Begrünung im alpenländischen Raum – Anlage und Pflege von Streuwiesen

Graiss, W., B. Krautzer u. L. Gaier

Zusammenfassung

Naturschutzflächen von hohem ökologischen Wert sind wichtig für die Erhaltung und Förderung der Biodiversität. Die Methoden zur Ernte und Ausbringung von Diasporenmaterial von Spenderflächen für die Anlage von Streuwiesen wurden auf Feuchtflächen des Ennstals (Steiermark, Österreich) analysiert, die durch artenreiche Streuwiesen mit hohem Iris sibirica- bzw. Molinia caerulea-Anteil gekennzeichnet sind. Die nahe gelegenen Spenderflächen wurden Ende August 2006 mit einem Parzellenmähdrescher geerntet und die Empfängerflächen im November 2006 mit 2,5 g/m² reinen Samen eingesät. Nach einem Reinigungsschnitt im Sommer 2007 zeigte die Fläche im Jahr 2011 bereits eine zufriedenstellende Vegetationsentwicklung der Zielarten. Im Jahr 2017, 11 Jahre nach der Anlage, stieg die Transferrate auf ca. 37 Zielarten mit einer durchschnittlichen Vegetationsbedeckung zwischen 50 und 70 %. Die Wiederherstellung der Streuwiese kann als erfolgreich angesehen werden, typische Arten dieses Vegetationstyps wurden im Laufe der Jahre dominant. Das vorgestellte Projekt ist ein seltenes, aber gutes Beispiel für die letztendlich erfolgreiche Verknüpfung der Interessen von Naturschutz und Freizeitwirtschaft.

 

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Foto: © michelangeloop/123rf.com

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