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Götterbaum, auch Bitteresche (Ailanthus altissima (Mill.) Swingle)

Der Götterbaum gehört in die Familie der Bittereschengewächse (Simaroubaceae). Das ist eine Familie, die mit 20 Gattungen und über 120 Arten in den Tropen und Subtropen vorkommt.

 

In der Rinde der Bäume dieses Verwandtschaftskreises befinden sich diverse Bitterstoffe – daher der deutsche Name Bittereschengewächse. Mit seinen Inhaltsstoffen vom Quassintyp entspricht der Götterbaum denen des Bitterholzbaumes (Quassia amara), der durch seine Inhaltsstoffe einen größeren Bekanntheitsgrad hat. Diese finden Verwendung als Insektenbekämpfungsmittel und als Arzneimittel.

 

Der Götterbaum ist bei uns nicht einheimisch; er hat sein natürliches Verbreitungsgebiet in China. Doch bereits 1740 wurde er in Paris als Parkbaum eingeführt. In Wien führte man zudem den Ailanthus-Spinner ein; gedacht war er für die Herstellung einer Seide, die kostengünstiger und sogar haltbarer als die des ursprünglich in China beheimateten Seidenspinners sein sollte. Dieses Projekt war offenbar nicht vom Erfolg gekrönt. Aber von Wien aus verwilderte der Götterbaum und etablierte sich vor allem in größeren deutschen Innenstädten, wo die seinen Ansprüchen entsprechende Wärmemenge von neun Grad Celsius mittlere Jahrestemperatur erreicht wird.

 

Der Götterbaum ist ein sommergrüner, schnell wüchsiger Laubbaum, der freistehend wachsend, eine breite Krone mit weit ausladenden Ästen bildet. Wegen seines schnellen Wuchses, der markanten Krone, der für unsere Breiten außergewöhnlich großen Laubblätter, der reich verzweigten Blütenstände und schönen Früchte, wird der Götterbaum gern in Parkanlagen gepflanzt.

 

Alles Wissenswerte rund um den farbenprächtigen Götterbaum, seine Merkmale, seine Besonderheiten bei der Pflege sowie seine Verwendbarkeit in Parkanlagen und auf Golfplätzen finden Sie im neuen Greenkeepers Journal 3/16, Erscheinung Anfang September.

Alter Götterbaum mit weit ausladenden Ästen und breiter Krone. (Alle Fotos: Isolde Hagemann)
Ein reich fruchtender Götterbaum ist in der Innenstadt eine Zierde.
Nach dem Ausbrechen eines kompletten Stämmlings ist ein effektiver Wundverschluss durch den Baum nicht mehr möglich; hier ist umgehend eine Fällung vorzusehen.
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