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Chance für einen Wandel

Am 31. März/1. April 2015 fegte der Orkan „Niklas“ über Europa und hinterließ auch in Deutschland eine Spur der Verwüstung. Allein in Deutschland waren vier Todesopfer und Schäden in Höhe von rund 750 Millionen Euro zu beklagen. Auch einige Golfanlagen hatte es schwer getroffen. Entwurzelte und abgebrochene Bäume machten diese teilweise für mehrere Tage unbespielbar.

Ganz so dramatisch ging es auf dem DGV-Verbandstag am 11. April 2015 in Frankfurt am Main zwar nicht zu, aber auch hier war in erheblichem Maße ein „frischer Wind“ zu spüren. Der gravierende Unterschied: Auf dem Verbandstag war dieser „frische Wind“ von der überwiegenden Mehrheit der Delegierten ausdrücklich erwünscht. Dieser Wunsch nach „frischem Wind“ und Veränderung – ein „Wind of Change“ eben – dokumentierte sich in dem überzeugenden Votum für den neuen DGV-Präsidenten Claus M. Kobold, der sich im Wettbewerb mit den beiden anderen Bewerbern um das Präsidenten-Amt, Hans Joachim Nothelfer und Frank-Hagen Spanka, mit einer deutlichen Mehrheit souverän durchsetzen konnte.

Synergien und „Miteinander“ stärken
Es ist zu hoffen, dass der „Wind des Wandels“ über alte und überkommene (vermeintliche) Gegensätze hinwegweht und vielleicht mit dazu beiträgt, dass sich club-gebundenes und club-ungebundenes Golf aneinander annähern, und dass sich die Erkenntnis durchsetzt, dass das keine Gegensätze sind, sondern zwei Bereiche von Mitgliedschaftsformen, die sich gegenseitig ergänzen und unterstützen können. Und auch in der Zusammenarbeit auf Verbandsebene kann frischer Wind nicht schaden. Die bereits 2011 ins Leben gerufene Initiative „Wir bewegen Golf“, in der sich der DGV, der Golf Management Verband Deutschland (GMVD), die PGA of Germany sowie der Greenkeeper Verband Deutschland (GVD) zusammengeschlossen haben, kann sicherlich wesentlich mehr bewegen, als dies bisher der Fall gewesen ist.

Eines ist mittlerweile wohl allen Akteuren im deutschen Golfmarkt klar geworden: Die deutschen Golfclubs und Golfanlagen werden sich den massiven Veränderungen des Golfmarktes nicht entziehen können. Ein stures und ignorantes „Weiter so!“ wird es nicht geben können. In diesem Zusammenhang sei auf das bekannte Lied von Wolf Biermann „Nur wer sich ändert, bleibt sich treu“ verwiesen – wobei auch diese Erkenntnis nicht unbedingt neu ist. Wer in der Schule Latein-Unterricht hatte, erinnert sich vielleicht noch an den Satz: „semper idem et alter“ (immer derselbe, und doch ein anderer).

Den gesamten Artikel finden Sie in der Ausgabe 2 / 15 des golfmanager.

Autor: Horst Schubert

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