„Mr. Toro“ zieht sich langsam zurück

Helmut J. Ullrich – ein ganz Großer

Mit nunmehr über 75 Jahren zieht sich Helmut J. Ullrich langsam aus einem äußerst erfolgreichen Berufsleben zurück – aber, wer ist Helmut J. Ullrich wird sich mancher zurecht fragen.

 

Helmut ist – salopp gesagt – „Mister Toro“, geboren in den Kriegsjahren in Neresheim auf der Ostalb. Aufgewachsen auf einem typischen Milchvieh- und Schweinezuchtbetrieb (für ihn sehr prägend durch die täglichen Verpflichtungen auf dem elterlichen Betrieb) absolvierte er die Landbau-Ingenieurschule in Nürtingen (heute Fachhochschule). Seine Faszination für Amerika führte ihn in ein Austauschprogramm nach Minnesota, wo er Bachelor- und Master-Abschlüsse an der Universität folgen ließ. Das Geld dazu verdiente er sich als Spüler, Orangen-Pflücker, Holzfäller, Mähdrescherfahrer, Bauarbeiter usw.

 

Erstmals 1974 arbeitete er als Service-Manager bei Toro (damals Hersteller hauptsächlich von Schneefräsen!), wechselte dann 1980 notgedrungen zu den Golfmaschinen, weil infolge von Schneemangel über vier Jahre das Schneefräsengeschäft am Boden lag.

 

Seit 1986 beschäftigte er sich fast ausschließlich mit Grünsmähern. In der folgenden Zeit wurden die Handgrünsmäher GR 1000 und Flexmäher entwickelt und auf den Markt gebracht, ebenso wie die Aufsitzmäher (Triplexmäher) GR 3100, 3150, 3250, 3420 Triflex und jetzt der neue Hybridmäher. Zudem fielen die Bunkermaschinen 2020, 3020 und 5040 in seinen Arbeitsbereich.

 

Schon früh erkannte er, wie wichtig die Anforderungen seiner zukünftigen Kunden für seine Entwicklungen sind. In vielen „Feldtagen“ über die USA verteilt und später auch in Europa versuchte er die Kundenwünsche zu ermitteln und lenkte seine Ideen dahin. Sein Denken galt einer einfachen Bedienung der Maschinen und in den letzten Jahren vermehrt dem sparsamen Umgang mit den Ressourcen.

 

Meine Frage nach einem Blick in die Zukunft beantwortete er: „Unsere junge Generation ist sehr begabt mit dem Daumen zu arbeiten, diese Mille­nium-Generation wird große Fortschritte in autonomen Maschinen in Kürze erwarten können.“

 

Ich selber habe Helmut Ullrich vor vielen Jahren auf der Messe kennengelernt und seither sind wir uns regelmäßig bei Feldtagen oder Ausstellungen begegnet; ich habe und hatte immer größten Respekt vor diesem bescheidenen Tüftler mit deutschen (Alb-)Wurzeln.

 

Ich wünsche ihm nun einen möglichst langen und gesunden Lebensabend im Kreis seiner Familie und viele schöne Begegnungen bei den Besuchen in seiner alten Heimat.

 

Autor: Hubert Kleiner | Greenkeepers Journal 1/2019

Helmut J. Ullrich

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