Die Hainbuche (Carpinus betulus L.)

Der Name Weißbuche könnte signalisieren, dass Rot- und Weißbuche eng miteinander verwandt sind. Botanisch gesehen gehören sie aber in zwei verschiedene Verwandtschaftskreise: Die Rotbuche gehört in die Familie der Buchengewächse, die Weißbuche zu den Haselgewächsen. Die Farbbezeichnung bezieht sich auf das Holz, das bei der Rotbuche rötlich und bei der Weißbuche sehr hell, beinahe weiß gefärbt ist.

Die Hainbuche ist in Europa weit verbreitet. Ihr Areal reicht von Frankreich über Südengland und Südschweden, bis Westrussland, im Süden von Italien, über die Balkanhalbinsel, nach Kleinasien, zum Kaukasus und bis nach Nordpersien, wobei sie in den südlichen Arealteilen auf die Gebirge beschränkt bleibt.

Sie wächst auf mäßig nährstoffreichen, meist leicht sauren Sand- und Lehmböden der Tieflagen, vor allem in Hartholzauen. Sie besiedelt die unteren Hanglagen der Mittelgebirge, in den Alpen kann sie in eine Höhe von tausend Metern ansteigen.

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Hainbuche mit zahlreichen Stämmlingen und weit ausladender Krone.
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