Funktionale Wurzelhorizonte und Tragschichten

Funktionierende Rasen- und Grünlandflächen auf Naturböden zeichnen sich durch einen humusreichen Oberboden (Aℎ-Horizont) aus, der den Hauptwurzelhorizont darstellt. In dieser Schicht sind durch Bodentiere (Regenwürmer) die mineralischen und organischen Bestandteile (Ton, Schluff, Sand und Humus) intensiv vermischt. Das Bodengefüge besteht zu 100% aus lebendverbauten Krümeln, die aus festen Bodenbestandteilen und wasser- und luftgefüllten Hohlräumen bestehen.  

 

Die elastischen Unterböden mit vertikalen Regenwurmröhren (Tragschicht) sind in der Lage, überschüssiges Wasser in den Untergrund abzuleiten und erhebliche Wassermengen (bis zu 200 l/m³) pflanzenverfügbar zu speichern. Am besten funktionieren kalkreiche Böden mit ausgeglichenen Anteilen an Ton, Schluff und Sand und Humusgehalten von 4-8% im Aℎ-Horizont.  

 

Filzbildungen sind nur auf sauren, nährstoffarmen Böden unter Borstgras, Rasenschmiele und Straußgras zu beobachten. Bei Filz handelt es sich um einen braun gefärbten Rohhumus aus abgestorbenen Wurzeln und Blattmasse, der wegen fehlender Bodentiere auf dem meist verdichteten Mineralboden aufliegt.

 

Lesen Sie den kompletten Beitrag am Praxisbeispiel des Golfclubs Lauterhofen hier ...

GC Lauterhofen, Fairway 10 (2009), mit deutlichen Trockenflecken
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