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Eindrücke von der GIS, Teil 2

Die Golf Industry Show (GIS) der GCSAA (Golf Course Superintendents Association of America) fand 2019 in San Diego, ganz im Süden Kaliforniens, an der mexikanischen Grenze, statt. Aufgeteilt ist sie in mehrere Seminartage und eine zweitägige Trade-Show. Daneben findet im Rahmen der GIS auch ein jährliches „Internationales Briefing“ sämtlicher Greenkeeper-Verbände statt. Alle Verbände weltweit bekundeten ein großes gemeinsames Problem: Nachwuchs im Greenkeeping zu bekommen. Als Hauptgrund wurde hier fehlende „Sexyness“ des Berufs und die schlechte Bezahlung genannt. Unisono auch der Wunsch der Greenkeeper-Verbände nach mehr Unterstützung von den jeweiligen Golf-Verbänden.

Insgesamt 21 kostenlose Seminare und 89 kostenpflichtige Seminare standen zur Auswahl, die kostenpflichtigen Seminare sind in Ganztages-Seminare (185$ für GCSAA-Mitglieder, 280$ für Nicht-Mitglieder) über Halbtags-Seminare bis hin zu Eineinhalb-Stunden-Seminare (70$ für GCSAA-Mitglieder, 105$ für Nicht-Mitglieder) aufgeteilt. Hier noch ein paar interessante Dinge aus verschiedenen, besuchten Seminaren. Sehr interessant war eine offene Podiumsdiskussion auf einer in der Mitte des Raumes aufgestellten Bühne. „Wieviel Schatten ist zuviel Schatten“ war der Titel eines Seminars, bei dem die Ergebnisse einer von mehreren Forschungen von Prof. Dr. Mike Richardson (University of Arkansas) vorgestellt wurden. Hierbei wurde eine Grünfläche 30%, 60% und 90% Beschattung ausgesetzt – das Ergebnis: Die Kontrollfläche zeigte zu den mit 30% und 60% beschatteten Flächen bei allen getesteten Parametern nur minimale Unterschiede, erst bei einer 90%-igen Beschattung wurden gravierend schlechtere Ergebnisse gemessen!

In einem anderen Seminar ging es um Wetting Agents. Prof. Doug Karcher (University of Arkansas) testete, wie häufig ein Wetting Agent flächig gespritzt werden sollte – mit dem Ergebnis, dass eine Anwendung im Mai und eine im Juli die besten Ergebnisse mit sich brachten, s. Foto.

Nach der großen „Opening session“ wurde dann die Trade-Show eröffnet. Auffällig hierbei: die großen Stände der Maschinenhersteller Toro, Textron Golf und John Deere. Von Toro und John Deere gab es neue Elektro- bzw. Hybrid-Grünsmäher zu sehen, allerdings stellte keiner der großen Hersteller ein eigenes autonomes System vor. Beeindruckend waren daneben auch die großen Stände von Syngenta, Bayer, BASF und Co.

2020 ist die GIS in Florida, genauer gesagt in Orlando – mein Resümee: Es lohnt sich, sich dort einmal über die globalen technischen Entwicklungen und Forschungen zu informieren!

Autor:
Tobias Gerwing GVD-Vorstand | Greenkeepers Journal 1/2019

 

Weitere Berichte über Tagungen in der Platzpflege weltweit finden Sie HIER ...

Erstmals auf der GIS: Eine Podiumsdiskussion mit Einbindung der Besucher(Foto: T. Gerwing)

Interessante Ergebnisse bei den Wetting Agents-Anwendungen von Prof. Doug Karcher

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