26 Millimeter für eine erfolgreiche Saison

Seit dem Frühjahr 2016 setzt das neunköpfige Greenkeeping-Team von Werder Bremen unter der Leitung des Head-Greenkeepers Sebastian Breuing den Hybridmäher Toro Reel­master 5010-H zur Rasenpflege ein. Neben dem Stadionrasen haben die Greenkeeper auch die Verantwortung für neun weitere Rasenplätze, die in der Wachstumsphase zum Teil täglich mehrfach gemäht werden müssen – eine Aufgabe mit enorm hohem Anspruch, denn im Profifußball sind die Zeitpläne während der Saison und der Saisonvorbereitung extrem eng und die Rasenflächen müssen höchsten Qualitätsmaßstäben genügen. Im Gespräch mit Head-Greenkeeper Sebastian Breuing und seinem Team kristallisierten sich die überzeugenden Gründe für die Anschaffung des Hybridmähers klar heraus. 

 

Vor gut zehn Jahren trat Sebastian Breuing seine erste Stelle als „Deutschlands jüngster Head-Greenkeeper“ an, damals noch beim VfL Bochum. Heute, zehn Jahre später, ist er Leiter des Greenkeeping-Teams von Werder Bremen und mit seinen neun Mitarbeitern nicht nur für die Pflege des Stadionrasens und der Trainingsplätze, sondern auch für sämtliche Grünflächen auf dem Vereinsgelände verantwortlich.

 

Der gelernte Landschaftsgärtner ist ein Kind des Ruhrgebiets. Daher musste sein jetziger Arbeitgeber, der SV Werder Bremen, schon schlagkräftige Argumente aufbringen, um ihn samt seiner Familie an die Weser zu locken: „Natürlich ist das ein großer Schritt vom Ruhrgebiet nach Bremen, aber der Verein war mir immer schon sympathisch. Außerdem ist Bremen eine sehr schöne Stadt mit hoher Lebensqualität.

 

Seit dem 1. Juni 2014 ist Breuing nun für die Grün-Weißen im Einsatz. Vor der Anschaffung des Reelmaster 5010-H wurde der Rasen bei Werder Bremen zum Teil von einem Dienstleistungsunternehmen gemäht und gepflegt. Das Greenkeeping-Team vor Ort hatte selbst für Kleinflächen und Feintuning nur Handrasenmäher zur Verfügung. Seitdem nun ein profes­sioneller Großflächenmäher mit Hybridtechnologie im Maschinenpark vorhanden ist, hat das Team um Breuing die Rasenpflege komplett unter eigener Kontrolle.

 

Beim Rundumblick auf dem Areal der Greenkeeper fallen neben dem Reelmaster weitere Toro-Maschinen auf. Gerade der Aerifizierer ProCore ist im Zusammenspiel mit dem Reelmaster das perfekte Werkzeug für die  hohen Anforderungen während der Saison.

 

Ein klassischer Arbeitstag in der Vorsaison bedeutet, dass der Rasen im Stadion witterungsabhängig zwischen drei und fünf Mal pro Woche gemäht wird. Zur Vorbereitung kommt ein Abtauseil zum Einsatz, um Nässe vom Rasen zu nehmen. In der Hauptsaison schließlich, wenn die neue Saison im Mai startet, erhöht sich der Pflegeaufwand beträchtlich, denn schließlich wollen Spieler, Trainer und auch die Mediziner konstante Bedingungen für professionellen Sport haben. Je nach Wetterlage startet das Team um Breuing dann bis zu zweimal pro Tag, um den Rasen auf die gewünschten 26 mm zu bringen. Der Einsatz des Hybridmähers bedeutet dabei für das Greenkeeping eine beträchtliche Zeitersparnis: Von früher 7,5 Mannstunden durchschnittlich für einen Mähvorgang auf jetzt nur mehr 2,5 Mannstunden.

 

Obwohl Sebastian Breuing mit seinem Team beim Mähen keine Steigungen zu bewältigen hat, haben sie sich für die Hybridvariante entschieden, die im Unterschied zur Standardausführung ein zuschaltbares Plus an Leistung bietet und somit den Mäher für Steigungen im Gelände leistungsfähiger macht: „Dafür sprechen im Wesentlichen zwei Gründe: Sicher, wir haben hier kein Gefälle oder keine Steigungen zu bewältigen, aber die Hybridvariante hat deutlich weniger Hydraulikleitungen als die Standardversion. Außerdem ist der Hybrid auch deutlich leiser. Schließlich sind wir bei Werder auch der Nachhaltigkeit verpflichtet – und wer kann schon überblicken, welche Abgasnormen noch auf uns zukommen?

 

Um den Reelmaster perfekt auf die Bedingungen im Stadion abzustimmen, wurden die Vorderreifen als Slick-Variante ausgeführt, um den Rasen möglichst schonend befahren zu können. Ganz bewusst haben sich die Rasenspezialisten auch gegen die Allradvariante entschieden, weil es in ihrem Arbeitsalltag auch besonders auf Wendigkeit und idealen Lenkeinschlag ankommt, denn auf den Trainingsplätzen bilden Umzäunungen die Begrenzungen für den Reelmaster.

 

Sebastian Breuings Wechsel vom Ruhrgebiet an die Weser hat sich also in mehrfacher Hinsicht gelohnt: Mit der Pflege von neun Rasenplätzen sowie der Verantwortung für die Grünflächen des gesamten Vereinsgeländes, hat sich ein Traum des gebürtigen Bochumers erfüllt.

 

 

Der Reelmaster 5010-H verfügt über insgesamt fünf Mähwerke. (Alle Fotos: Toro)
Head-Greenkeeper Sebastian Breuing ist mit seinem Team für den Rasen und die gesamten Grünflächen verantwortlich.
Ein solch sauberes Schnittbild lässt das Herz jedes Greenkeepers höher schlagen.
Greenkeeper Sebastian Erthel entleert einen der fünf Fangkörbe.
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