrag von Detlef L. Schreiber, einem Golfplatzplaner aus Freising. Für mich war es ernüchternd, was man alles ohne Genehmigung bauen darf – eigentlich gar nichts! Die Flut an Gesetzen und Richtlinien, die sich mit uns und unserer Umwelt befassen, war einschüchternd. Allerdings zeigten seine praktischen Beispiele auch, dass es mit den Behörden zu einfachen Regelungen kommen kann, wenn man nur das Gespräch mit ihnen sucht. Eine Erfahrung, die ich ebenfalls schon selbst gemacht habe. Mit dem Mittagessen endete die Tagung und auch mit diesem kurzen Rückblick bin ich nun mehr am Ende. Es bleibt mir nur, mich bei allen Referenten und unseren Sponsoren für eine gelungene Tagung zu bedanken.

 

Autor: Werner Müller, 1. Vorsitzender

Gut besucht, das Programm lockte! Vorne links Referent Dr. Gunther Hardt sowie in der Mitte stehend Hans-Heinrich Sievert, der aus dem Vorstand ausschied. (Alle Fotos: RV BaWü)
Landschaftsarchitekt Detlef L. Schreiber zeigte auf, was bei Baumaßnahmen an rechtlichen Vorschriften beachtet werden muss und gab Tipps zum Umgang mit den Behörden.
Thomas Kuhnsch war u.a. für das Begleitprogramm verantwortlich, die Stadtführung durch Bad Wimpfen und ein anschließend geselliger Abend in Neckarsulm fanden bei den Teilnehmern viel Anklang.
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