Förderung der pflanzlichen Biodiversität im artenarmen Grünland

Krautzer, B., L. Gaier, J. Weber u. W. Graiss

Zusammenfassung

In ganz Europa ist ein massiver Rückgang von artenreichem, naturnahem Grünland zu beobachten. In Österreich erreichte der Verlust solch wertvoller Lebensräume in den letzten 60 Jahren 840.000 ha oder fast 50 %. Europaweit kann man beobachten, dass dieser Rückgang artenreicher Grünlandbestände einer der wichtigen Faktoren für den enormen Rückgang der Insektenbiomasse ist. Aufgrund von Veränderungen in den landwirtschaftlichen Systemen wird ehemals intensiv bewirtschaftetes Grünland oft auf eine Zwei-Schnitt-Bewirtschaftung reduziert oder als extensives Weideland genutzt. Trotz dieser Extensivierung wird die Vegetation oft von Gräsern dominiert, die nur noch einen geringen Anteil an Kräutern enthalten. Da der Saatgutbank im Boden wertvolle Arten fehlen, führt der Wechsel zu einer extensiven Bewirtschaftung dann nicht zu einer Erhöhung der Pflanzenvielfalt. In einem Feldversuch wurde erhoben, ob eine Einsaat von passenden Kräutern zu einer Verbesserung des Artenreichtums solcher Grünlandbestände führt. Dazu wurden verschiedene technische Methoden der Bodenöffnung zu Beginn bzw. am Ende der Vegetationsperiode verglichen. Je nach Intensität der Bodenöffnung waren die eingesetzten Verfahren unterschiedlich erfolgreich. Abhängig von der verwendeten Technik konnten bis zu 16 zusätzliche Arten etabliert werden. Zwischen der Frühjahrs- und Spätsommeraussaat konnte dabei kein Unterschied festgestellt werden. ...

 

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Foto: © Martin Bergsma/123rf.com

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