Auswirkungen der Lagerdauer von Rollrasen in Abhängigkeit von Temperatur und Wassergehalt*

* Auszug aus der Bachelorarbeit für die Prüfung zum Ingenieurwesen im Landschaftsbau/Bachelor of Engineering (B. Eng.) an der Hochschule Osnabrück, 2016  

 

Zusammenfassung

Mit einer praktischen Versuchsdurchführung sollte untersucht werden, inwieweit sich die Qualität von Rollrasen während unterschiedlich langer Lagerungszeiten bei deutlich variierenden Lagerungstemperaturen verändert und wie sich diese Veränderungen auf den späteren Anwachs- und Entwicklungsprozess auswirken. Ebenfalls sollte während dieser Erhebung festgestellt werden, ob eine im Voraus durchgeführte Zusatzbewässerung bei den oben genannten Prozessen eine positive oder eher negative Beeinflussung aufweist.  

 

Nach einem sorgfältig ausgearbeiteten Versuchsaufbau wurden sämtliche Rasensoden, worunter die Hälfte eine vorherige Zusatzbewässerung von jeweils drei Litern erhielt, in vier unterschiedlich temperierte Klimazellen eingelagert. Nach zwei vergangenen Lagerungstagen wurden aus jeder Klimazelle die ersten unbewässerten sowie bewässerten Rasensoden ausgelagert. Diese Prozedur ist in den fortlaufenden Tagen wiederholt worden, so dass die letzten Rasensoden nach fünf Tagen Einlagerungszeit ausgelagert wurden. Alle Rasensoden sind im direkten Anschluss für die Ermittlung des Anwachs- und Entwicklungsverhalten auf einem vorgefertigten Feld verlegt worden. Während einer elfmaligen Bonitur, die sich über einen Zeitraum von bis zu 39 Tagen erstreckte, wurden neben den zu messenden Werten auch einige visuelle Feststellungen ermittelt, die im späteren Verlauf ausgewertet wurden. Die Analyse der ermittelten Ergebnisse zeigte, dass mit fortlaufender Lagerung und hohen Temperatureinwirkungen die Qualität des Rollrasens zum Teil stark beeinträchtigt wurde, so dass die Schäden selbst nach mehreren Wochen noch erkennbar waren. Tiefere Lagerungstemperaturen brachten dagegen auch bei größeren Lagerintervallen deutlich geringere Einbußen. Der aufgrund der Zusatzbewässerung erhöhte Wassergehalt in der aufgerollten Rasensode brachte einen durchweg positiven Effekt. Sowohl die deutlich geringeren Qualitätseinbußen als auch die sehr schnelle Regeneration der Soden im weiteren Entwicklungsprozess waren markante Merkmale dieser Lagerungsvariante.  

 

Den detaillierten Artikel finden Sie hier ...  

 

oder auf der Homepage der Deutschen Rasengesellschaft (DRG) e.V. unter www.rasengesellschaft.de

 

Weitere interessante wissenschaftliche Beiträge sind in unserer Rubrik Turfgrass Science zu finden.

Prüfung und Entwicklung der Soden-Innentemperatur bei unterschiedlichen Lagerungstemperaturen. (Foto: Thomas Pleus)
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